Aus schwerem Mangel...

 

... an christlichem Innenleben weihen wir unser Leben der totalen Oberfläche,

die nur äußerlich etwas zu bieten hat, den inneren Menschen aber verhungern

und erfrieren läßt. Nicht von ungefähr nimmt die Beziehungskälte unter uns

Menschen ein bedrohliches Ausmaß an. Einfach als Objekt genommen sind

 wir uns gerade noch willkommen...  Sobald die Seifenblase des Konsums, der

Hurerei, der Geldgier, der Medienbesrieselung usw. platzt, trift den Menschen

bzw. die Menschheit die Ausnahmesituation der Selbstkonfrontation, weil die

Maske fällt und das Kartengbäude zusammenbricht. Zurückgeworfen auf den

Iststand des eigenen Ich wird es allen die Sprache verschlagen und das große Chaos,

die große Verzweiflung, der große Hass beginnt. Dann wird der Mensch sichtbar zum

Todfeind des Menschen und man verfolgt sich bis in die Häuser hinein. Wer aus

falscher Sattheit friedlich erscheint, mag sich selbst und die Welt täuschen, aber der

Mangel an  innerer Wirklichkeit hat längst schon etwas dämonisches vorbereitet und

will es auch zur Geburt bringen.

 

Auch Christen, die Gott einen guten Mann sein liesen und dem Zeitgeist dienten,

werden ein sehr böses Erwachen erleben.