Ohne Schuld?
Christus sagt: „Weil ihr sagt, wir sind ohne Schuld, bleibt
eure Schuld!“ Schuldzuweisungen
fallen bekanntlich leicht, weil der Finger dann automatisch von der eigenen
Person weg auf eine andere zielt. Wir werden in doppelter Weise schuldig! Wir
klagen weder die wirklich schuldigen im Land, noch uns selber an. Wir klagen
andere Menschen oft aus nichtigen Gründen an und unsere eigenen schweren Sünden
und Versäumnisse vergeben wir uns gerne, wenn gleich doch im tiefsten Inneren
das böse, leider eingelullte Gewissen aktiv bleibt und uns daran erinnert, dass
wir nicht von ungefähr „lebende Tote“ sind.
Aus wie viel nichtigen Anlässen heraus haben wir Krieg mit Nachbarn und
übersehen zur gleichen Zeit schwerste Verbrechen, die nur deswegen legalisiert
sind, weil wir in unserer Gleichgültigkeit sagen: Daran kannst du eh nichts
ändern.
„Wer bemerkt seine eigenen Fehler? Sprich mich frei
von Schuld, die mir nicht bewusst ist!“ Psalm 19/13
„Solang ich es verschwieg, waren meine Glieder matt,
den ganzen Tag musste ich stöhnen. Denn deine Hand lag schwer auf mir bei Tag
und bei Nacht; meine Lebenskraft war verdorrt wie durch die Glut des sommers.
(Sela) Da bekannte ich dir meine Sünde und verbarg nicht länger meine Schuld
vor dir. Ich sagte: Ich will dem Herrn meine Frevel bekennen. Und du hast mir
die Schuld vergeben. (Sela) Darum soll jeder Fromme in der Not zur dir beten;
fluten hohe Wasser heran, ihn werden sie nicht erreichen. Du bist mein Schutz,
bewahrst mich vor Not; du rettest mich und hüllst mich in Jubel.“ (Sela)
Psalm 32
Die Entsorgung der inneren
Schuld ist mehr als angebracht und kann nur durch Gott selbst und nicht durch
einen Psychologen bewerkstelligt werden.
Der Psychologe mag hier und da Hinweise geben, Vergebung der Schuld und damit
eine echte Heilung der Seele ist ihm aber nicht möglich. Daher ist eine gute
Beichte bei einem Priester durch nichts zu ersetzen. Leider sagen wir oft: „Bleib
wie du bist!“ Nein, bleib nicht wie du bist, denn wir haben Veränderung zum
Guten und zum Reich der Liebe bitter nötig.
Was würde Jesus zur
merkwürdigen Gerechtigkeit in Kirche, Staat, Medien, Industrie und Gesellschaft
sagen:
„Ihr seid wie die Gräber, die außen weiß angestrichen
sind und schön aussehen; innen aber sind sie voll Knochen, Schmutz und
Verwesung. So erscheint auch ihr von außen den Menschen gerecht, innen aber
seid ihr voll Heuchelei und Ungehorsam gegen Gottes Gesetz. (..) Ihr Nattern,
ihr Schlangenbrut! Wie wollt ihr dem Strafgericht der Hölle entrinnen?“
Matthäus 23
„Ich bin das Alpha und das Omega, der Erste und der
Letzte, der Anfang und das ende. Selig, wer sein Gewand wäscht: Er hat Anteil
am Baum des Lebens, und er wird durch die Tore der Stadt eintreten können.
Draußen bleiben die „Hunde“ und die Zauberer, die Unzüchtigen und die Mörder,
die Götzendiener und jeder, der die Lüge liebt und tut. Ich, Jesus, habe meine
Engel gesandt als Zeugen für das, was die Gemeinden betrifft. Ich bin die
Wurzel und der Stamm Davids, der strahlende Morgenstern. Der Geist und die
Braut aber sagen: Komm! Wer hört, der rufe: Komm! Wer durstig ist, der komme.
Wer will, empfange umsonst das Wasser des Lebens.“ Offenbarung
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