Entmündigung Gottes

 

Beim letzten Abendmahl, als Christus das Brot bricht und es den Jüngern reicht, spricht er: „DAS IST MEIN LEIB, der für euch und für alle hingegeben wird zur Vergebung der Sünden.“ Martin Luther behauptet, dass es nicht Gottes Leib sei, sondern nur ein Gedächtnis an Jesus. Frage: Hat Luther das Recht die Autorität Gottes zu untergraben und seine eigene Interpretation über das Wort Gottes zu stellen? Nein, dieses Recht hat weder Luther noch sonst irgendwer in der Welt!

 

Luther prangerte damals schwere Missstände in der Kirche an wie z.B. den Ablasshandel.  Da aber die Anprangerung von Missständen aber noch keine besonders tiefe Spaltung hervorrufen konnte, die eine eigene Religionsgründung gerechtfertigt hätte, mussten künstliche Unterschiede zu Lasten des Wortes Gottes geschaffen werden. Das Wort Gottes wurde also liberalisiert, das heißt es wurde an besonders markanten Punkten rein menschlichen Überlegungen unterworfen und somit seiner Kraft beraubt. So sagte Luther, dass der Mensch nur gerechtfertigt werde durch Glauben und niemals durch gute Werke. Dies ist aber nur zum Teil richtig, da aus dem tiefen Glauben immer auch gute Werke hervorgehen werden, wenn die Kraft Gottes im Menschen lebendig wird. Wenn man nun behauptet es gehe nur um den Glauben und nicht im allermindesten um gute Werke, dann brauche ich folgerichtig und folgenschwer keine Wachsamkeit gegen das Unrecht mehr und kann mehr oder weniger alles tolerieren, was dann auch noch als besondere Tugend gilt. Luther hat den Glauben wie kein anderer liberalisiert und damit dem schützenden Recht die Kraft genommen. Denn: Zuviel Liberalität begünstigt zuviel Unrecht!

 

Die evangelische Kirche glaubt heute nicht mehr an die Hölle für unbußfertige Seelen, obwohl Jesus Christus über 30 mal warnend davon spricht. Die evangelische Kirche glaubt nicht an das so genannte Fegefeuer, obwohl Jesus selber , und auch Paulus, deutlich darauf aufmerksam macht, wenn er sagt, dass wir uns auf dem Weg zum ewigen Richter um eine Einigung bemühen sollen, weil wir ansonsten von ihm ins Gefängnis geworfen und von dort erst entlassen werden wenn wir auch den letzten Rest unserer Schuld beglichen haben. Und Paulus sagt deutlich, dass Christen, die nicht genügend Buße und Umkehr aufbringen, zwar gerettet werden können, jedoch wie durch eine Feuer hindurch.

Und weiter heißt es zum Abendmahl: wer das Brot des Herrn unwürdig isset, der isset es sich zum Gericht. Warum werden so wichtige Worte unterschlagen?

 

Die Hölle für unbußfertige Seelen wird geleugnet, die Beichte wird geleugnet, es wird geleugnet, dass wir den Weg der Entsagung gehen sollen, damit wir uns nicht zumüllen lassen vom Konsum usw. und so freier werden für echte Sehnsucht nach echter Liebe. Es wird geleugnet, dass die Frohbotschaft sich ohne wenn und aber an Buße und Umkehr knüpft. Es wird geleugnet, dass Jesus zu uns vom Lohn der Nachfolge gesprochen hat, dass wir also um seinetwillen alles verlassen sollen was bis zur Entscheidung der Ehelosigkeit geht, wenn wir unsere Triebe unter Kontrolle haben.

 

Nietzsche:

"Luther mußte dem Priester, nachdem er ihm das Weib gegeben hatte, die Ohrenbeichte nehmen, das war psychologisch richtig: aber damit war im Grunde der christliche Priester selbst abgeschafft."

Nietzsche folgert weiter: So wie das Volk weiß, daß ohne begründeten Glauben kein Zölibat möglich ist, so ist umgekehrt der Zölibat der lebende Beweis eines begründeten Glaubens für das Volk.

Engels schreibt über Atheisten:

"Sie ziehen umher und wollen sich überall einschleichen, sie predigen ihre satanischen Lehren auf den Märkten und tragen das Panier des Teufels von einer Stadt zur anderen, die arme Jugend hinter sich herlockend, um sie in den tiefsten Schlund der Hölle und des Todes zu stürzen. Es ist eine offene und erklärte Feindschaft und anstelle aller Sekten und Parteien haben wir jetzt nur noch zwei: Christen und Antichristen." 9

Nietzsche: Sozialismus ist zu Ende gedachte Herdentiermoral . (Anmerkung: Leider begreifen viele nicht, dass jede Form des Sozialismus die Gleichschaltung der Menschheit will und somit die Freiheit abschafft, weil nur noch Ersatzangebote zur echten Freiheit als Freiheit bezeichnet werden. Wenn etwas nicht ausdrücklich von Gott kommt, dann kann es nur schlechter Ersatz sein!)

Lenin: "Wir müssen die Religion bekämpfen. Das ist das ABC des gesamten Materialismus und folglich auch des Marxismus." 29

Heinrich Heine, der große Spötter, bekannt mit Marx und Moses Hess, bekennt ehrlich vor seinem Tode: "Zerschlagen ist die alte Leier am Felsen, welcher Christus heißt! Die Leier, die zur bösen Feier bewegt ward von dem bösen Geist. Die Leier, die zum Aufruhr klang, die Zweifel, Spott und Abfall sang. O Herr, o Herr, ich kniee nieder, vergib, vergib mir meine Lieder!"