Nur echte Aufklärung tut gut!

Das Fegefeuer

 

Zitat:

"Ganz abgesehen jedoch vom beweis, den Schrift und Tradition bieten, würde die Vernunft allein das Vorhandensein eines mittleren Zustandes zwischen Himmel und Hölle vermuten lassen, ja sogar fordern. Da "nichts Beflecktes in den Himmel eingehen kann", ergibt sich, dass eine Seele, die mit läßlicher Sünde oder nicht verbüßter Strafe aus diesem Leben geht, nicht in den Himmel kommen könnte. . Sie könnte gerechterweise nicht in die Hölle geschickt werden, die ewig währt, da eine solche Strafe in keinem verhältnis zu dem vergehen stünde. Es ist wahrscheinlich, dass sehr viele Menschen mit lässlichen Sünden sterben. Sie sind nicht würdig sofort in den Himmel einzugehen, können aber gerechterweise auch nicht zur Hölle verdammt werden. Es muß also noch einen anderen Zustand geben, wo die Strafe dem vergehen angepasst ist. Das gebietet schon die Vernunft. Der zustand, den die Vernunft fordert, ist das Fegefeuer, wo die Seele von läßlichen unvollkommenheiten gereinigt und dadurch in einen zustand versetzt werden, der es ihnen möglich macht, in die erhabene Gegenwart ihres Herrn und Schöpfers in der unaussprechlichen glückseligkeit des Himmels einzugehen. Der Brauch, für die Seelen der abgeschiedenheit zu beten, stimmt nicht nur mit der heiligen Schrift überein, sondern auch die Instinkte unserer Natur treiben uns dazu.  Die Lehre von der Gemeinschaft der Heiligen betont die soziale und geistige solidarität des Menschengeschlechts, indem sie Aufschluß darüber gibt, wie wir einander in zeiten der Not helfen können. Sie trägt viel dazu bei, dem tod seine Schrecken zu rauben. Da die ReformaToren des 16. Jahrhunderts diese Lehre leugneten, vergewaltigten sie nicht nur die Schrift und die seit sechzehn jahrhundertenungebrochene tradition der christlichen Kirche, sondern hemmten und störten auch unsere naturinstinkte und unser herzensverlangen. Sie zerschnitten die zarten Bande, welche die Erde mit dem Himmel verbinden, die Seele im Fleische mit der von ihrem irdischen gefäß befreite Seele. Wenn ich für meinen bruder auf der erde beten kann, warum kann ich nichtb weiter für ihn beten, wenn er die Schwelle zur Ewigkeit überschritten hat? Zerstört der tod nicht den Leib allein und lässt die Seele unversehrt? Lebt sie deshalb nicht immer noch und denkt, erinnert sich und liebt? Was für ein irdischer Grund besteht dann, dass ich nicht weiterhin an den Bruder denken und meine Liebe zu ihm nicht in nutzlosen tränen, sondern durch das wirksame mittel meines gebetes für ihn beweisen soll? Wo gibt es einen christen, der am offenen grab stehend und den Leichnam eines geliebten Menschen in seinen letzten ruheplatz gesenkt sehen könnte, ohne die  von Tränen getrübten Augen zum Himmel zu heben mit dem ruf: "O Gott, erbarme dich der Seele meines Lieben!" Ohne auf das Schweigen seines Bekenntnisses über die Wirksamkeit der Gebet für die Toten zu achten, lauscht der Protestant der Srtimme seines Herzens und antwortet in jener Universalsprache der Liebe und des Mitgefühls, die alle Menschen verstehen."   aus: "Meine Erlebnisse mit armen Seelen", von Maria Simmer, Christiana Verlag

 

Immer wieder ist in der Bibel vom Fegefeuer die Rede, so z.B. beim heiligen Paulus, der deutlich sagt, das Menschen im Zustand der inneren Unreinheit von Gott zwar gerettet werden können, jedoch "wie durch eine Feuer hindurch". Und Jesus fordert warnend dazu auf "auf dem Wege zum Gericht" mit dem "Richter" eine Einigung zu suchen, weil der unvorbereitete Mensch ansonsten seine ganze Schuld im Gefängnis absitzen muß. Neben den vielen Hinweisen auf das Fegefeuer warnt Jesus Christus auch über 30 mal vor der Hölle für unbußfertige Seelen und verknüpft die Frohbotschaft ohne wenn und aber mit der Aufforderung zur Buße und innerer Umkehr. Auch sagt Christus deutlich, dass dem Menschen alle Sünden verziehen werden können, nur nicht die Sünde gegen den heiligen Geist. Wie sehr wird der heilige Geist in unseren entwurzelten Tagen abgelehnt und verhöhnt, weil man aus der Sünde nicht mehr heraus will oder kann und den heiligen Geist somit für unerträglich erklärt!

 

Sowohl in der katholischen als auch in der evangelischen Kirche wird das Wort Gottes streng zensiert und schwer fahrlässig uminterpretiert. Das führt zwangsläufig zu einer großen Loslösung von Gottes schützenden Geboten und zu einem immer größer werdenden Leid und Unheil auf Erden. In der evangelischen Kirche wurde schon im Mittelalter das Kind mit dem Bade ausgeschüttet, also nicht alleine mit schweren Fehlern der Kirche aufgeräumt, sondern gleich auch mit Gottes Wort selber, auf das man gleichzeitig vorgab zu pochen.

 

 

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