Aufruf des Papstes

Weil das Unwesen völlig eigenmächtiger Verkündigungen in der Kirche überhand nimmt, hat der Papst dazu aufgerufen solche Geistlichen bei den Bischöfen oder im Vatikan zu melden, die von der katholischen Lehre abweichen. Auch betonte der Papst nochmals die Distanz zwischen dem kath. und protestantischen Glauben, die nicht zu Lasten der Wahrheit aufgehoben werden dürfe. Leider ist gerade unter den Geistlichen der Unglaube besonders groß geworden!

 

 

Herr Pfarrer Lichtenberg, 24.01.2001

Am Sonntag den 21.01. nahm ich an Ihrer Messe teil. Sie erwähnten darin den "Schriftsteller" Lukas, der besonderen Wert darauf gelegt habe Jesus Christus mit dem Herzen zu sehen und folglich "wie ein Ikonenmaler" ein Bild von ihm gezeichnet habe das keinen Wert auf historische Autenzität lege. Ich frage Sie an dieser Stelle warum Sie immer wieder verkünden, das Wort Gottes erhebe allgemein keinen Anspruch auf wahre Historie, sondern schmücke seinen Willen lediglich in Geschichten aus. Herr Pfarrer: Darf ich Sie mal fragen warum Jesus Christus dann überhaupt auf der Welt war? Hätte Gott nicht gleich ein nettes Märchenbuch auf die Erde werfen und seinem Sohn den Tod am Kreuz ersparen können? Glauben Sie allen ernstes Jesus Christus wäre voller Berechnung auf die Erde gekommen und hätte demzufolge nicht als wahres Sein gewirkt und damit auch nicht in wahren Begegnungen mit verschiedensten Menschen, die eben von seiner Seite aus nicht voller Berechnung waren? Sie, Herr Lichtenberg, scheinen nur wenig Licht auf Ihrem Berg zu haben, wenn Sie behaupten Maria sei "die größte Beleidigung" der Christenheit, weil Sie angeblich nicht von Ihrem Manne Josef, sondern vom Heiligen Geist empfangen habe. Und Sie behaupten ja auch ferner Maria sei, als sie von der Schwangerschaft Elisabeths gehört habe, eben nicht zu Elisabeth geeilt, weil diese Reise zu weit und zu gefährlich gewesen wäre. Ferner stellen Sie die Behauptung auf, Jesus sei niemals in Bethlehem geboren, sondern in Jerusalem, weil ihn ja ansonsten die Juden nicht den Nazarener genannt hätten, wo sie doch soviel Wert auf den Geburtsort eines Menschen legen. Her Lichtenberg: Vergeht eigentlich auch nur eine Predigt bei Ihnen, in der Sie das Wort Gottes nicht verdrehen und die Menschen einen, wie Sie sagen "Neuen Christus" lehren, wie Er Ihrer Vorstellung entspricht? Ich wünsche Ihnen von ganzen Herzen "Gute Besserung" und sage Ihnen, daß mich ihr beständiges Lächeln während der Messe nicht von der Überzeugung abhalten kann, daß ihr ganzes Kartenhaus sofort zusammenbricht, wenn die Zeit der Verfolgung und Not über diese Kirche kommt. Sie sind nämlich in Wirklichkeit kein wahrer Hirte und haben sich schon durch Flucht entlarvt. Was sollte denn die Menschheit mit einem Christus beginnen, der weder so gelebt, noch so gehandelt hat, wie es das Wort Gottes niederschreibt? Dann wäre Christus ja nur ein Märchenerzähler und kein Gott echten Mitseins! Einzig in den Gleichnissen, beispielsweise vom verlorenen Sohn, will er uns anhand von Geschichten erklären, wie es um die Sache zwischen Gott und dem Menschen steht und was dem Menschen Rettung verschaffen könnte. Christus lehrt aber dann ausdrücklich in Gleichnissen und jeder weiß wozu er sie gebraucht. Die Begegnung mit der Frau am Jakobusbrunnen, die Sie in Ihrer jüngsten Predigt erwähnten, ist historisch und keineswegs ein Märchen! Die Wunder, die Jesus wirkt, wenn er beispielsweise Blinde sehend macht, die sind historisch und keine Märchen Und noch eines möchten ich Ihnen sagen: Ist Ihnen mal aufgefallen, daß die Bibel Drohbotschaft und Frohbotschaft enthält und daß Sie keinerlei Recht haben das Wort Gottes dergestalt zu zensieren, daß Sie die Drohbotschaft komplett unterschlagen und die Frohbotschaft so lau und liberal uminterpretieren, daß eigentlich niemand mehr wirklich umzukehren braucht? Kennen sie nicht die Apokalypse, in der doch ganz deutlich gesagt wird, daß gerade die "lauen" Christen" das Reich Gottes nicht sehen werden? Gerade Pfarrer wie sie verbreiten doch das Unrecht in der Welt, weil sie es stolz tolerieren.

"Ihr seid wie Gräber, die außen weiß angestrichen sind und schön aussehen; innen aber sind sie voll Knochen, Schmutz und Verwesung. So erscheint auch ihr von außen den Menschen gerecht, innen aber seid ihr voll Heuchelei und ungehorsam gegen Gottes Gesetz. (..) Ihr Nattern, ihr Schlangenbrut! wie wollt ihr dem Strafgericht der Hölle entrinnen?" Matthäus 23

 

Wir würden uns freuen, wenn Sie uns Vorkommnisse aus ihrer Pfarrei mitteilen. Es ist wichtig geworden die Geistlichen an das unzensierte Worte Gottes zu erinnern!