Ein ernstes Wort

 

Zu viele Menschen schon glaubten Gerechtigkeit ohne den machen zu können, der die Gerechtigkeit selber ist: GOTT. So verloren sie den Bezug zur Gerechtigkeit, auf die sie sich doch gleichzeitig lautstark beriefen. Sie wurden also zu „blinden Blindenführern“, vor den Christus schon so sehr warnt. Andere wiederum erkannten die Gerechtigkeit Gottes, wenn er sie mit Weisheit beschenkte, verloren aber dennoch die Gerechtigkeit, weil sich  innerlich wieder von Gott trennten, auf den sie sich aber gleichwohl weiterhin beriefen….

 

Außerhalb Gottes kann es gar keine Gerechtigkeit geben!

 

Ich könnte mich innerlich vollkommen von Gott trennen, aber dennoch ausrufen: Ich will Brot und Arbeit für alle und will dass man das Gute belohnt und das Schlechte bestraft. Objektiv gesehen wäre da kaum was einzuwenden und man müsste sagen: Ja, das ist gerecht und also ist das Gerechtigkeit. Stimmt das so? Wenn der objektive Maßstab für die Gerechtigkeit nicht mehr Gott ist, sondern nur noch das Wort, dann werden wir unweigerlich den Bezug zur Gerechtigkeit verlieren, weil nur Gott alleine die Gerechtigkeit ist. Aus diesem Grunde musste z.B. der Kommunismus zugrunde gehen. Denn er konnte verkünden was er wollte, er blieb ein Feind Gottes und damit ein Feind des Guten, von dem er sich getrennt hatte. Von den Fassaden her war der Kommunismus sauber und gerecht, hinter den Fassaden der Gottlosigkeit spielte sich aber maßloses Grauen und schreiendes Unrecht ab. Als Beispiel muss ich da nicht den Kommunismus oder der Faschismus nennen, ein Blick in die heutigen dekadenten Demokratien und die tödliche Starrheit des Islamismus genügen da vollkommen!

 

Nun müsste man sagen: Die Kirche, sie hat das unmittelbare Wort Gottes und also ist die Kirche gerecht. Ja! Aber die Kirche kann nur so gerecht sein als sie in Gott lebt. Wenn sie nur noch sein Wort hat, mit dem Herzen aber nicht an seinem Wort hängt, dann kann sie den gleichen Gang in finsterste Höhlen antreten, wie das auch schon andere im Vertrauen auf ihre eigene Gerechtigkeit und Stärke taten und sich vollkommen im Irrgarten der eigenen Gerechtigkeit verloren. 

 

Als Orientierungshilfe gab uns Gott einen Leitfaden seiner schützenden Gerechtigkeit: Die 10 Gebote. Überall, wo diese schützenden Gebote anerkannt werden wird auch Glaube sein, denn eine Welt, die nicht mehr glaubt, sondern nur noch ihren „Gewinn“ kennt und ihre Gier, die wird die schützenden Gebote Gottes als viel zu lästig und hinderlich über Bord werfen. Das kann ohne weiteres auch bei jenen Menschen geschehen, die sich auf Christus berufen, Christus aber in ihrem Innersten längst schon abgelehnt haben. Sie dienen dann einem Götzen den sie Christus nennen, der aber nicht Christus ist.

 

Es gibt keine Gerechtigkeit außerhalb von Gott!

 

Das gleiche muss man von der Liebe sagen: Da nur Gott alleine die Liebe ist und wir seine Geschöpfe, kann es außerhalb der Liebe Gottes keine Liebe geben und jeder Mensch muss damit also sich selbst und anderen zur unheimlichen Enttäuschung werden, wenn er nicht in der Liebe Gottes lebt. Die 68er sprachen viel von der „freien Liebe“ und luden die ganze Menschheit zur ganz großen Hurerei ein, um sich selbst zu befreien und jegliche Zwänge abzuwerfen. Diese „Liebe“ musste sich ins Gegenteil verkehren: In Millionenfache Abtreibungen, in Massenpornografie, Millionenfache Trennungen, Zerstörung der Familien, in die gezielte Zerstörung der Treue und damit in die Auflösung der Bindungsfähigkeit. Niemand auf der Welt hat den natürlichen Selbstschutz der Menschen, das Schamgefühl gegen Ausbeutung, gegen liebloses Objektdenken, mehr kaputt gemacht als die 68er und darum verschulden sie ein mindestens so großes Massengrab wie der Faschismus und der Kommunismus!

 

Weil nur Gott alleine die Liebe ist, kann es keine Liebe außerhalb Gottes geben. Wer was anderes behauptet, der verwechselt schwere Verführung mit Liebe. Wahre Liebe strebt nach dem ewigen Leben, nach dem Reich Gottes in unaussprechlicher Liebe und nimmt dazu den Hauptschlüssel zum ewigen Leben, die 10 Gebote, gerne in die Hand. Wem es aber nur um den schnellen Reiz zu tun ist, der wird die schützenden Gebote Gottes verwerfen und lieber den breiten und bequemen Weg ins Verderben gehen.

 

Wir leben heute in einer Zeit maßloser Verführung und jeder kann an sich selbst sehr schnell feststellen wie verführbar er ist. Wer sich dann aber auf den Wegen der Verführung vollkommen verliert und die Falle nicht erkennt und Gott nicht immer wieder um Vergebung bittet, bei dem doch Vergebung ist, der macht sich zum tatsächlichen Feind Gottes und darf auf keine Vergebung hoffen.

 

Von seiner Berufung her ist jeder Mensch ein Königskind der Liebe, diese Welt aber lehrt uns ausschließlich den Weg billiger Triebe und macht daraus das ganz große Geschäft, um die eigene Gier zu mästen. Das dabei Millionen und Abermillionen Menschen nicht nur mit ihrem Leib, sondern auch mit ihrem Herzen, ihrem Verstand und ihrer Seele zugrunde gehen, das wiegt anscheinend nicht viel.

 

Warnend sagt Christus: „Wehe dem, der zum Bösen verführt, es wäre besser er wäre nie geboren worden!“ Matth. Ev.

 

Viele klagen den Menschen an, der die Sünde anklagt, weil sie dann gleich mit dem Wort Jesu Christi kommen: „Richtet nicht auf dass ihr nicht gerichtet werdet!“ Wie kann man Jesus nur so falsch verstehen. Selbstverständlich sollen wir die Sünde auch als Sünder verurteilen!

Wir sollen nicht den Sünder verurteilen, wohl aber die Sünde! Denn wenn wir die Sünde nicht verurteilen, dann erweisen wir uns ihr gegenüber als liberal und tolerant und begünstigen damit maßloses Unrecht! Selbst ein Dieb darf und soll sagen: Der Diebstahl darf nicht legalisiert werden. Denn damit zeigt er ja an (falls es keine Heuchelei ist) dass ihm das Gesetz Gottes ins Herz geschrieben steht. Dass er selbst ein Dieb ist, das muss er mit Gott abmachen und dringend einen Weg der Umkehr suchen. Wenn der Dieb aber stiehlt und die Legalisierung des Diebstahls fordert und nicht an umkehr denkt, dann steht er im Gericht Gottes ganz bestimmt schlimmer da als ein Dieb, der den Weg der Umkehr suchte und sich gegen die Legalisierung des Diebstahls zur Wehr setzte.