Du wirst Erfolg haben, wenn du
die Rechtsvorschriften gewissenhaft befolgst, die der Herr dem Mose für Israel
aufgetragen hat. Sei mutig und stark! Fürchte dich nicht und verzage
nicht. 1 Chronik 22/13
„Weh dem sündigen Volk, der schuldbeladenen Nation, der Brut von Verbrechern, den verkommenen Söhnen! Sie haben den Herrn verlassen, den Heiligen Israels haben sie verschmäht und ihm den Rücken gekehrt.“ Jes.¼
„Kommt her, wir wollen sehen, wer von uns recht hat, spricht der Herr. Wären eure Sünden auch rot wie Scharlach, sie sollen weiß werden wie Schnee. Wären sie rot wie Purpur, sie sollen weiß werden wie Wolle. Wenn ihr bereit seid zu hören, sollt ihr den Ertrag des Landes genießen. Wenn ihr aber trotzig seid und euch weigert, werdet ihr vom Schwert gefressen. Ja, der Mund des Herrn hat es gesprochen.“ Jesaja 1/18-20
„Verkriecht euch in Felsenhöhlen und Erdlöchern vor dem Schrecken des Herrn und vor seiner strahlenden Pracht, wenn er sich erhebt, um die Erde zu erschrecken. An jenem Tag nimmt jeder seine silbernen und goldenen Götzen, die er gemacht hat, um sie anzubeten, und wirft sie den Fledermäusen und Ratten hin; und man wird sich in den Spalten und Höhlen der Felsen verkriechen vor dem Schrecken des Herrn und vor seiner strahlenden Pracht, wenn er sich erhebt, um die Erde zu erschrecken.“
Jesaja 2/19-22
„Mein Volk, deine Führer führen dich in die Irre, sie bringen dich ab vom richtigen Weg. Der Herr steht bereit, um Recht zu sprechen; er steht da, um sein Volk zu richten. Der Herr geht ins Gericht mit den Ältesten und den Fürsten seines Volkes: Ihr habt den Weinberg geplündert; eure Häuser sind voll von dem, was ihr dem Armen geraubt habt. Wie kommt ihr dazu mein Volk zu zerschlagen? Ihr zermalmt - Spruch des Herrn der Heere.“
Jes. 3/12-15
„Weh euch, die ihr die Strafe wie mit Ochsenstricken herbeizieht und die Sünde wie mit Wagenseilen. Ihr sagt: Was er tun will, das tue er schnell; er soll sich beeilen, damit wir es sehen; was der Heilige Israels plant, treffe bald ein, wir wollen es wissen. Weh denen, die das Böse gut und das Gute böse nennen, die die Finsternis zum Licht und das Licht zur Finsternis machen, die das Bittere süß und das Süße bitter machen. Weh denen, die in ihren Auge weise sind und sich selbst für klug halten. Wehe denen die Helden sind, wenn es gilt, Wein zu trinken, und tapfer, wenn es gilt starke Getränke zu brauen, die den Schuldigen für Bestechungsgeld freisprechen, und dem Gerechten sein Recht vorenthalten. Darum: Wie des Feuers Zunge die Stoppel frißt und wie das Heu in der Flamme zusammensinkt, so soll ihre Wurzel verfaulen und ihre Blüte wie Staub aufgewirbelt werden. Denn sie haben die Weisungen des Herrn der Heere von sich gewiesen und über das Wort des Heiligen Israels gelästert.“
Jesaja 5/18-24
„Tobt ihr Völker! Ihr werdet doch zerschmettert. Horcht auf, ihr Enden der Erde! Rüstet nur! Ihr werdet doch zerschmettert. Rüstet! Ihr werdet zerschmettert. Macht nur Pläne! Sie werden vereitelt. Was ihr auch sagt, es kommt nicht zustande. Denn Gott ist mit uns“ Jes. 8/9-10
„Die Vernichtung ist beschlossen, die Gerechtigkeit flutet heran. Ja, Gott, der Herr der Heere, vollstreckt auf der ganzen Erde die Vernichtung, die er beschlossen hat.“
Jesaja 10/23
„Die Erde ist entweiht durch ihre Bewohner; denn sie haben die Weisungen übertreten, die Gesetze verletzt, den ewigen Bund gebrochen. Darum wird ein Fluch die Erde zerfressen; ihre Bewohner haben sich schuldig gemacht. Darum schwinden die Bewohner der Erde dahin, nur wenige Menschen werden übrig gelassen.“ Jes. 24/5-6
„Ihr habt gesagt: Wir haben mit dem Tod ein Bündnis geschlossen, wir haben mit der Unterwelt einen Vertrag gemacht. Wenn die Flut heranbraust, erreicht sie uns nicht; denn wir haben unsere Zuflucht zur Lüge genommen und uns hinter der Täuschung versteckt.“ Jes. 28/15
„Nur in Umkehr und Vertrauen liegt eure Rettung, nur Stille und Vertrauen verleihen euch Kraft. Doch ihr habt nicht gewollt, sondern gesagt: Nein, auf Rossen wollen wir dahinfliegen. Darum sollt ihr jetzt fliehen. Ihr habt gesagt: Auf Rennpferden wollen wir reiten. Darum rennen die Verfolger euch nach. Tausende werden zittern, wenn ein einziger droht, wenn nur fünf euch drohen, ergreift ihr alle die Flucht, bis das, was von euch übrig ist, aussieht wie ein Fahnenmast auf dem Gipfel eines Berges, wie ein Feldzeichen auf dem Hügel.“ Jesaja 30/15-17
„Wen hast du beschimpft und verhöhnt, gegen wen die Stimme erhoben, auf wen voll Hochmut herabgeblickt? Auf den Heiligen Israels.“ Jes. 37/23
„Das Gras verdorrt, die Blume verwelkt, wenn der Atem des Herrn darüberweht. Wahrhaftig, Gras ist das Volk. Das Gras verdorrt, die Blume verwelkt, doch das Wort unseres Gottes bleibt in Ewigkeit.“ Jes. 40 7-8
„Seht ihr seid nichts, euer Tun ist ein Nichts; einen Greuel wählt, wer immer euch wählt.“ Jes. 41/24
„Wer von euch den Herrn fürchtet, der höre auf die Stimme seines Knechtes. Wer im Dunkel lebt und wem kein Licht leuchtet, der vertraue auf den Namen des Herrn und verlasse sich auf seinen Gott. Ihr alle aber, die ihr Feuer legt und Brandpfeile entzündet, sollt in die Glut eures eigenen Feuers laufen und in die Brandpfeile geraten, die ihr entflammt habt. Durch meine Hand kommt das über euch; am Ort der Qualen werdet ihr liegen. Hört auf mich, die ihr der Gerechtigkeit nachjagt und die ihr den Herrn sucht. Blickt auf den Felsen, aus dem ihr gehauen seid, auf den Schacht, aus dem ihr herausgebohrt wurdet.“
Jesaja 51
„Auch wenn die Berge von ihrem Platz weichen und die Hügel zu wanken beginnen - meine Huld wird nie von dir weichen und der Bund meines Friedens nicht wanken, spricht der Herr, der Erbarmen hat mit dir.“ Jes. 54/10
Ihr Tiere auf dem Feld, kommt
alle, und freßt, kommt alle, ihr Tiere im Wald! Die Wächter des Volkes sind
blind, sie merken allesamt nichts. Es sind lauter stumme Hunde, sie können
nicht bellen. Träumend liegen sie da und haben gern ihre Ruhe. Aber gierig sind
diese Hunde, sie sind unersättlich. So sind die Hirten: Sie verstehen nicht
aufzumerken. Jeder geht seinen eigenen Weg und ist ausschließlich auf seinen
eigenen Vorteil bedacht;“
Jes.56/9-11
„Seht her, die Hand des Herrn ist nicht zu kurz, um zu helfen, sein Ohr ist nicht schwerhörig, so daß er nicht hört. Nein, was zwischen euch und eurem Gott steht, das sind eure Vergehen; eure Sünden verdecken sein Gesicht, so daß er euch nicht hört. Denn eure Hände sind mit Blut befleckt, eure Finger mit Unrecht. Eure Lippen lügen, eure Zungen flüstern (Worte voll) Bosheit. Keiner bringt gerechte Klagen vor, keiner hält ehrlich Gericht. Man stützt sich auf Nichtigkeiten und stellt haltlose Behauptungen auf; man geht schwanger mit Unheil und bringt Verderben zur Welt. Schlangeneier brüten sie aus und weben Spinngewebe. Wer von ihren eiern ißt, muß sterben; zerdrückt man eines, kriecht eine Natter heraus. Die Fäden, die sie spinnen, taugen nicht zu Gewändern, man kann sich nicht bekleiden mit dem, was sie erzeugen. Ihre Taten sind Taten des Unheils, Gewalttat ist in ihren Händen. Sie laufen dem Bösen nach, schnell sind sie dabei, unschuldiges Blut zu vergießen. Ihre Gedanken sind Gedanken des Unheils, Scherben und Verderben sind auf ihren Straßen. Den Weg des Friedens kennen sie nicht, auf ihren Spuren gibt es kein Recht. Sie gehen krumme Pfade; keiner, der ihnen folgt, lernt den Frieden kennen. Darum bleibt das Recht von uns fern, die Gerechtigkeit erreicht uns nicht. Wir hoffen auf Licht, doch es bleibt finster; wir hoffen auf den Anbruch des Tages, doch wir gehen im dunkeln. Wir tasten uns wie blinde an der Wand entlang und tappen dahin, als hätten wir keine Augen. Wir stolpern am Mittag, als wäre schon Dämmerung, wir leben im Finstern wie die Toten. Wir brummen alle wie Bären und gurren wie Tauben. Wir hoffen auf unser Recht, doch es kommt nicht, und auf Rettung, doch sie bleibt uns fern. Denn unsere Frevel gegen dich sind zahlreich, unsere Sünden klagen uns an. Wir sind uns unserer Vergehen bewußt, wir kennen unsere Schuld: Untreue und Verleugnung des Herrn, Abkehr von unserem Gott. Wir reden von Gewalttat und Aufruhr, wir haben Lügen im Herzen und sprechen sie aus. So weicht das Recht zurück, die Gerechtigkeit bleibt in der Ferne. Die Redlichkeit kommt auf dem Marktplatz zu Fall, die Rechtschaffenheit findet nirgendwo Einlaß. Jede Redlichkeit wird vermißt, wer das Böse meidet, wird ausgeraubt. Das hat der Herr gesehen, und ihm mißfiel, daß es kein Recht mehr gab. Er sah, daß keiner sich regte, und war entsetzt, daß niemand einschritt. Da half ihm sein eigener Arm, seine eigene Gerechtigkeit war seine Stütze. Er legte die Gerechtigkeit an wie einen Panzer und setzte den Helm der Hilfe auf. Er machte die Rache zu seinem Gewand und umhüllte sich mit leidenschaftlichem Eifer wie mit einem Mantel.“ Jesaja 59
„Ich wäre zu erreichen gewesen
für die, die nicht nach mir fragten, ich wäre zu finden gewesen für die, die
nicht nach mir suchten. Ich sagte zu einem Volk, das meinen
Namen nicht anrief: Hier bin ich, hier bin ich. Den ganzen Tag streckte ich
meine Hände aus nach einem abtrünnigen Volk, das einen Weg ging, der nicht gut
war, nach seinen eigenen Plänen, nach einem Volk, das in seinem Trotz mich
ständig ärgert.“ Jesaja 65/1-2
„Dann wird man hinausgehen, um die Leichen derer sehen, die sich gegen mich aufgelehnt haben. Denn der Wurm in ihnen wird nicht sterben, und das Feuer in ihnen wird niemals erlöschen; ein Ekel sind sie für alle Welt.“ Jesaja
„Aber ich gehe ins Gericht mit dir, weil du sagst: Ich habe mich nicht versündigt. Wie kannst du nur so leicht bereit sein, deinen Weg zu wechseln!“ Jer. 2/35-36
„O mein Leib, mein Leib! Ich winde mich vor Schmerz. O meines Herzens Wände! Mein Herz tobt in mir; ich kann nicht schweigen.“ Jer. 4/19
„Ich machte sie satt, doch sie trieben Ehebruch und waren zu Gast im Dirnenhaus. Hengste sind sie geworden, feist und geil, jeder wiehert nach der Frau seines Nächsten. Sollte ich das nicht bestrafen - Spruch des Herrn - und an einem solchen Volk keine Rache nehmen?“ Jer. 5/7-9
Ja, Frevler gibt es in meinem Volk; sie lauern gebückt wie Vogelsteller, Fallen stellen sie auf, Menschen wollen sie fangen. Wie ein Korb mit Vögeln gefüllt ist, so sind ihre Häuser voll betrug; dadurch sind sie mächtig und reich geworden, fett und feist. Auch sündigen sie durch ruchloses Tun. Das Recht pflegen sie nicht, das Recht der Waisen, die Erfolg erwarten, und die Sache der Armen entscheiden sie nicht. Sollte ich das nicht bestrafen - Spruch des Herrn - und an solch einem Volk keine Rachen nehmen? Wüstes, Gräßliches geschieht im Land: Die Propheten weissagen Lüge, und die Priester richten ihre Lehre nach ihnen aus; mein Volk aber liebt es so. Doch was werdet ihr tun, wenn es damit zu Ende geht? Jer. 5/26-31
„Sie sind doch alle, vom Kleinsten bis zum Größten, nur auf Gewinn aus; vom Propheten bis zum Priester betrügen sie alle. Den Schaden meines Volkes möchten sie leichthin heilen, indem sie rufen: Heil, Heil! Aber kein Heil ist da. Schämen müßten sie sich, weil sie Greuel verüben. Doch sie schämen sich nicht; Scham ist ihnen unbekannt. Deshalb müssen sie fallen, wenn die anderen fallen. Sobald ich sie zur Rechenschaft ziehe, werde ich sie stürzen, spricht der Herr.“ Jer. 6/13-15
„Zum Prüfer für mein Volk habe ich dich bestellt (zum Metallprüfer); du sollst sein Verhalten erkennen und prüfen. Sie alle sind schlimme Empörer, Verleumder sind sie, Bronze und eisen sind sie, alle zusammen Verbrecher. Der Blasebalg schnaubt, doch das Blei bleibt unberührt vom Feuer. Umsonst versucht der Schmelzer zu schmelzen; die bösen lassen sich nicht ausscheiden. „Verworfenes Silber“ nennt man sie; denn verworfen hat sie der Herr.“ Jer. 6/27-30
Du sollst zu ihnen sagen: So spricht der Herr: Wer hinfällt, steht der nicht wieder auf? Wer vom Weg abkommt, kehrt der nicht wieder zurück? Warum wendet dieses Volk sich ab (Jerusalem) und beharrt auf der Abkehr? Warum hält es am Irrtum fest, weigert sich umzukehren? Ich horche hin und höre: Schlechtes reden sie, keiner bereut sein böses Tun und sagt: Was habe ich getan? Jeder wendet sich ab und läuft weg, schnell wie ein Roß, das im Kampf dahinstürmt. Selbst der Storch am Himmel kennt seine Zeiten; Turteltaube, Schwalbe und Drossel halten die Frist ihrer Rückkehr ein; mein Volk aber kennt nicht die Rechtsordnung des Herr. Wie könnt ihr sagen: Weise sind wir, und das Gesetz ist bei uns? Ja! Aber der Lügengriffel der Schreiber hat es zur Lüge gemacht. Zuschanden werden die Weisen, sie stehen bestürzt da und werden gefangen. Das Wort des Herrn haben sie verworfen, und ihre eigene Weisheit, was nützt sie ihnen? Jer. 8/4-9
Sie machen ihre Zunge zu einem gespannten bogen; Lüge, nicht Wahrhaftigkeit herrscht im Land. Ja, sie schreiten von Verbrechen zu Verbrechen; mich aber kennen sie nicht - Spruch des Herrn. Nehmt euch in acht vor eurem Nächsten, keiner traue seinem Bruder! Denn jeder Bruder betrügt und jeder nächste verleumdet. Ein jeder täuscht seinen Nächsten, die Wahrheit reden sie nicht. Sie haben ihre Zunge an Lügen gewöhnt, sie handeln verkehrt, zur Umkehr sind sie zu träge. Überall Unterdrückung, nichts als Betrug! Sie weigern sich, mich zu kennen - Spruch des Herrn - Darum - so spricht der Herr der Heere: Ja, ich werde sie schmelzen und prüfen; denn wie sollte ich sonst verfahren mit der Tochter, meinem Volk? Ein tödlicher Pfeil ist ihre Zunge, trügerisch redet ihr Mund; Friede sagt man zum Nächsten, doch im Herzen plant man den Überfall. Sollte ich sie dafür nicht bestrafen - Spruch des Herrn - und an einem solchen Volk keine Rache nehmen? Erhebt über die Berge hin Weinen und Klagen, über die Weideplätze der Steppe ein Totenlied. Jer. 9/1-9
Ist mir mein Erbteil zur Höhle
einer Hyäne geworden, daß Raubvögel es umlagern? Auf, sammelt euch, alle Tiere
des Feldes, kommt zum Fraß! Hirten in großer Zahl haben meinen Weinberg
verwüstet, mein Feld zertreten, mein prächtiges Feld zur Öde gemacht. Man hat
es in dürres Ödland verwandelt, verwüstet liegt es vor mir. Das ganze Land ist
verödet, doch keiner nimmt sich das zu Herzen.
Jer. 12/9-11
Hört und merkt auf! Seid nicht hochmütig; denn der Herr redet. Erweist dem Herrn, eurem Gott, die Ehre, bevor es dunkel wird, bevor eure Füße straucheln auf dämmrigen Bergen. Wartet ihr dann auf das Licht - er verwandelt es in Finsternis und macht es zur Dunkelheit. Wenn ihr aber darauf nicht hört, so muß ich im Verborgenen weinen über den Hochmut, und mein Auge muß ohne unterlaß Tränen vergießen, da die Herde des Herrn weggeführt wird. Sagt zum König und zur Königin: Setzt euch tief hinunter; denn eure prächtige Krone sinkt euch vom Haupt. Jer. 13/15-18
Verflucht der Mann, der auf Menschen vertraut, der auf schwaches Fleisch sich stützt, und dessen Herz sich abwendet vom Herrn. Er ist wie ein kahler Strauch in der Steppe, der nie einen Regen kommen sieht; er bleibt auf dürrem Wüstenboden, im salzigen Land, wo niemand wohnt. Gesegnet der Mann, der auf den Herrn sich verläßt und dessen Hoffnung der Herr ist. Er ist wie ein Baum, der am Wasser gepflanzt ist und am Bach seine Wurzeln ausstreckt: Er hat nichts zu fürchten, wenn Hitze kommt; seine Blätter bleiben grün; auch in einem trockenen Jahr ist er ohne Sorge, unablässig bringt er seine Früchte. Jer. 17/5-8
Über die Propheten: Mir bricht
das Herz in der Brust, alle meine Glieder zittern. Wie ein Betrunkener bin ich,
wie ein Mann, der vom Wein überwältigt ist, wegen des Herrn und seiner heiligen
Worte: Voll von Ehebrechern ist das Land; ja, wegen des Fluches vertrocknet das
Land, sind die Weideplätze der Steppe verdorrt. Schlechtigkeit ist ihr Ziel,
unrecht ihre Stärke. Sogar Propheten und Priester sind ruchlose Frevler, selbst
in meinem Haus stoße ich auf ihre Schlechtigkeit - Spruch des Herrn . Deshalb wird ihr Weg für die wie ein schlüpfriger
Pfad; sie stürzen in der Finsternis, sie kommen darin zu Fall. (..) Sie brechen
die Ehe, gehen mit Lügen um und bestärken die Bösen, so daß keiner umkehrt von
seinem bösen Treiben.
Jer. 23/9-14
Sie betören euch nur; sie
verkünden Visionen, die aus dem eigenen Herzen stammen, nicht aus dem Mund des
Herrn. Immerzu sagen sie denen, die das Wort des Herrn verachten: Das Heil ist
euch sicher!; und jedem, der dem Trieb seines Herzens
folgt, versprechen sie: Kein Unheil kommt über euch. Doch wer hat an der
Ratsversammlung des Herrn teilgenommen, hat ihn gesehen und sein Wort gehört?
(..) Ich habe diese Propheten nicht ausgesandt, dennoch laufen
sie; ich habe nicht zu ihnen gesprochen, dennoch weissagen sie. Hätten sie an
meiner Ratsversammlung teilgenommen, so könnte sie meinem Volk meine Worte
verkünden, damit es umkehrt von seinem schlechtem Weg
und von seinen Taten. Jer. 23/ 16-22
Denn „die Last“ ist für jeden sein eigenes Wort, weil ihr die Worte des lebendigen Gottes, des Herrn der Heere, unseres Gottes, verdreht habt. Jer. 23/36
Ist nicht mein Wort wie Feuer - Spruch des Herrn - und wie ein Hammer, der Felsen zerschmettert? Jer. 23/29
Denn seht, bei der Stadt, über der mein Name ausgerufen ist, beginne ich mit dem Unheil, und da sollt ihr ungestraft bleiben? Nein, ihr werdet nicht ungestraft bleiben; denn ich rufe das Schwert gegen alle Bewohner der Erde - Spruch des Herrn der Heere. Jer. 25/29
Zu allen Erdbewohnern dringt der Schall, ja bis ans Ende der Erde; denn der Herr hat einen Rechtsstreit mit den Völkern: Er hält Gericht über alle Sterblichen und liefert die Schuldigen dem Schwert aus - Spruch des Herrn. So spricht der Herr der Heere: Seht, Unheil schreitet von Volk zu Volk, ein gewaltiger Sturm bricht los von den Grenzen der Erde. Die vom Herrn Erschlagenen liegen an jenem Tag von einem ende der Erde bis zum andern. Man beklagt sie nicht, man sammelt sie nicht und begräbt sie nicht; sie werden zum Dünger auf dem Acker.
Jer 25/31-33
Klagt ihr Hirten und schreit;
wälzt euch im Staub, ihr Herren der Herde! Denn die
Zeit ist gekommen, daß ihr geschlachtet werdet; ich zerschmettere euch, daß ihr
berstet wie ein Prunkgefäß. Es gibt keine Flucht mehr für die Hirten, kein
Entrinnen für die Herren der Herde. Horcht, wie die Hirten schreien und die
Herren der Herde wehklagen, weil der Herr ihre Weide verwüstet. Verdorrt sind
die friedlichen Wiesen vor dem glühenden Zorn des Herrn. Er verläßt sein
Versteck wie ein Löwe; ihr Land ist zu einem Bild des Entsetzens geworden durch
sein rasendes Schwert und durch die Glut seines Zorns. Jer. 25/31-38
So spricht der Herr, der die Erde erschaffen, sie geformt und fest gegründet hat, Jahwe ist sein Name: Rufe zu mir, so will ich dir antworten und dir große unfaßbare Dinge mitteilen, die du nicht kennst. Jer. 33/2-3
Ausgeschüttet auf die Erde ist mein Herz über den Zusammenbruch der Tochter, meines Volkes. Kl.2/11
Die
Zusammenbruch ist groß wie das Meer, wer kann dich heilen? Deine Propheten
schauten dir Lug und Trug. Deine schuld haben sie nicht aufgedeckt, um dein
Schicksal zu wenden. Sie schauten dir als Prophetenworte nur Trug und
Verführung. Klagelieder
2/13-14
Wie ein Bach laß fließen die Tränen Tag und Nacht! Niemals gewähre dir Ruhe, nie laß dein Auge rasten! Steh auf, klage bei Nacht, zu jeder Nachtwache Anfang! Schütte aus wie Wasser dein Herz vor dem Angesicht des Herrn! Erhebe zu ihm die Hände für deiner Kinder Leben.
Klag. 2/18-19
Wir haben gesündigt und getrotzt; du aber hast nicht vergeben. Klag. 3/42
Die Krone ist uns vom Haupt gefallen, Weh uns, wir haben gesündigt. Darum ist krank unser Herz, darum sind trüb unsere Augen. Klag. 5/16-17
Euren Ernährer habt ihr vergessen, den ewigen Gott.
Baruch 4/8
Ich aber, wie kann ich euch helfen? Nur er, der das Unglück über euch brachte, kann euch der Hand eurer Feinde entreißen. So geht, meine Kinder, geht fort! Ich bleibe ja einsam zurück. Abgelegt habe ich das Gewand froher Zeiten, angezogen das Bußkleid meines Elends. Zum Ewigen will ich rufen, solange ich lebe. Baruch 4/17-20
Du aber, Menschensohn, fürchte dich nicht vor ihnen, hab keine Angst vor ihren Worten! Wenn dich auch Dornen umgeben und du auf Skorpionen sitzt, hab keine Angst vor ihren Worten, und erschrick nicht vor ihrem Blick; denn sie sind ein widerspenstiges Volk. Du sollst ihnen meine Worte sagen, ob sie hören oder nicht, denn sie sind widerspenstig Ez. 2/6-7
Am Ende der sieben Tage erging das Wort des Herrn an mich: Menschensohn, ich gebe dich dem Haus Israel als Wächter. Wenn du ein Wort aus meinem Mund hörst, mußt du sie vor mir warnen. Wenn ich zu einem, der sich schuldig gemacht hat, sage: Du muß sterben!, und wenn du ihn nicht warnst, damit er am Leben bleibt, dann wird der Schuldige seiner Sünden wegen sterben; von dir aber fordere ich Rechenschaft für sein Blut. Wenn du aber den Schuldigen warnst und er sich von seiner Schuld und seinem schuldhaften Weg nicht abwendet, dann wird er seiner Sünden wegen sterben; du aber hast dein Leben gerettet. Und wenn ein Gerechter sein rechtschaffenes Leben aufgibt und Unrecht tut, werde ich ihn zu Fall bringen, und er wird sterben, weil du ihn nicht gewarnt hast. Seiner Sünden wegen wird er sterben, und an seine gerechten Taten von einst wird man nicht mehr denken. Von dir aber fordere ich Rechenschaft für sein Blut. Wenn du aber den Gerechten davor warnst zu sündigen, und er sündigt nicht, dann wird er am Leben bleiben, weil er gewarnt wurde, und du hast dein Leben gerettet.
Ez. 4/16-21
Ich wende mein Auge von ihnen ab, und man wird meinen kostbaren Besitz entweihen. Räuber werden kommen und ihn entweihen. Sie werden ein Blutbad anrichten; denn das Land ist voll von Todesurteilen, und die Stadt ist voll von Gewalttat. Ich führe die schlimmsten Völker herbei, damit sie die Häuser besetzen. Ich mache dem Hochmut der Mächtigen ein Ende, ihre Heiligtümer werden entweiht. Dann bekommen sie angst und suchen Frieden; doch es wird keinen geben. Unglück kommt über Unglück, und eine Schreckensnachricht folgt der anderen. Sie verlangen vom Propheten Visionen. Doch der Priester gibt keinen Bescheid, die Ältesten wissen keinen Rat. Der König ist voll Trauer, der Fürst in Entsetzen gehüllt, den Bürgern des Landes erlahmen die Hände. Ich will sie behandeln, wie es ihr Verhalten verdient, und will ihnen das Urteil sprechen, das ihren Urteilen entspricht. Dann werden sie erkennen, daß ich der Herr bin. Ez. 7/22-27
Euer Auge soll kein Mitleid zeigen, gewähre keine Schonung! Alt und jung, Mädchen, Kinder und Frauen sollt ihr erschlagen und umbringen. Doch von denen, die das T auf der Stirne haben, dürft ihr keinen anrühren. Beginnt in meinem Heiligtum! Da begannen sie bei den Ältesten, die vor dem Tempel standen. Er sagte zu ihnen: Macht den Tempel unrein, füllt seine Höfe mit Erschlagenen! Dann geht hinaus, und schlagt in der Stadt zu! Sie schlugen zu und ich allein blieb übrig; da fiel ich nieder auf mein Gesicht und schrie: Ach, Herr und Gott, willst du deinen ganzen Zorn über Jerusalem ausschütten und auch noch den letzten Rest Israels vernichten? Er sagte zu mir: Die Schuld des Hauses Israel und des Hauses Juda ist groß, ja übergroß. Das Land ist voll Blutschuld, die Stadt ist voll Unrecht. Sie sagen: Der Herr sieht es nicht; der Herr hat das Land verlassen. Darum zeigt mein Auge kein Mitleid, und ich übe keine Schonung. Ihr Verhalten lasse ich auf sie selbst zurückfallen. Ez. 9/5-11
Sie führen mein Volk in die Irre und verkünden Heil, wo es kein Heil gibt, und wenn das Volk eine Mauer aufrichtet, dann übertünchen sie. Deshalb sag denen, die sie übertünchen: Sie wird einstürzen. Es kommt ein Wolkenbruch, Hagel fällt wie Steine vom Himmel, ein Sturm bricht los, und schon stürzt die Mauer ein. Wird man dann nicht zu euch sagen: Wo ist jetzt eure Tünche? Darum - so spricht Gott, der Herr: Ich lasse in meinem Zorn einen Sturm losbrechen, in meinem Groll schicke ich einen Wolkenbruch, in meinem Zorn einen verheerenden Hagelschlag. Ich reiße die Wand ein, die ihr übertüncht habt, ich lasse sie zu Boden stürzen, und ihr Fundament wird bloßgelegt. Und wenn sie einstürzt, werdet ihr in ihren Trümmern umkommen. Dann werdet ihr erkennen, daß ich der Herr bin. Ich lasse meinen Zorn an der Mauer aus und an denen, die sie übertüncht haben, und ich sage euch: Die Mauer ist weg, und weg sind die, die sie übertüncht haben, die Propheten Israels, die über Jerusalem prophezeien und der Stadt mit ihren Visionen Heil versprechen, obwohl es kein Heil gibt - Spruch Gottes, des Herrn. Ez.13/10-16
Meint ihr, ihr könnt in meinem
Volk Menschen jagen und Menschen verschonen, je nachdem, wie es euch paßt? (..)
Ihr habt mein Volk belogen, das so gern auf Lügen hört.
Ez. 13/18-20
Wenn der Schuldige sich von allen Sünden, die er getan hat, abwendet, auf alle meine Gesetze achtet und nach Recht und Gerechtigkeit handelt, dann wird er bestimmt am Leben bleiben und nicht sterben. Keines der Vergehen, deren er sich schuldig gemacht hat, wird ihm angerechnet. Wegen seiner Gerechtigkeit wird er am Leben bleiben. Habe ich etwa Gefallen am Tod des Schuldigen - Spruch Gottes, des Herrn - und nicht vielmehr daran, daß er seine böse Wege verläßt und so am Leben bleibt? Wenn jedoch ein Gerechter sein rechtschaffenes Leben aufgibt, wenn er Unrecht tut und all die Greueltaten begeht, die auch der Böse verübt, sollte er dann etwa am Leben bleiben? Keiner seiner gerechten Taten wird ihm angerechnet. Wegen seiner Treulosigkeit und wegen der Sünde, die er begangen hat, ihretwegen muß er sterben.
Ez. 18/21-25
Lebt nach meinen Gesetzen, achtet auf meine Rechtsvorschriften, und befolgt sie. Haltet meine Sabbattage heilig; sie sollen das Zeichen (des Bundes) zwischen mir und euch sein. Daran wird man erkennen, daß ich, der Herr, euer Gott bin. Aber die Söhne widersetzten sich mir. Sie lebten nicht nach meinen Gesetzen, und sie beachteten und befolgten meine Rechtsvorschriften nicht, die der Mensch befolgen muß, damit er durch sie am Leben bleibt. Ez. 20/19-21
Löwe der Völker, jetzt bist du verstummt. Und doch warst du wie ein Krokodil in den Seen, hast die Flüsse aufgepeitscht, das Wasser mit deinen Füßen beschmutzt und die Fluten aufgewühlt. So spricht Gott, der Herr: Ich werfe über dich mein Netz, ein Heer von vielen Völkern, die ziehen dich herauf in meinem Schleppnetz. Dann werfe ich dich aufs Land, schleudere dich aufs freie Feld.
Ez.32/2-4
So spricht Gott, der Herr: Weh
den Hirten Israels, die nur sich selbst weiden. Müssen die Hirten nicht die
Herde weiden? Ihr trinkt die Milch, nehmt die Wolle für eure Kleidung und
schlachtet die fetten Tiere; aber die Herde führt ihr nicht auf die Weide. Die
schwachen Tiere stärkt ihr nicht, die Kranken heilt ihr nicht, die verletzten
verbindet ihr nicht, die verscheuchten holt ihr nicht zurück, die verirrten
sucht ihr nicht, und die starken mißhandelt ihr. Und weil sie keinen Hirten
hatten, zerstreuten sich meine Schafe und wurden eine Beute der wilden Tiere.
Meine Herde irrt auf allen Bergen und Höhen umher und war über das ganze Land
verstreut. Doch keiner kümmerte sich um sie; niemand suchte sie. Darum, ihr
Hirten, hört das Wort des Herrn: So wahr ich lebe - Spruch Gottes, des Herrn:
Weil meine Herde geraubt wurde und weil meine Schaffe eine Beute der wilden
Tiere wurden - denn sie hatten keine Hirten - und weil meine Hirten nicht nach
meiner Herde fragten, sondern nur sich selbst und nicht meine Herde weideten,
darum, ihr Hirten, hört das Wort des Herrn: So spricht Gott, der Herr: Nun gehe
ich gegen die Hirten vor und fordere meine Schafe von ihnen zurück. Ich setzte
sie ab, sie sollen nicht mehr die Hirten meiner Herde sein. Die Hirten sollen
nicht länger nur sich selber weiden: Ich reiße meine Schafe aus ihrem Rachen,
sie sollen nicht länger nur ihr Fraß sein. Denn so spricht Gott, der Herr:
Jetzt will ich meine Schafe selber suchen und mich selber um sie kümmern. Wie
ein Hirt sich um die Herde kümmert an dem Tag, an dem er mitten unter den
Schafen ist, die sich verirrt haben, so kümmere ich mich um meine Schafe und
hole sie zurück von all den Orten, wohin sie sich am dunklen, düsteren Tag
zerstreut haben. Ez. 34/2-12
So spricht Gott, der Herr: Man
sagt zu dir: Du bist eine Menschenfresserin und hast deinem eigenen Volk die
Kinder weggenommen. Aber du sollst keine Menschen mehr fressen und deinem
eigenen Volk nicht mehr die Kinder wegnehmen - Spruch Gottes, des Herrn.
Ez: 36/13-14
In jener Zeit tritt Michael auf, der große Engelfürst, der für die Söhne deines Volkes eintritt. Dann kommt eine Zeit der Not, wie noch keine da war, seit es Völker gibt, bis zu jener Zeit. Doch dein Volk wird in jener Zeit gerettet, jeder, der im Buch verzeichnet ist. Von denen, die im Land des Staubes schlafen, werden viele erwachen, die einen zum ewigen Leben, die anderen zur Schmach, zu ewigem Abscheu. Die Verständigen werden strahlen, wie der Himmel strahlt; und die Männer, die viele zum rechten Tun geführt haben, werden immer und ewig wie die Sterne leuchten. Du, Daniel, halte diese Worte geheim, und versiegele das Buch bis zur Zeit des Endes! Viele werden nachforschen und die Erkenntnis wird groß sein.
Dan. 12/1-4
Viele werden geläutert, gereinigt und geprüft. Doch die ruchlosen Sünder sündigen weiter. Von den Sündern wird es keiner verstehen; aber die Verständigen verstehen es. Von der Zeit an, in der man das tägliche Opfer abschafft und den unheilvollen Greuel aufstellt sind es zwölfhundertneunzig Tage. Wohl dem, der aushält und dreizehnhundertfünfunddreißig Tage erreicht! Du aber geh nun dem Ende zu! Du wirst ruhen, und am Ende der Tage wirst du auferstehen, um deinen Erbteil zu empfangen.
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