Das schlimmste an der Sucht

 

Jede Form der Sucht konzentriert den Menschen so sehr auf das Objekt seiner Begierde, dass er alle anderen Lebensbezüge dabei mehr und mehr vernachlässigt und letztlich die wirklichen Belange seiner Mitmenschen und sich selber vergisst.

Schwere seelische Krankheiten und die Unfähigkeit sein Leben verantwortlich in die Hände zu nehmen sind die bitteren Konsequenzen.  Wie sehr wird sich heute die Verführbarkeit der Menschen zunutze gemacht, stets versehen mit der Bemerkung, dass ja niemand zu was gezwungen wird.

 

Christus sagt zur Verführung:

 

„Es muss ja Verführung geben, doch wehe dem, der zum Bösen verführt, es wäre besser er wäre nie geboren worden.“ 

                                                                                     Matthäus Evangelium

 

Die Verführung zu Drogen, Pornografie, Medienwelt, totalem Konsum usw. ist heute allgegenwärtig und macht die tiefere Erlebnisfähigkeit im Menschen und die Bindungskräfte der Treue kaputt. Können wir uns das wirklich leisten?!

 

Sucht wird nie die Seele nähren und das Herz und den Verstand des Menschen immer nur verschütten. Warum wohl nimmt das seelische Frieren immer bedrohlicher zu in der Welt? Durch die ständige Betäubung, Berieselung und Verblendung vergessen wir den Sinn des Lebens, vergessen wir Gott, vergessen wir die eigene Seele. Weil wir die Sucht selber zum Götzen erheben, hat Gott in unserem Leben nur wenig bis gar nichts verloren. Wo wir uns aber von Gott trennen, da trennen wir uns vom Leben selbst  und wenden uns zwangsläufig der Finsternis, dem Tod zu, der sich gerne als das Leben pur ausgibt. Von daher gesehen sind nicht wenige Menschen lebende Tote, die ihren inneren Zustand nicht mehr wahrnehmen. Die Krankheit unserer Tage ist der tiefe Unfriede mit Gott. Genau dieser Zustand wird aber bewusst herbeigeführt, weil dann die Gier nach leeren Inhalten triumphiert und die schützenden Gebote beiseite geschoben werden können, die dem rücksichtslosen Geschäftsinteressen im Wege stehen. Der Mensch wird zum Sklaven gemacht, seine Sklaverei aber als Freiheit ausgerufen, so dass wir die Sehnsuchtsfähigkeit nach echter Freiheit verlieren.

 

Wer durchbricht diesen bösen Zauber?

 

Wahrhaftig: Kein Kamel wäre so dumm verdurstend an einer echten Oase vorbeizuwanken, um sich dann einer Fata Morgana mit Leere zu betrinken und dafür mit dem ganzen Leben zu bezahlen.

 

Die Verführung gibt es, weil es den Verführer gibt. Wenn wir der Verführung keine Hindernisse mehr in den Weg stellen, die Verführung sogar durch Geschäftemacher und Gesetze begünstigen lassen, dann machen wir uns in schwerer Weise an den Seelen der Menschen schuldig und werden für diesen Hochverrat einmal die entsprechende Strafe erhalten. Wir sind allesamt mehr oder weniger verführbare Menschen, das aber darf kein Grund sein die Verführung zu unterstützen! Wir – insbesondere Kinder und Jugendliche – sind auf eine gute und geschützte Atmosphäre angewiesen!

 

Es ist ungeheuerlich, dass in Kirche, Staat, Medien, Industrie und Gesellschaft eine nahezu einvernehmliches Schweigen, ja oft sogar starke Zustimmung zur schweren Verführung herrscht. Ein derart uniformierter Zeitgeist, der so viele feige Untertanen und Vertreter hat, stürzt die ganze Menschheit ins Verderben! Wann wachen wir endlich auf und erkennen, dass schützende Moral kein Moralistentum ist?

 

Jesus spricht:

 

Und weil die Missachtung von Gottes (schützendem) Gesetz überhand nimmt, wird die Liebe bei vielen erkalten. Wer jedoch bis zum Ende standhaft bleibt, der wird gerettet.“ Matth. Ev.

 

Wir sind verpflichtet zum Widerstand gegen Drogen und Pornografie und eine ungezügelte Konsum-  Medienwelt. Dieses Gegenparadies zu Gottes Gerechtigkeit und Liebe macht unser Leben äußerst oberflächlich und plakativ und lässt unzählige Menschen in „schwarze Löcher“ sprich Massengräber fallen!

 

Weil wir vergessen haben wie tief die Liebe in uns sein kann, die Gott in uns ermöglicht, geben wir uns der Unreinheit hin, die das schnelle Vergnügen verspricht, aber alles wirklich lebendige erstickt.

Wir brauchen eine neue Sehnsucht nach Reinheit und Stille. Denn ohne Reinheit vertreiben wir die Liebe und ohne Stille gibt es keine Entwicklung. Nichts ist lebendiger als die Stille, obgleich sie uns doch oft unheimlich erscheint.

 

Warum gibt es keine ehrliche Aufklärung, warum werden Worte über die Liebe auf Sex und Kondome reduziert? Erkennt niemand wie gefährlich, gemein und reduziert das ist?

 

 

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