Gefährliche Selbstläufer
Nehmen
wir an die Todesstrafe würde im Parlament diskutiert und nach vielen Jahren
beschlossene Sache. Sobald die Todesstrafe Gesetz wäre, wäre sie ein
Selbstläufer den niemand mehr stoppen kann.
Die 68er haben wie nie zuvor in der Weltgeschichte
Abtreibung als natürliches Menschenrecht proklamiert und durchGESETZt.
Der damalige Bundespräsident Richard von Weizsäcker unterschieb das Gesetz (das
so vielen Kindern den Tod bringt) bedenkenlos.
Argumentiert wurde, daß ohne das Recht auf Abtreibung die illegale
Abtreibung überhand nimmt und Kurpfuscher ihr Unwesen treiben. Außerdem nehme
der Abtreibungstourismus in Länder zu, die Abtreibung legalisiert hätten. Es
gab also viele Gründe für den Tod und angeblich sprachen zu wenige für das
Leben. Das Gewissen wurde eingeschläfert, die Gewissenlosigkeit nahm zu. Das
Gewissen ist übrigens der Ort an dem der Mensch sich vor Gott rechtfertigt,
also Zwiesprache mit Gott hält. Ein
Gewissen, das sich nicht mehr nach dem Willen Gottes richtet, ist folglich ein
abgetötetes Gewissen das sich nur noch den eigenen oder gesellschaftlichen
Normen unterwirft, die dem Wandel, den Launen unterliegen. Es ging und geht den politischen
Befürwortern der Abtreibung keineswegs um echtere Menschlichkeit, sondern um politische Macht gegen den Staat bzw.
gegen das Volk. Die 68er hatten doch immer wieder durch ihre eingeteufelten
Philosophen verkündet, daß man den verhaßten Staat nur dann treffen könne, wenn
man die Familie im Kern zerstöre, das aber sei nur möglich durch die
Entfesselung der Sexualität, bis zur totalen Untreue und Bindungsunfähigkeit,
wodurch die Abtreibungen automatisch in die Höhe schnellen. Da Pornografie den Verfall der Familie und
des Volkes unterstützt waren und sind die 68er absolute Befürworter derselben.
Nur in einer möglichst vergifteten Atmosphäre können sich die Menschen die
gesunden Antennen stark verbiegen! Folglich muß eine entsprechende Atmosphäre
geschaffen werden und wenn man daran auch noch Geld verdient, dann spricht für
die Gewissenlosen nichts mehr dagegen.
An dieser Stelle werden Sie vielleicht einwenden, daß Sie von den
aufgeführten Argumenten gegen das Leben kaum oder gar nichts öffentlich
vernommen haben. Sie brauchen davon auch nicht mehr viel zu vernehmen, da die
Abtreibungen, die Pornografie, die Zerstörung der Familien längst schon zu
Selbstläufern geworden sind. Die Grünen brauchen über dieses Thema gar nicht
mehr zu reden, sie können sich wieder lächelnd und wissenschaftlich und ach so
human und menschlich den Umweltthemen usw. widmen. Die Grünen werden also gar
nicht mehr mit dem Thema Abtreibung in Verbindung gebracht und diejenigen, die
kapituliert haben, die werden für Ungeborene keinen Finger mehr krumm machen.
Merken Sie wie gefährlich Selbstläufer sind?
In den 70er Jahren führte Willi Brand die Freigabe
der Pornografie ein. Es wurde argumentiert, daß man nur so, die Pornos aus den
Schmuddelecken herausholen könne und daß der Reiz des Verbotenen das Interesse
an Pornografie unnatürlich vergrößere. So falsch wurde argumentiert und die
Pornografie legalisiert! Pornografie wurde nun zum Milliardengeschäft und
allgegenwärtig und hat durch die Vergiftung der Atmosphäre unzählige Menschen
von ihrer eigentlichen Bestimmung zu Liebe und Treue weggeführt und Beziehungskaputt
gemacht, weil die Verführung zur Untreue nunmal ein Feind der Treue ist. Haben
die Befürworter der Pornografie ihre schweren Denkfehler eingesehen und
Korrekturen befürwortet? Nein! Die Gesetze sind geblieben und da sie
Selbstläufer geworden sind brauchen sie auch nicht mehr darüber zu diskutieren.
Da es kaum einen Menschen gibt, der noch mahnend seine Stimme dagegen erhebt
bleibt das Unrecht und die schwere Verführung gesetz. Es heißt dann höchstens
noch: "Alles kann, nichts muß!" Damit soll gesagt werden, daß ja
niemand zu etwas gezwungen wird. Wie sehr aber wird Verführung für so viele
Menschen zum Zwang und treibt sie ab von ihrer eigentlichen Berufung zu mehr
Sinn und Erfüllung. Können wir uns diesen Hochverrat an der schützenden Liebe
und Gerechtigkeit Gottes wirklich leisten, können wir es uns leisten, daß
menschliches Kalkül über den Willen Gottes triumphieren darf?
Warnend sagt Jesus Christus:
"Es muß ja Verführung geben, doch wehe dem, der
zum Bösen verführt,
es wäre besser er wäre nie geboren worden."
Wehe auch den Lauen, die nur noch achselzuckend an
schweren Ungerechtigkeiten vorübergehen, sich aber furchtbar aufregen können,
wenn der Schiedsrichter auf dem Fußballplatz ein Abseits nicht erkannt
hat. Wie viele Christen nennen sich
Freunde Jesu Christi und kümmern sich doch einen Dreck um seinen Willen. Es
heißt dann oft: "Verurteile nicht, damit du nicht verurteilt wirst!"
Hat Christus wirklich gesagt, daß wir dem Verrat nicht entgegentreten sollen?
Hat er wirklich gesagt, daß wir dem Unrecht freie Bahn schaffen sollen? Wir
sollen niemanden verurteilen, weil jeder von uns ein sünder ist, aber wir
sollen dem Unrecht in der Kraft Gottes entgegentreten, weil es sonst überhand
nimmt und das schützende Recht erstickt. Lassen wir Selbstläufer zu oder treten
wir ihnen endlich entschlossen entgegen, ohne die laue ausrede: "Es nutzt
ja doch nichts!" Wer so
argumentiert beweist seine Lieblosigkeit und wird ein entsprechendes Gericht
ernten.