Das Fegefeuer

 

Wohl kaum ein Mensch befindet sich im Zustand völliger Reinheit wenn er vor Gott hintreten muss, eher das Gegenteil wird der Fall sein. Jedem wird an dieser Stelle einleuchten, dass Reinheit und Unreinheit sich nicht vertragen und einer vor dem anderen zurückweicht. Wenn nun die Unreinheit zur Reinheit will, dann braucht die Unreinheit eine Reinigung bevor sie bei der Reinheit Einlass erhält. Den Ort der Reinigung der Seele nennt das Christentum das Fegefeuer. Der Apostel Paulus sagt, dass wir als Gläubige, die noch zum Akt der Reue fähig sind, gerettet werden können, jedoch wie durch ein Feuer hindurch. Wie genau der Ort der Reinigung aussieht vermag niemand zu sagen, fest steht aber, dass die armen Seelen im untersten Bereich der Hölle sehr nahe sind und im obersten Bereich nur noch glühende Sehnsucht nach Liebe und Frieden und Harmonie empfinden.  Das Gnadenangebot der Beichte durch Gott ist unfassbar groß, wird aber von Christen sehr wenig genutzt, nicht zuletzt weil man sich auf billige Gnade und entsprechende Pauschalabsolutionen durch Priester verlässt. Warnend sagt Jesus, dass der Mensch schon auf dem Weg zum Gericht mit seinem Richter klarkommen sollte, weil ihn dieser ansonsten im Gericht streng verurteilen wird und der Schuldige erst dann aus der harten Haft freikommt bis er auch den letzten Heller seiner Schuld beglichen hat. Die Hölle droht allen die Gott vollkommen ablehnen und sich in der Ablehnung Gottes total einzementiert haben. Solche Menschen verzichten auf jegliche Hilfe Gottes und verhärten sich darin. Wir dürfen uns sicher sein, dass Gott nichts unversucht lässt, diese Seelen zu warnen und zur Umkehrt zu bewegen. Zu seinen Jüngern sagte er: „Wenden ihr die Sünden nachlasst, denen sind sie nachgelassen, wenen ihr sie nicht nachlasst denen sind sie nicht nachgelassen.“ Wir sollten also für das Gnadenangebot der Beichte sehr dankbar sein und immer wieder davon Gebrauch machen. Wir haben es ja auch gelernt den Müll alle 14 Tage entsorgen zu lassen, weil wir sonst im Müll, Gift und Gestank untergehen müssten. Um wie viel mehr gilt das erst für die Seele, die ohne Reinheit schweren Schaden nimmt und im schlimmsten Fall sogar zugrunde geht!  Aber nicht nur, dass die eigene Seele Schaden nimmt, sie reißt oft andere Seele mit in Gleichgültigkeit, Verführungen und große Irrtümer und Verbrechen herab und macht sich dadurch unendlich schuldig. Zuviel Liberalität begünstigt zuviel Unrecht! Wer also unserem Zeitgeist dient, der hat mit dem Geist Gottes nichts zu tun und erklärt offen oder versteckt seine Feindschaft damit. Auch die, die Jesus, Jesus sagen können in Wirklichkeit seine besonderen Feinde sein!

 

 

 

Nur noch ein Bruchteil unserer Geistlichen bietet das Wort Gottes ungeschmälert an und nur noch ein Bruchteil der Geistlichen macht die Gandenangebote Gottes, z.B. die Beichte, bekannt. Umso erstaunlicher, dass das katholische Gesangbuch, GOTTESLOB, den katholischen Glauben ungeschmälert enthält. Solch ein Buch gehört in ein gutes Bücherregal und es sollte darin nicht verstauben.

 

Textbeispiel aus dem Gotteslob

Herder-Verlag Freiburg:

"Das Sakrament der Buße:

 

Jesus Christus hat uns die Liebe Gottes kundgetan und uns mit dem Vater versöhnt. Im Sakrament der Buße gab er dem Sünder Anteil an seinem Leben. Wer dieses Sakrament empfängt, stellt sich unter das Gericht über die Sünde, das Gott im Kreuzestod seines Sohnes gehalten hat, um uns vor dem ewigen Tod zu retten. Das natürliche Verlangen des Menschen, die Schuld, die ihn bedrückt, zu bekennen und von ihr befreit zu werden, wird nicht enttäscht. Christus hat uns Vergebung zugesagt, wenn wir vor der Kirche unsere Schuld eingestehen: "Alles, was ihr auf Erden binden werdet, das wird auch im Himmel gebunden sein; und alles, was ihr auf Erden lösen werdet, das wird auch im Himmel gelöst sein." (Mth. 18,18). diese frohe Botschaft darf der Christ im Bußsakrament durchdie Lossprechung des Priesters vernehmen. In der Kirche ist Christus, der uns mit dem Vater versöhnt hat, gegenwärtig. In seinem Namen gewährt sie dem Sünder Vergebung. Denn die Apostel haben vom Herrn die Vollmacht erhalten, in der Kraft seines Geistes Sünden nachzulassen: "Empfangt den Heiligen Geist. Allen, denen ihr die Sünden erlaßt, sind sie erlassen; allen, denen ihr sie nicht erlaßt, sind sie nicht erlassen" (Joh. 20,22f)

Wo die Kirche durch die Priester von dieser Vollmacht Gebrauch macht und einen Sünder, der seine Schuld bereut, sie aufrichtig bekennt und zur wiedergutmachung bereit ist, losspricht, besiegelt Gott die Versöhnung mit dem Sünder. Christus selbst ist es, der in diesem Sakrament wirkt: er führt den Sünder zur Umkehr, damit er seine Schuld bereut und eingesteht. Er wirkt im Priester, der in seinem Auftrag das wirksame Wort der Lossprechung sagt. So wird die Begegnung des Sünders mit dem Vertreter der Kirche zum Zeichen der Siegreichen Gnade Gottes, die das Böse überwindet. Dieses Zeichen nennen wir  Bußsakrament.Die Sünden des einzelnen, auch die bloßen Gedankensünden, hemmen das Wirken des heiligen Geistes nicht nur im einzelnen, sondern auch in der Gemeinschaft der Glieder der Kirche. Deshalb muß der Sünder auch vor der Kirche und durch sie Buße tun. Die Beichte ist auch ein Gericht der Kirche. Man darf dieses Sakrament nicht von den übrigen Bußformen trennen. Die vielfältigen Arten der Buße im Alltag, das Schuldbekenntnis in der Eucharistiefeier und die Bußgottesdienste wecken, erhalten  und vertiefen den Willen zur ständigen Erneuerung des Lebens der Gemeinde und der einzelnen Christen aus dem Geist des Evangeliums. Sie sind Vorstufen auf dem Weg zur sakramentalen Beichte und Lossprechung , die ohne sie verkümmern würde. Umgekehrt ist das Bußsakrament der Ziel und Gipfelpunkt aller übrigen Bußformen, in dem diese sich vollenden. Darum ist die Hochschätzung dieses Sakramentes und sein regelmäßiger Empfang für alle Christen - und nicht etwa nur für jene, die schwer gesündigt haben - von so großer Bedeutung. Alle, die sich einer schweren Schuld bewußt sind, sind zum Empfang des Bußsakraments verpflichtet. Darüber hinaus sind alle Gläubigen zur häufigen Beichte eingeladen. Denn sie empfangen durch das Bußsakrament reiche Gnade, wachsen im Geist der Buße, erkennen und überwinden besser ihre Fehler und Schwächen und werden fähiger zu einem freien, persönlicheren Bekenntnis.

 

Die Beichte:

 

1.        Begrüßung

Wenn der Beichtende den Beichtstuhl oder das Beichtzimmer betritt, begrüßt ihn der Priester. Dann macht der Beichtende das Kreuzzeichen und spricht:

Im Namen des Vaters und des Sohnes und des heiligen Geistes. Amen.

Priester: Gott, der unser Herz erleuchtet, schenke dir wahre Erkenntnis deiner Sünden und seiner Barmherzigkeit.

Antwort: Amen.

Bekenntnis und Gegnugtuung:

Es folgt das Bekenntnis der sünden und das Beichtgespräch, bei dem der Beichtende ein angemessenes Bußwerk zur Genugtuung für seine Sünden übernimmt.

 

Reuegebet und Lossprechung:

 

Nach seinem Bekenntnis soll der Beichtende ein kurzes Reuegebet sprechen. er kann z.B. sagen: Ich bereue, daß ich Böses getan und Gutes unterlassen habe. erbarme dich meiner, o Herr.

Der Priester erteilt die Lossprechung mit folgenden Worten:

Gott, der barmherzige Vater, hat durch den Tod und die Auferstehung seines Sohnes die Welt mit sich versöhnt und den heiligen Geist gesand zur Vergebung der sünden. Durch den Dienst der Kirche schenke er dir Verzeihung und Frieden.

So spreche ich dich los von deinen Sünden, im Namen des Vaters, des Sohnes und des heiligen Geistes.

 

Antwort des Beichtenden: AMEN.

 

Dann entläßt der Priester den Gläubigen, der die Vergebung seiner sünden empfangen hat, mit den Worten:

Der Herr hat dir die Sünden vergeben. Gehe hin in Frieden.

 





Gotteslob - Katholisches

Gebet- und Gesangbuch

14.50 EUR

Ausgabe für das Erzbistum Freiburg mit dem gemeinsamen Eigenteil für die Diözesen Freiburg und Rottenburg
Herder Freiburg /KNO
1120 Seiten Leinen
1994

 

Fragen Sie in ihrer Buchhandlung nach!

 

 

 

 

Grosser Gott, wir loben dich!
Herr, wir preisen deine Stärke!
Vor dir neigt die Erde sich
Und bewundert deine Werke.
Wie du warst vor aller Zeit,
So bleibst du in Ewigkeit.

 

Alles, was dich preisen kann,
Cherubim und Seraphinen,
Stimmen dir ein Loblied an,
Alle Engel, die dir dienen,
Rufen dir stets ohne Ruh:
Heilig, heilig, heilig zu.

 

Auf dem ganzen Erdenkreis
Loben Grosse und auch Kleine
Dich, Gott Vater; dir zum Preis
Singt die heilige Gemeine,
Sie verehrt auf seinem Thron
Deinen eingebornen Sohn.

 

Stehe denn, o Herr, uns bei,
Die wir dich in Demut bitten,
Die dein Blut dort machte frei,
Als du für uns hast gelitten.
Nimm uns nach vollbrachtem Lauf
Zu dir in den Himmel auf.

 

 

 

Wie ein Gesangbuch entsteht
Im Internet kann man verfolgen, wie das neue Gebet- und Gesangbuch entwickelt wird - Anregungen sind von allen erwünscht Im Gottesdienst unverzichtbar: Das Gotteslob. Foto: KNA-Bild

p>LIMBURG (ids).- Für regelmässige Gottesdienstbesucher ist es unverzichtbar: Das "Gotteslob", unser Gebet- und Gesangbuch. Eingeführt im Jahr 1975, ist das Gotteslob in die Jahre gekommen. Viel hat sich in dieser Zeit im Bereich der Kirchenmusik und der Liturgie getan. Aus diesem Grund haben die deutschsprachigen Bischofskonferenzen im Jahr 2001 den Auftrag erteilt, einen neuen Stammteil zu erarbeiten. Die Verantwortlichen hoffen, dass das neue Werk um das Jahr 2010 vorliegt. Zum Vergleich: Die Erarbeitung des "Gotteslob" hatte 13 Jahre in Anspruch genommen.

 

 

"Magnifikat"

"Meine Seele preist die Größe des Herrn,
und mein Geist jubelt über Gott, meinen Retter.
Denn auf die Niedrigkeit seiner Magd hat er geschaut.
Siehe, von nun an preisen mich selig alle Geschlechter
Denn der Mächtige hat Großes an mir getan,
und sein Name ist heilig.
Er erbarmt sich von Geschlecht zu Geschlecht
über alle die Ihn fürchten.
er vollbringt mit seinem Arm machtvolle Taten:
Er zerstreut, die im Herzen voll Hochmut sind;
er stürzt die Mächtigen vom Thron
und erhöht die Niedrigen.
Die Hungernden beschenkt er mit seinen Gaben
und läßt die Reichen leer ausgehen.
Er nimmt sich seines Knechtes Israel an
und denkt an sein Erbarmen,
das er unseren Vätern verheißen hat,
Abraham und seinen Nachkommen auf ewig."

Ich bekenne, Gott dem Allmächtigen
und allen Brüdern und Schwestern
dass ich Gutes unterlassen u. Böses getan habe.
Ich habe gesündigt in Gedanken, Worten und Werken
durch meine Schuld, durch meine Schuld, durch meine große Schuld.
Darum bitte ich die selige Jungfrau Maria, alle Engel und Heiligen und Euch, Brüder und Schwestern
für mich zu beten bei Gott, unserm Herrn.

Gebetet oder gesungen:

Bevor des Tages Licht vergeht,
o Herr der Welt, hör dies Gebet:
Behüte uns in dieser Nacht
Durch Deine große Güt und Macht.

Hüllt Schlaf die müden Glieder ein,
lass uns in Dir geborgen sein
und mach am Morgen uns bereit
zum Lobe Deiner Herrlichkeit.

Dank Dir, o Vater reich an Macht,
der über uns voll Güte wacht
und mit dem Sohn und Heilgen Geist
des Lebens Fülle uns verheißst.
Amen.

 

 

 

 

www.Nachtlaterne.de