Unsere Medien

 

Unsere Medien beherrschen das Wort in geschliffenster Form! Sie nennen Daten, Fakten, Hintergründe, halten uns auf dem aktuellsten Stand und zerstreuen uns auf vortrefflichste Weise. Unsere Medien sind sozial eingestellt...

Leider haben sie allesamt keine echte Alternative anzubieten, jedenfalls ist mir persönlich keine gängige Zeitung, keine Illustrierte, kein Fernsehsender bekannt der den Menschen zu meinen in der Lage wäre. Stattdessen ist alles auf Objektivität, Aktualität, Überschaubarkeit, auf Weitwinkel oder reduzierte Subjektivität eingestellt. Von entsprechender Bedeutung sind dann Zahlen, Statistiken, Meinungen von Experten, Sterndeutereien, Werbung, Esoterikkult.. Wo bleibt der Mensch, das Original, das Echte, das Unverfälschte? Merken wir noch, dass wir mit unserem Leben überhaupt nicht vorkommen, dass wir gar nicht gemeint sind? Alles rennt ans große Mikrophon, der Mensch selber aber bleibt so lange schon auf der Strecke und wird vom Gerede der Experten und der Unterhaltungsindustrie nicht satt. Zu Deutsch: Wir verhungern  bei voller Verpflegung! Bei genauem Hinsehen fällt auch auf, dass die Medien keine Liebe mehr zum Inhalt haben, denn wenn die Gewalt in der Welt nicht life zu erwischen ist, wird sie bekanntlich geschauspielert. Manch einem Menschen fällt in unseren Tagen auf in was für plakativen Reizen wir uns verlieren, die – angeblich - Dunkelheit von uns fernhalten sollen. Das Gegenteil ist aber der Fall: Gerade weil wir uns so sehr zerstreuen, lösen wir uns bis zur Unkenntlichkeit auf und erkennen uns selbst und die anderen nicht mehr. Eine echte Alternative wäre sich zu sammeln. – Das aber würde bedeuten, dass wir das loslassen lernen, was nicht zu uns gehört, was uns gar nicht meint. Das unbequeme daran wäre, dass wir uns vielen Täuschungen gegenübergestellt sehen würden. Es würde zwangsläufig eine große Leere in uns entstehen, wir bekämen Angst und würden erneut die Sehnsucht nach echter Zuwendung und echter Liebe bis zur billigen Sucht und Zerstreuungen aufspalten.. Wir müssten unsere Pleite und Verlorenheit eingestehen und feststellen, dass wir kein Leben, keine Liebe, keinen wirklichen Frieden „machen“ können, dass uns der Medienrummel keineswegs vorm persönlichen Untergang bewahrt.   Das Licht leuchtet nirgendwo schöner als in der bewusst gemachten Finsternis... Aus der Erkenntnis heraus, dass die Liebe bleibt, alle Oberfläche aber vergänglich ist, gäbe uns Gott den Mut das eigene Wesen, das sich aus Selbstschutz heraus so erschreckend weit und unauffindbar zurückgezogen hat, zu finden. Wir müssten aber ernsthaft um Vertrauen bei der Liebe werben, müssten eine lautere, unvergiftete, hilfsbereite und nicht zuletzt religiöse Atmosphäre schaffen. Denn von Erlebnissen der Liebe lässt sich auf den Gott der Liebe schließen. Nur durch das ernsthafte Werben um Liebe kann das eigene Wesen findbar sein, nur so kann echtes Leben beginnen, nur so zeigt sich unsere Unkopierbarkeit. Es gibt keine Alternative zur Liebe, die von Gott kommt und damit etwas zutiefst religiöses ist. Es gibt keine Alternative zu unserer inneren Wirklichkeit, die alleine auf Liebe angelegt ist. Gerade weil die Welt unter dem Deckmantel der Menschlichkeit einen maßlosen Hochverrat an der Liebe betreibt – und das nicht zu knapp in den Medien- sollten wir beizeiten den Weg nach innen wählen, damit uns endlich einmal wirklich aktuelle Nachrichten erreichen können und unverfälschtes Leben beginnt.

 

„Ihr habt gesagt: Wir haben mit dem Tod ein Bündnis geschlossen, wir haben mit der Unterwelt einen Vertrag gemacht. Wenn die Flut heranbraust, erreicht sie uns nicht; denn wir haben unsere Zuflucht zur Lüge genommen und uns hinter der Täuschung versteckt. Darum – so spricht Gott, der Herr: Seht her, ich lege einen Grundstein in Zion, einen harten und kostbaren Eckstein, ein Fundament, das sicher und fest ist: Wer glaubt der braucht nicht zu fliehen. Als Senkblei nehme ich das Recht und als Wasserwaage die Gerechtigkeit. (..) Aber der Hagelsturm fegt eure Lügenzuflucht weg.                      Jesaja 28