Verdursten lassen
Schockiert hörte man in den
vergangenen Wochen mehrfach Nachrichten über Eltern, die ihre eigenen Kinder
verdursten ließen. In einem Falle hatten sich eine leichtgläubige Mutter von
einer Heilpraktikerin einreden lassen es sei gut ihren Säugling viel weniger zu
stillen. Das Kind verdurstete daraufhin. Es ist grausam zu verdursten oder zu
verhungern und es schockiert doppelt, wenn der Tod eines Säuglings durch dessen
eigene Eltern oder durch den Einfluss falscher Ratgeber geschieht.
Welche Nahrung, welche
Flüssigkeit braucht die Seele eines Menschen? Jesus sagt: „Komm! Wer durstig ist, der
komme. Wer will, empfange umsonst das Wasser des Lebens.“ Offenbarung 22 Weiterhin fragt das Wort Gottes uns Menschen
warum wir uns von dem ernähren wollen was uns nicht satt macht.
Warum haben wir die Suche
nach echten Oasen aufgegeben und betrinken uns stattdessen an der einen oder
anderen Fata Morgana mit Leere? So muss es ja zu einer gefährlichen, oft sogar
tödlichen inneren Dürre kommen, zum seelischen Frieren, zum seelischen
Austrocknen, zu schwerer Gewalt, schwerer Gleichgültigkeit, zu einem tödlichen
Stolz gegen die schützenden Gebote Gottes! Weil wir auf diesem Weg nur noch die
Sorgen des Alltags kennen und oberflächliche Sichtweisen und Vergnügungen,
müssen wir zwangsläufig zu „lebenden Toten“ werden von denen Jesus schon so
warnend spricht…. Bei akuter seelischer
Unterversorgung wird das Leben immer plakativer und in diese dünne, kaum
tragfähige Schicht reißt es immer öfter „schwarze Löcher“ in die immer mehr
Menschen unauffindbar verschwinden. Erinnert sei in
diesem Zusammenhang an ca. 12 000 vollendete Selbstmorde und eine wesentlich
höhere Anzahl vermuteter Selbstmorde jedes Jahr in Deutschland. Erinnert sei an
das Milliardengeschäft mir der bindungsunfähig machenden Pornografie, die
Millionen Menschen zur totalen Untreue und damit zum Verrat und zur
Lieblosigkeit verführt. Die Rattenfänger haben Hochkonjunktur, die Religionen
werden beliebig erklärt, die Abtreibungen gehen in unserem Land in die
Millionen, die Psychiatrien sind überfüllt und den Wahrsagern wird die Türe
eingerannt. Die Argumente für den Tod
nehmen zu, die Argumente für das Leben nehmen ab und zwar in vielerlei
Hinsicht! Wir haben vor lauter falschen Tröstern echten Trost vergessen und vor
lauter lieblosen Trieben die Sehnsucht nach echter Liebe und echter Zuwendung. Sogar
an Kindern und Jugendlichen begehen falsche Aufklärer wie selbstverständlich
Hochverrat, weil sie unter Aufklärung nicht echte Liebe und die Vermittlung des
Wertes der Treue im Hinblick auf die Gotteskindschaft
des Menschen verstehen, sondern nur mehr Werbung für ungezügelten Sex und
Kondome machen. In was für eine innere
Armut sind wir gestürzt, die zwar glanzvoll überdeckt wird, aber immer mehr
„schwarze Löcher“ im Plakativen sichtbar macht. Solange die Geistlichen das
Wort Gottes unzensiert verkünden, werden die warnenden Worte Jesu Christi vor
dem Verderben - er spricht über 30 mal von der Hölle für unbußfertige Seelen! – deutlich
verlesen. Dann verstehen wir unter der Frohbotschaft Gottes, dass auch der
Sünder sich um Vergebung an Gott wenden darf. Da wir alle Sünder sind, sollen
wir den Sünder nicht verurteilen. Wer aber meint, dass in diesem Zusammenhang
auch die Sünde nicht mehr verurteilt werden darf, der arbeitet gegen Gott und gegen die Menschheit,
die doch auf Reinheit angewiesen ist. Landauf landab haben Geistliche einen liberalen Christus kreieren
und unterschlagen den Menschen das zuviel Liberalität zuviel Unrecht begünstigt.
Viele sind nicht mehr gute Diener Gottes. Wir sind von einer leidgeprüften Kirche, die sich dem Zeitgeist
entgegenstellt zu einer „Light“ –geprüften Kirche geworden, die oftmals keine
echten Angebote Gottes mehr verkündet und so also die Menschen innerlich
verdursten und verrohen lässt, bei gleichzeitigem glattem, täuschenden Gerede
von Liberalität, Humanität und Toleranz. So sammelt sich in jedem Menschen eine
gigantische Menge unentsorgter, vergifteter Seelenmüll an da wir das große
Gnadenangebot Gottes, die Beichte nicht annehmen und von deren Wert auch kaum
mehr in Kenntnis gesetzt werden. Wie schläfrig ist die Bischofskonferenz, die
vor dem Zeitgeist auf die Knie fällt und das auch noch einen Gottesdienst
nennt! Das große Sozialgetue allein vermag keinen Menschen innerlich zu
ernähren. Erinnert sei in diesem Zusammenhang an das Brotwunder Christi das er
aus Mitleid mit der hungrigen Menschenmenge, die seinem Wort gelauscht hatte,
geschehen ließ. Als aber diese Menschenmenge am nächsten Tag erneut vor ihm
stand sagte ihnen Jesus, dass sie nicht wegen seiner Worte sondern wegen der
Erwartung leiblicher Nahrung zu ihm gekommen seien. Jesus fand es
selbstverständlich Bedürftigen zu helfen, aber er verstand sich nicht als
Sozialamt Gottes, sondern als Ernährer der Seelen und machte entsprechende
Angebote! Es ist eine Tatsache, dass wir heute bei voller Verpflegung
verhungern!
Gottes Wort über die falschen
Wortführer des Volkes:
„Ihr habt mein Volk belogen, das so gerne auf Lügen
hört.“ Ezechiel 13