Bibel-Aussprüche

Du wirst Erfolg haben, wenn du die Rechtsvorschriften gewissenhaft befolgst, die der Herr dem Mose für Israel aufgetragen hat. Sei mutig und stark! Fürchte dich nicht und verzage nicht. 1 Chronik 22/13

Jesaja

"Weh dem sündigen Volk, der schuldbeladenen Nation, der Brut von Verbrechern, den verkommenen Söhnen! Sie haben den Herrn verlassen, den Heiligen Israels haben sie verschmäht und ihm den Rücken gekehrt." Jes.¼

"Kommt her, wir wollen sehen, wer von uns recht hat, spricht der Herr. Wären eure Sünden auch rot wie Schar-lach, sie sollen weiß werden wie Schnee. Wären sie rot wie Purpur, sie sollen weiß werden wie Wolle. Wenn ihr bereit seid zu hören, sollt ihr den Ertrag des Landes ge-nießen. Wenn ihr aber trotzig seid und euch weigert, werdet ihr vom Schwert gefressen. Ja, der Mund des Herrn hat es gesprochen." Jesaja 1/18-20

"Verkriecht euch in Felsenhöhlen und Erdlöchern vor dem Schrecken des Herrn und vor seiner strahlenden Pracht, wenn er sich erhebt, um die Erde zu erschrecken. An jenem Tag nimmt jeder seine silbernen und goldenen Götzen, die er gemacht hat, um sie anzubeten, und wirft sie den Fledermäusen und Ratten hin; und man wird sich in den Spalten und Höhlen der Felsen verkriechen vor dem Schrecken des Herrn und vor seiner strahlenden Pracht, wenn er sich erhebt, um die Erde zu erschrecken." Jesaja 2/19-22

"Mein Volk, deine Führer führen dich in die Irre, sie bringen dich ab vom richtigen Weg. Der Herr steht bereit, um Recht zu sprechen; er steht da, um sein Volk zu rich-ten. Der Herr geht ins Gericht mit den Ältesten und den Fürsten seines Volkes: Ihr habt den Weinberg geplündert; eure Häuser sind voll von dem, was ihr dem Armen ge-raubt habt. Wie kommt ihr dazu mein Volk zu zerschla-gen? Ihr zermalmt - Spruch des Herrn der Heere." Jes. 3/12-15

"Weh euch, die ihr die Strafe wie mit Ochsenstricken herbeizieht und die Sünde wie mit Wagenseilen. Ihr sagt: Was er tun will, das tue er schnell; er soll sich beeilen, damit wir es sehen; was der Heilige Israels plant, treffe bald ein, wir wollen es wissen. Weh denen, die das Böse gut und das Gute böse nennen, die die Finsternis zum Licht und das Licht zur Finsternis machen, die das Bittere süß und das Süße bitter machen. Weh denen, die in ihren Auge weise sind und sich selbst für klug halten. Wehe denen die Helden sind, wenn es gilt, Wein zu trinken, und tapfer, wenn es gilt starke Getränke zu brauen, die den Schuldigen für Bestechungsgeld freisprechen, und dem Gerechten sein Recht vorenthalten. Darum: Wie des Feu-ers Zunge die Stoppel frißt und wie das Heu in der Flam-me zusammensinkt, so soll ihre Wurzel verfaulen und ihre Blüte wie Staub aufgewirbelt werden. Denn sie haben die Weisungen des Herrn der Heere von sich gewiesen und über das Wort des Heiligen Israels gelästert." Jesaja 5/18-24

"Tobt ihr Völker! Ihr werdet doch zerschmettert. Horcht auf, ihr Enden der Erde! Rüstet nur! Ihr werdet doch zerschmettert. Rüstet! Ihr werdet zerschmettert. Macht nur Pläne! Sie werden vereitelt. Was ihr auch sagt, es kommt nicht zustande. Denn Gott ist mit uns" Jes. 8/9-10

"Die Vernichtung ist beschlossen, die Gerechtigkeit flutet heran. Ja, Gott, der Herr der Heere, vollstreckt auf der ganzen Erde die Vernichtung, die er beschlossen hat." Jesaja 10/23

"Die Erde ist entweiht durch ihre Bewohner; denn sie haben die Weisungen übertreten, die Gesetze verletzt, den ewigen Bund gebrochen. Darum wird ein Fluch die Erde zerfressen; ihre Bewohner haben sich schuldig gemacht. Darum schwinden die Bewohner der Erde dahin, nur wenige Menschen werden übrig gelassen." Jes. 24/5-6

"Ihr habt gesagt: Wir haben mit dem Tod ein Bündnis geschlossen, wir haben mit der Unterwelt einen Vertrag gemacht. Wenn die Flut heranbraust, erreicht sie uns nicht; denn wir haben unsere Zuflucht zur Lüge genom-men und uns hinter der Täuschung versteckt." Jes. 28/15

"Nur in Umkehr und Vertrauen liegt eure Rettung, nur Stille und Vertrauen verleihen euch Kraft. Doch ihr habt nicht gewollt, sondern gesagt: Nein, auf Rossen wollen wir dahinfliegen. Darum sollt ihr jetzt fliehen. Ihr habt gesagt: Auf Rennpferden wollen wir reiten. Darum rennen die Verfolger euch nach. Tausende werden zittern, wenn ein einziger droht, wenn nur fünf euch drohen, ergreift ihr alle die Flucht, bis das, was von euch übrig ist, aussieht wie ein Fahnenmast auf dem Gipfel eines Berges, wie ein Feldzeichen auf dem Hügel." Jesaja 30/15-17

"Wen hast du beschimpft und verhöhnt, gegen wen die Stimme erhoben, auf wen voll Hochmut herabgeblickt? Auf den Heiligen Israels." Jes. 37/23

"Das Gras verdorrt, die Blume verwelkt, wenn der Atem des Herrn darüberweht. Wahrhaftig, Gras ist das Volk. Das Gras verdorrt, die Blume verwelkt, doch das Wort unseres Gottes bleibt in Ewigkeit." Jes. 40 7-8

"Seht ihr seid nichts, euer Tun ist ein Nichts; einen Greu-el wählt, wer immer euch wählt." Jes. 41/24

"Wer von euch den Herrn fürchtet, der höre auf die Stim-me seines Knechtes. Wer im Dunkel lebt und wem kein Licht leuchtet, der vertraue auf den Namen des Herrn und verlasse sich auf seinen Gott. Ihr alle aber, die ihr Feuer legt und Brandpfeile entzündet, sollt in die Glut eures eigenen Feuers laufen und in die Brandpfeile geraten, die ihr entflammt habt. Durch meine Hand kommt das über euch; am Ort der Qualen werdet ihr liegen. Hört auf mich, die ihr der Gerechtigkeit nachjagt und die ihr den Herrn sucht. Blickt auf den Felsen, aus dem ihr gehauen seid, auf den Schacht, aus dem ihr herausgebohrt wurdet." Jesaja 51

"Auch wenn die Berge von ihrem Platz weichen und die Hügel zu wanken beginnen - meine Huld wird nie von dir weichen und der Bund meines Friedens nicht wanken, spricht der Herr, der Erbarmen hat mit dir." Jes. 54/10

Ihr Tiere auf dem Feld, kommt alle, und freßt, kommt alle, ihr Tiere im Wald! Die Wächter des Volkes sind blind, sie merken allesamt nichts. Es sind lauter stumme Hunde, sie können nicht bellen. Träumend liegen sie da und haben gern ihre Ruhe. Aber gierig sind diese Hunde, sie sind unersättlich. So sind die Hirten: Sie verstehen nicht aufzumerken. Jeder geht seinen eigenen Weg und ist ausschließlich auf seinen eigenen Vorteil bedacht;" Jes.56/9-11

"Seht her, die Hand des Herrn ist nicht zu kurz, um zu helfen, sein Ohr ist nicht schwerhörig, so daß er nicht hört. Nein, was zwischen euch und eurem Gott steht, das sind eure Vergehen; eure Sünden verdecken sein Gesicht, so daß er euch nicht hört. Denn eure Hände sind mit Blut befleckt, eure Finger mit Unrecht. Eure Lippen lügen, eure Zungen flüstern (Worte voll) Bosheit. Keiner bringt gerechte Klagen vor, keiner hält ehrlich Gericht. Man stützt sich auf Nichtigkeiten und stellt haltlose Behaup-tungen auf; man geht schwanger mit Unheil und bringt Verderben zur Welt. Schlangeneier brüten sie aus und weben Spinngewebe. Wer von ihren eiern ißt, muß ster-ben; zerdrückt man eines, kriecht eine Natter heraus. Die Fäden, die sie spinnen, taugen nicht zu Gewändern, man kann sich nicht bekleiden mit dem, was sie erzeugen. Ihre Taten sind Taten des Unheils, Gewalttat ist in ihren Hän-den. Sie laufen dem Bösen nach, schnell sind sie dabei, unschuldiges Blut zu vergießen. Ihre Gedanken sind Ge-danken des Unheils, Scherben und Verderben sind auf ihren Straßen. Den Weg des Friedens kennen sie nicht, auf ihren Spuren gibt es kein Recht. Sie gehen krumme Pfade; keiner, der ihnen folgt, lernt den Frieden kennen. Darum bleibt das Recht von uns fern, die Gerechtigkeit erreicht uns nicht. Wir hoffen auf Licht, doch es bleibt finster; wir hoffen auf den Anbruch des Tages, doch wir gehen im dunkeln. Wir tasten uns wie blinde an der Wand entlang und tappen dahin, als hätten wir keine Augen. Wir stolpern am Mittag, als wäre schon Dämmerung, wir leben im Finstern wie die Toten. Wir brummen alle wie Bären und gurren wie Tauben. Wir hoffen auf unser Recht, doch es kommt nicht, und auf Rettung, doch sie bleibt uns fern. Denn unsere Frevel gegen dich sind zahl-reich, unsere Sünden klagen uns an. Wir sind uns unserer Vergehen bewußt, wir kennen unsere Schuld: Untreue und Verleugnung des Herrn, Abkehr von unserem Gott. Wir reden von Gewalttat und Aufruhr, wir haben Lügen im Herzen und sprechen sie aus. So weicht das Recht zurück, die Gerechtigkeit bleibt in der Ferne. Die Red-lichkeit kommt auf dem Marktplatz zu Fall, die Recht-schaffenheit findet nirgendwo Einlaß. Jede Redlichkeit wird vermißt, wer das Böse meidet, wird ausgeraubt. Das hat der Herr gesehen, und ihm mißfiel, daß es kein Recht mehr gab. Er sah, daß keiner sich regte, und war entsetzt, daß niemand einschritt. Da half ihm sein eigener Arm, seine eigene Gerechtigkeit war seine Stütze. Er legte die Gerechtigkeit an wie einen Panzer und setzte den Helm der Hilfe auf. Er machte die Rache zu seinem Gewand und umhüllte sich mit leidenschaftlichem Eifer wie mit einem Mantel." Jesaja 59 "Ich wäre zu erreichen gewesen für die, die nicht nach mir fragten, ich wäre zu finden gewesen für die, die nicht nach mir suchten. Ich sagte zu einem Volk, das meinen Namen nicht anrief: Hier bin ich, hier bin ich. Den gan-zen Tag streckte ich meine Hände aus nach einem abtrün-nigen Volk, das einen Weg ging, der nicht gut war, nach seinen eigenen Plänen, nach einem Volk, das in seinem Trotz mich ständig ärgert." Jesaja 65/1-2

"Dann wird man hinausgehen, um die Leichen derer sehen, die sich gegen mich aufgelehnt haben. Denn der Wurm in ihnen wird nicht sterben, und das Feuer in ihnen wird niemals erlöschen; ein Ekel sind sie für alle Welt." Jesaja

Jeremia "Aber ich gehe ins Gericht mit dir, weil du sagst: Ich habe mich nicht versündigt. Wie kannst du nur so leicht bereit sein, deinen Weg zu wechseln!" Jer. 2/35-36

"O mein Leib, mein Leib! Ich winde mich vor Schmerz. O meines Herzens Wände! Mein Herz tobt in mir; ich kann nicht schweigen." Jer. 4/19

"Ich machte sie satt, doch sie trieben Ehebruch und waren zu Gast im Dirnenhaus. Hengste sind sie geworden, feist und geil, jeder wiehert nach der Frau seines Nächsten. Sollte ich das nicht bestrafen - Spruch des Herrn - und an einem solchen Volk keine Rache nehmen?" Jer. 5/7-9

Ja, Frevler gibt es in meinem Volk; sie lauern gebückt wie Vogelsteller, Fallen stellen sie auf, Menschen wollen sie fangen. Wie ein Korb mit Vögeln gefüllt ist, so sind ihre Häuser voll betrug; dadurch sind sie mächtig und reich geworden, fett und feist. Auch sündigen sie durch ruchlo-ses Tun. Das Recht pflegen sie nicht, das Recht der Wai-sen, die Erfolg erwarten, und die Sache der Armen ent-scheiden sie nicht. Sollte ich das nicht bestrafen - Spruch des Herrn - und an solch einem Volk keine Rachen nehmen? Wüstes, Gräßliches geschieht im Land: Die Prophe-ten weissagen Lüge, und die Priester richten ihre Lehre nach ihnen aus; mein Volk aber liebt es so. Doch was werdet ihr tun, wenn es damit zu Ende geht? Jer.

Jer. 5/26-31 "Sie sind doch alle, vom Kleinsten bis zum Größten, nur auf Gewinn aus; vom Propheten bis zum Priester betrügen sie alle. Den Schaden meines Volkes möchten sie leicht-hin heilen, indem sie rufen: Heil, Heil! Aber kein Heil ist da. Schämen müßten sie sich, weil sie Greuel verüben. Doch sie schämen sich nicht; Scham ist ihnen unbekannt. Deshalb müssen sie fallen, wenn die anderen fallen. So-bald ich sie zur Rechenschaft ziehe, werde ich sie stürzen, spricht der Herr." Jer. 6/13-15

"Zum Prüfer für mein Volk habe ich dich bestellt (zum Metallprüfer); du sollst sein Verhalten erkennen und prüfen. Sie alle sind schlimme Empörer, Verleumder sind sie, Bronze und eisen sind sie, alle zusammen Verbrecher. Der Blasebalg schnaubt, doch das Blei bleibt unberührt vom Feuer. Umsonst versucht der Schmelzer zu schmel-zen; die bösen lassen sich nicht ausscheiden. "Verworfe-nes Silber" nennt man sie; denn verworfen hat sie der Herr." Jer. 6/27-30

Du sollst zu ihnen sagen: So spricht der Herr: Wer hin-fällt, steht der nicht wieder auf? Wer vom Weg abkommt, kehrt der nicht wieder zurück? Warum wendet dieses Volk sich ab (Jerusalem) und beharrt auf der Abkehr? Warum hält es am Irrtum fest, weigert sich umzukehren? Ich horche hin und höre: Schlechtes reden sie, keiner bereut sein böses Tun und sagt: Was habe ich getan? Jeder wendet sich ab und läuft weg, schnell wie ein Roß, das im Kampf dahinstürmt. Selbst der Storch am Himmel kennt seine Zeiten; Turteltaube, Schwalbe und Drossel halten die Frist ihrer Rückkehr ein; mein Volk aber kennt nicht die Rechtsordnung des Herr. Wie könnt ihr sagen: Weise sind wir, und das Gesetz ist bei uns? Ja! Aber der Lügen-griffel der Schreiber hat es zur Lüge gemacht. Zuschan-den werden die Weisen, sie stehen bestürzt da und werden gefangen. Das Wort des Herrn haben sie verworfen, und ihre eigene Weisheit, was nützt sie ihnen? Jer. 8/4-9

Sie sind doch alle, vom Kleinsten bis zum Größten, nur auf Gewinn aus; vom Propheten bis zum Priester betrügen sie alle. Den Schaden der Tochter, meines Volkes, möch-ten sie leichthin heilen, indem sie rufen: Heil, Heil! Aber kein Heil ist da. Schämen müßten sie sich, weil sie Greuel verüben. Doch sie schämen sich nicht, Scham ist ihnen unbekannt. Deshalb müssen sie fallen, wenn die anderen fallen. Sobald ich sie zur Rechenschaft ziehe, werde ich sie stürzen, spricht der Herr. Will ich bei ihnen ernten - Spruch des Herrn -, so sind keine Trauben am Weinstock, keine Feigen am Feigenbaum, und das Laub ist verwelkt. Darum habe ich für sie Verwüster bestellt. Jer. 8 10-13

Sie machen ihre Zunge zu einem gespannten bogen; Lü-ge, nicht Wahrhaftigkeit herrscht im Land. Ja, sie schrei-ten von Verbrechen zu Verbrechen; mich aber kennen sie nicht - Spruch des Herrn. Nehmt euch in acht vor eurem Nächsten, keiner traue seinem Bruder! Denn jeder Bruder betrügt und jeder nächste verleumdet. Ein jeder täuscht seinen Nächsten, die Wahrheit reden sie nicht. Sie haben ihre Zunge an Lügen gewöhnt, sie handeln verkehrt, zur Umkehr sind sie zu träge. Überall Unterdrückung, nichts als Betrug! Sie weigern sich, mich zu kennen - Spruch des Herrn - Darum - so spricht der Herr der Heere: Ja, ich werde sie schmelzen und prüfen; denn wie sollte ich sonst verfahren mit der Tochter, meinem Volk? Ein tödlicher Pfeil ist ihre Zunge, trügerisch redet ihr Mund; Friede sagt man zum Nächsten, doch im Herzen plant man den Überfall. Sollte ich sie dafür nicht bestrafen - Spruch des Herrn - und an einem solchen Volk keine Rache nehmen? Erhebt über die Berge hin Weinen und Klagen, über die Weideplätze der Steppe ein Totenlied. Jer. 9/1-9

Ist mir mein Erbteil zur Höhle einer Hyäne geworden, daß Raubvögel es umlagern? Auf, sammelt euch, alle Tiere des Feldes, kommt zum Fraß! Hirten in großer Zahl haben meinen Weinberg verwüstet, mein Feld zertreten, mein prächtiges Feld zur Öde gemacht. Man hat es in dürres Ödland verwandelt, verwüstet liegt es vor mir. Das ganze Land ist verödet, doch keiner nimmt sich das zu Herzen. Jer. 12/9-11

Hört und merkt auf! Seid nicht hochmütig; denn der Herr redet. Erweist dem Herrn, eurem Gott, die Ehre, bevor es dunkel wird, bevor eure Füße straucheln auf dämmrigen Bergen. Wartet ihr dann auf das Licht - er verwandelt es in Finsternis und macht es zur Dunkelheit. Wenn ihr aber darauf nicht hört, so muß ich im Verborgenen weinen über den Hochmut, und mein Auge muß ohne unterlaß Tränen vergießen, da die Herde des Herrn weggeführt wird. Sagt zum König und zur Königin: Setzt euch tief hinunter; denn eure prächtige Krone sinkt euch vom Haupt. Jer. 13/15-18

Verflucht der Mann, der auf Menschen vertraut, der auf schwaches Fleisch sich stützt, und dessen Herz sich ab-wendet vom Herrn. Er ist wie ein kahler Strauch in der Steppe, der nie einen Regen kommen sieht; er bleibt auf dürrem Wüstenboden, im salzigen Land, wo niemand wohnt. Gesegnet der Mann, der auf den Herrn sich verläßt und dessen Hoffnung der Herr ist. Er ist wie ein Baum, der am Wasser gepflanzt ist und am Bach seine Wurzeln ausstreckt: Er hat nichts zu fürchten, wenn Hitze kommt; seine Blätter bleiben grün; auch in einem trocke-nen Jahr ist er ohne Sorge, unablässig bringt er seine Früchte. Jer. 17/5-8 Über die Propheten: Mir bricht das Herz in der Brust, alle meine Glieder zittern. Wie ein Betrunkener bin ich, wie ein Mann, der vom Wein überwältigt ist, wegen des Herrn und seiner heiligen Worte: Voll von Ehebrechern ist das Land; ja, wegen des Fluches vertrocknet das Land, sind die Weideplätze der Steppe verdorrt. Schlechtigkeit ist ihr Ziel, unrecht ihre Stärke. Sogar Propheten und Priester sind ruchlose Frevler, selbst in meinem Haus stoße ich auf ihre Schlechtigkeit - Spruch des Herrn . Deshalb wird ihr Weg für die wie ein schlüpfriger Pfad; sie stürzen in der Finsternis, sie kommen darin zu Fall. (..) Sie brechen die Ehe, gehen mit Lügen um und bestärken die Bösen, so daß keiner umkehrt von seinem bösen Treiben. Jer. 23/9-14

Sie betören euch nur; sie verkünden Visionen, die aus dem eigenen Herzen stammen, nicht aus dem Mund des Herrn. Immerzu sagen sie denen, die das Wort des Herrn verachten: Das Heil ist euch sicher!; und jedem, der dem Trieb seines Herzens folgt, versprechen sie: Kein Unheil kommt über euch. Doch wer hat an der Ratsversammlung des Herrn teilgenommen, hat ihn gesehen und sein Wort gehört? (..) Ich habe diese Propheten nicht ausgesandt, dennoch laufen sie; ich habe nicht zu ihnen gesprochen, dennoch weissagen sie. Hätten sie an meiner Ratsver-sammlung teilgenommen, so könnte sie meinem Volk meine Worte verkünden, damit es umkehrt von seinem schlechtem Weg und von seinen Taten. Jer. 23/ 16-22

Denn "die Last" ist für jeden sein eigenes Wort, weil ihr die Worte des lebendigen Gottes, des Herrn der Heere, unseres Gottes, verdreht habt. Jer. 23/36

Ist nicht mein Wort wie Feuer - Spruch des Herrn - und wie ein Hammer, der Felsen zerschmettert? Jer. 23/29

Denn seht, bei der Stadt, über der mein Name ausgerufen ist, beginne ich mit dem Unheil, und da sollt ihr unge-straft bleiben? Nein, ihr werdet nicht ungestraft bleiben; denn ich rufe das Schwert gegen alle Bewohner der Erde - Spruch des Herrn der Heere. Jer. 25/29

Zu allen Erdbewohnern dringt der Schall, ja bis ans Ende der Erde; denn der Herr hat einen Rechtsstreit mit den Völkern: Er hält Gericht über alle Sterblichen und liefert die Schuldigen dem Schwert aus - Spruch des Herrn. So spricht der Herr der Heere: Seht, Unheil schreitet von Volk zu Volk, ein gewaltiger Sturm bricht los von den Grenzen der Erde. Die vom Herrn Erschlagenen liegen an jenem Tag von einem ende der Erde bis zum andern. Man beklagt sie nicht, man sammelt sie nicht und begräbt sie nicht; sie werden zum Dünger auf dem Acker. Jer 25/31-33

Klagt ihr Hirten und schreit; wälzt euch im Staub, ihr Herren der Herde! Denn die Zeit ist gekommen, daß ihr geschlachtet werdet; ich zerschmettere euch, daß ihr bers-tet wie ein Prunkgefäß. Es gibt keine Flucht mehr für die Hirten, kein Entrinnen für die Herren der Herde. Horcht, wie die Hirten schreien und die Herren der Herde wehkla-gen, weil der Herr ihre Weide verwüstet. Verdorrt sind die friedlichen Wiesen vor dem glühenden Zorn des Herrn. Er verläßt sein Versteck wie ein Löwe; ihr Land ist zu einem Bild des Entsetzens geworden durch sein rasendes Schwert und durch die Glut seines Zorns . Jer. 25/31-38

So spricht der Herr, der die Erde erschaffen, sie geformt und fest gegründet hat, Jahwe ist sein Name: Rufe zu mir, so will ich dir antworten und dir große unfaßbare Dinge mitteilen, die du nicht kennst. Jer. 33/2-3

Klagelieder

Ausgeschüttet auf die Erde ist mein Herz über den Zu-sammenbruch der Tochter, meines Volkes. Kl.2/11

Die Zusammenbruch ist groß wie das Meer, wer kann dich heilen? Deine Propheten schauten dir Lug und Trug. Deine schuld haben sie nicht aufgedeckt, um dein Schick-sal zu wenden. Sie schauten dir als Prophetenworte nur Trug und Verführung. Klagelieder 2/13-14

Wie ein Bach laß fließen die Tränen Tag und Nacht! Niemals gewähre dir Ruhe, nie laß dein Auge rasten! Steh auf, klage bei Nacht, zu jeder Nachtwache Anfang! Schütte aus wie Wasser dein Herz vor dem Angesicht des Herrn! Erhebe zu ihm die Hände für deiner Kinder Leben. Klag. 2/18-19

Wir haben gesündigt und getrotzt; du aber hast nicht vergeben. Klag. 3/42

Die Krone ist uns vom Haupt gefallen, Weh uns, wir ha-ben gesündigt. Darum ist krank unser Herz, darum sind trüb unsere Augen. Klag. 5/16-17

Baruch Euren Ernährer habt ihr vergessen, den ewigen Gott. Baruch 4/8

Ich aber, wie kann ich euch helfen? Nur er, der das Un-glück über euch brachte, kann euch der Hand eurer Feinde entreißen. So geht, meine Kinder, geht fort! Ich bleibe ja einsam zurück. Abgelegt habe ich das Gewand froher Zeiten, angezogen das Bußkleid meines Elends. Zum Ewigen will ich rufen, solange ich lebe. Baruch 4/17-20

Ezechiel Du aber, Menschensohn, fürchte dich nicht vor ihnen, hab keine Angst vor ihren Worten! Wenn dich auch Dornen umgeben und du auf Skorpionen sitzt, hab keine Angst vor ihren Worten, und erschrick nicht vor ihrem Blick; denn sie sind ein widerspenstiges Volk. Du sollst ihnen meine Worte sagen, ob sie hören oder nicht, denn sie sind widerspenstig Ez. 2/6-7

Am Ende der sieben Tage erging das Wort des Herrn an mich: Menschensohn, ich gebe dich dem Haus Israel als Wächter. Wenn du ein Wort aus meinem Mund hörst, mußt du sie vor mir warnen. Wenn ich zu einem, der sich schuldig gemacht hat, sage: Du muß sterben!, und wenn du ihn nicht warnst, damit er am Leben bleibt, dann wird der Schuldige seiner Sünden wegen sterben; von dir aber fordere ich Rechenschaft für sein Blut. Wenn du aber den Schuldigen warnst und er sich von seiner Schuld und seinem schuldhaften Weg nicht abwendet, dann wird er seiner Sünden wegen sterben; du aber hast dein Leben gerettet. Und wenn ein Gerechter sein rechtschaffenes Leben aufgibt und Unrecht tut, werde ich ihn zu Fall bringen, und er wird sterben, weil du ihn nicht gewarnt hast. Seiner Sünden wegen wird er sterben, und an seine gerechten Taten von einst wird man nicht mehr denken. Von dir aber fordere ich Rechenschaft für sein Blut. Wenn du aber den Gerechten davor warnst zu sündigen, und er sündigt nicht, dann wird er am Leben bleiben, weil er gewarnt wurde, und du hast dein Leben gerettet. Ez. 4/16-21

Ich wende mein Auge von ihnen ab, und man wird mei-nen kostbaren Besitz entweihen. Räuber werden kommen und ihn entweihen. Sie werden ein Blutbad anrichten; denn das Land ist voll von Todesurteilen, und die Stadt ist voll von Gewalttat. Ich führe die schlimmsten Völker herbei, damit sie die Häuser besetzen. Ich mache dem Hochmut der Mächtigen ein Ende, ihre Heiligtümer wer-den entweiht. Dann bekommen sie angst und suchen Frie-den; doch es wird keinen geben. Unglück kommt über Unglück, und eine Schreckensnachricht folgt der anderen. Sie verlangen vom Propheten Visionen. Doch der Priester gibt keinen Bescheid, die Ältesten wissen keinen Rat. Der König ist voll Trauer, der Fürst in Entsetzen gehüllt, den Bürgern des Landes erlahmen die Hände. Ich will sie behandeln, wie es ihr Verhalten verdient, und will ihnen das Urteil sprechen, das ihren Urteilen entspricht. Dann werden sie erkennen, daß ich der Herr bin. Ez. 7/22-27

Euer Auge soll kein Mitleid zeigen, gewähre keine Scho-nung! Alt und jung, Mädchen, Kinder und Frauen sollt ihr erschlagen und umbringen. Doch von denen, die das T auf der Stirne haben, dürft ihr keinen anrühren. Beginnt in meinem Heiligtum! Da begannen sie bei den Ältesten, die vor dem Tempel standen. Er sagte zu ihnen: Macht den Tempel unrein, füllt seine Höfe mit Erschlagenen! Dann geht hinaus, und schlagt in der Stadt zu! Sie schlugen zu und ich allein blieb übrig; da fiel ich nieder auf mein Gesicht und schrie: Ach, Herr und Gott, willst du deinen ganzen Zorn über Jerusalem ausschütten und auch noch den letzten Rest Israels vernichten? Er sagte zu mir: Die Schuld des Hauses Israel und des Hauses Juda ist groß, ja übergroß. Das Land ist voll Blutschuld, die Stadt ist voll Unrecht. Sie sagen: Der Herr sieht es nicht; der Herr hat das Land verlassen. Darum zeigt mein Auge kein Mitleid, und ich übe keine Schonung. Ihr Verhalten lasse ich auf sie selbst zurückfallen. Ez. 9/5-11

Sie führen mein Volk in die Irre und verkünden Heil, wo es kein Heil gibt, und wenn das Volk eine Mauer aufrich-tet, dann übertünchen sie. Deshalb sag denen, die sie übertünchen: Sie wird einstürzen. Es kommt ein Wolken-bruch, Hagel fällt wie Steine vom Himmel, ein Sturm bricht los, und schon stürzt die Mauer ein. Wird man dann nicht zu euch sagen: Wo ist jetzt eure Tünche? Dar-um - so spricht Gott, der Herr: Ich lasse in meinem Zorn einen Sturm losbrechen, in meinem Groll schicke ich einen Wolkenbruch, in meinem Zorn einen verheerenden Hagelschlag. Ich reiße die Wand ein, die ihr übertüncht habt, ich lasse sie zu Boden stürzen, und ihr Fundament wird bloßgelegt. Und wenn sie einstürzt, werdet ihr in ihren Trümmern umkommen. Dann werdet ihr erkennen, daß ich der Herr bin. Ich lasse meinen Zorn an der Mauer aus und an denen, die sie übertüncht haben, und ich sage euch: Die Mauer ist weg, und weg sind die, die sie über-tüncht haben, die Propheten Israels, die über Jerusalem prophezeien und der Stadt mit ihren Visionen Heil versprechen, obwohl es kein Heil gibt - Spruch Gottes, des Herrn. Ez.13/10-16

Meint ihr, ihr könnt in meinem Volk Menschen jagen und Menschen verschonen, je nachdem, wie es euch paßt? (..) Ihr habt mein Volk belogen, das so gern auf Lügen hört. Ez. 13/18-20

Wenn der Schuldige sich von allen Sünden, die er getan hat, abwendet, auf alle meine Gesetze achtet und nach Recht und Gerechtigkeit handelt, dann wird er bestimmt am Leben bleiben und nicht sterben. Keines der Verge-hen, deren er sich schuldig gemacht hat, wird ihm ange-rechnet. Wegen seiner Gerechtigkeit wird er am Leben bleiben. Habe ich etwa Gefallen am Tod des Schuldigen - Spruch Gottes, des Herrn - und nicht vielmehr daran, daß er seine böse Wege verläßt und so am Leben bleibt? Wenn jedoch ein Gerechter sein rechtschaffenes Leben aufgibt, wenn er Unrecht tut und all die Greueltaten begeht, die auch der Böse verübt, sollte er dann etwa am Leben blei-ben? Keiner seiner gerechten Taten wird ihm angerech-net. Wegen seiner Treulosigkeit und wegen der Sünde, die er begangen hat, ihretwegen muß er sterben. Ez. 18/21-25

Lebt nach meinen Gesetzen, achtet auf meine Rechtsvor-schriften, und befolgt sie. Haltet meine Sabbattage heilig; sie sollen das Zeichen (des Bundes) zwischen mir und euch sein. Daran wird man erkennen, daß ich, der Herr, euer Gott bin. Aber die Söhne widersetzten sich mir. Sie lebten nicht nach meinen Gesetzen, und sie beachteten und befolgten meine Rechtsvorschriften nicht, die der Mensch befolgen muß, damit er durch sie am Leben bleibt. Ez. 20/19-21

Löwe der Völker, jetzt bist du verstummt. Und doch warst du wie ein Krokodil in den Seen, hast die Flüsse aufge-peitscht, das Wasser mit deinen Füßen beschmutzt und die Fluten aufgewühlt. So spricht Gott, der Herr: Ich wer-fe über dich mein Netz, ein Heer von vielen Völkern, die ziehen dich herauf in meinem Schleppnetz. Dann werfe ich dich aufs Land, schleudere dich aufs freie Feld. Ez.32/2-4

So spricht Gott, der Herr: Weh den Hirten Israels, die nur sich selbst weiden. Müssen die Hirten nicht die Herde weiden? Ihr trinkt die Milch, nehmt die Wolle für eure Kleidung und schlachtet die fetten Tiere; aber die Herde führt ihr nicht auf die Weide. Die schwachen Tiere stärkt ihr nicht, die Kranken heilt ihr nicht, die verletzten ver-bindet ihr nicht, die verscheuchten holt ihr nicht zurück, die verirrten sucht ihr nicht, und die starken mißhandelt ihr. Und weil sie keinen Hirten hatten, zerstreuten sich meine Schafe und wurden eine Beute der wilden Tiere. Meine Herde irrt auf allen Bergen und Höhen umher und war über das ganze Land verstreut. Doch keiner kümmer-te sich um sie; niemand suchte sie. Darum, ihr Hirten, hört das Wort des Herrn: So wahr ich lebe - Spruch Got-tes, des Herrn: Weil meine Herde geraubt wurde und weil meine Schaffe eine Beute der wilden Tiere wurden - denn sie hatten keine Hirten - und weil meine Hirten nicht nach meiner Herde fragten, sondern nur sich selbst und nicht meine Herde weideten, darum, ihr Hirten, hört das Wort des Herrn: So spricht Gott, der Herr: Nun gehe ich gegen die Hirten vor und fordere meine Schafe von ihnen zu-rück. Ich setzte sie ab, sie sollen nicht mehr die Hirten meiner Herde sein. Die Hirten sollen nicht länger nur sich selber weiden: Ich reiße meine Schafe aus ihrem Rachen, sie sollen nicht länger nur ihr Fraß sein. Denn so spricht Gott, der Herr: Jetzt will ich meine Schafe selber suchen und mich selber um sie kümmern. Wie ein Hirt sich um die Herde kümmert an dem Tag, an dem er mitten unter den Schafen ist, die sich verirrt haben, so kümmere ich mich um meine Schafe und hole sie zurück von all den Orten, wohin sie sich am dunklen, düsteren Tag zerstreut haben. Ez. 34/2-12 So spricht Gott, der Herr: Man sagt zu dir: Du bist eine Menschenfresserin und hast deinem eigenen Volk die Kinder weggenommen. Aber du sollst keine Menschen mehr fressen und deinem eigenen Volk nicht mehr die Kinder wegnehmen - Spruch Gottes, des Herrn. Ez: 36/13-14

Daniel In jener Zeit tritt Michael auf, der große Engelfürst, der für die Söhne deines Volkes eintritt. Dann kommt eine Zeit der Not, wie noch keine da war, seit es Völker gibt, bis zu jener Zeit. Doch dein Volk wird in jener Zeit geret-tet, jeder, der im Buch verzeichnet ist. Von denen, die im Land des Staubes schlafen, werden viele erwachen, die einen zum ewigen Leben, die anderen zur Schmach, zu ewigem Abscheu. Die Verständigen werden strahlen, wie der Himmel strahlt; und die Männer, die viele zum rech-ten Tun geführt haben, werden immer und ewig wie die Sterne leuchten. Du, Daniel, halte diese Worte geheim, und versiegele das Buch bis zur Zeit des Endes! Viele werden nachforschen und die Erkenntnis wird groß sein. Dan. 12/1-4

Viele werden geläutert, gereinigt und geprüft. Doch die ruchlosen Sünder sündigen weiter. Von den Sündern wird es keiner verstehen; aber die Verständigen verstehen es. Von der Zeit an, in der man das tägliche Opfer abschafft und den unheilvollen Greuel aufstellt sind es zwölfhun-dertneunzig Tage. Wohl dem, der aushält und dreizehn-hundertfünfunddreißig Tage erreicht! Du aber geh nun dem Ende zu! Du wirst ruhen, und am Ende der Tage wirst du auferstehen, um deinen Erbteil zu empfangen. Dan. 12/10-13

Hosea Der Herr sagte zu mir: Geh noch einmal hin und liebe die Frau, die einen Liebhaber hat und Ehebruch treibt. (Liebe sie) so, wie der Herr die Söhne Israels liebt. Obwohl sie sich anderen Göttern zuwenden Hosea 3/1

Hört das Wort des Herrn, ihr Söhne Israels! Denn der Herr erhebt Klage gegen die Bewohner des Landes: Es gibt keine Treue und keine Liebe und keine Gotteskennt-nis im Land. Nein, Fluch und Betrug, Mord, Diebstahl und Ehebruch machen sich breit, Bluttat reiht sich an Bluttat. Darum soll das Land verdorren, jeder, der darin wohnt, soll verwelken, samt den Tieren des Feldes und den Vögeln des Himmels; auch die Fische im Meer sollen zugrunde gehen. Doch nicht irgendwer wird verklagt, nicht irgendwer wird gerügt, sondern dich, Priester, klage ich an. Am hellichten Tag kommst du zu Fall, und ebenso wie du stürzt in der Nacht der Prophet. Auch deine Mutter lasse ich umkommen. Mein Volk kommt um, weil ihm die Erkenntnis fehlt. Weil du die Erkenntnis verworfen hast, darum verwerfe ich auch dich als meinen Priester. Du hast die Weisungen deines Gottes; deshalb vergesse ich auch deine Söhne. Je mehr sie wurden, um so mehr sün-digten sie gegen mich. Ihre Ehre tauschten sie ein gegen Schande. Sie nähren sich von der Sünde meines Volkes und sind gierig nach seinen ruchlosen Opfern. Darum wird es dem Priester ergehen wie dem Volk: Ich bestrafe ihn für sein Verhalten, seine Taten vergelte ich ihm. Sie werden zwar essen, doch sie werden nicht satt, sie treiben Unzucht, doch sie vermehren sich nicht. Ja, sie haben den Herrn verlassen und sich an Unzucht gehalten. Hosea 4/1-10

In ihrer Schlechtigkeit erheitern sie den König, in ihrer Falschheit seine Fürsten. Sie sind alle Ehebrecher. Sie sind wie ein angeheizter Backofen, dessen Feuer der Bä-cker nicht mehr schürt, wenn er den Teig knetet und ihn aufgehen läßt. Am "Tag unseres Königs" machen sie die Fürsten schwach mit der Glut des Weins, dessen Kraft die Wortführer umwirft. Ja, hinterhältig nähern sie sich, mit einem Herzen, das wie ein Backofen glüht: Die ganze Nacht über schläft ihr Zorn, am Morgen aber entbrennt er wie ein loderndes Feuer. Sie alle glühen wie ein Back-ofen; sie fressen ihre Regenten. Alle ihre Könige stürzen, doch zu mir ruft keiner von ihnen. Hosea 7/3-7 Die Rotte der Priester liegt auf der Lauer wie eine Bande von Räubern Hosea 6/9

Der Prophet ist ein Narr, der Geistesmann ist verrückt. So große Anfeindung zeigt, wie groß deine Schuld ist. Hosea 9/7

Sät als Saat Gerechtigkeit aus, so werdet ihr ernten, wie es (der göttlichen) Liebe entspricht. Nehmt Neuland unter den Pflug! Es ist Zeit, den Herrn zu suchen; dann wird er kommen und euch mit Heil überschütten. Ihr aber habt Schlechtigkeit eingepflügt; darum habt ihr Verbrechen geerntet und die Frucht der Lüge gegessen. Hosea 10712-13

Als sie ihre Weide hatten, wurden sie satt. Als sie satt waren, wurde ihr Herz überheblich, darum vergaßen sie mich. Deshalb wurde ich für sie zu einem Löwen, wie ein Panther lauere ich am Weg. Ich falle sie an wie eine Bä-rin, der man die Jungen geraubt hat, und zerreiße ihnen die Brust und das Herz. Die Hunde fressen sie dann und die wilden Tiere zerfleischen sie. Hosea 13/6-8 Vom Tod soll ich sie erlösen? Tod, wo sind deine Seu-chen? Unterwelt, wo ist dein Stachel? Mein Auge kennt kein Mitleid. Hosea 13/14 Die Menschen, die in stolzer Höhe dahinschreiten, kann er erniedrigen. Dan. 4/34

Gewogen wurdest du auf der Waage und zu leicht befun-den. Dan 5/26

Oben auf dem Heiligtum wird ein unheilvoller Greuel stehen, bis das Verderben, das beschlossen ist, über den Verwüster kommt. Dan. 9/27 Joel Die Sonne wird sich in Finsternis verwandeln und der Mond in Blut, ehe der Tag des Herrn kommt, der große und schreckliche Tag. Und es wird geschehen: Wer den Namen des Herrn anruft, wird gerettet. Denn auf dem Berge Zion und in Jerusalem gibt es Rettung, wie der Herr gesagt hat, und wen der Herr ruft, der wird entrinnen Joel 3/4-5

Amos Darum will ich dir all das antun, Israel, und weil ich dir all das antun werde, mache dich bereit, deinem Gott ge-genüber zu treten. Amos 4/12

Weh denen, die das Recht in bitteren Wermut verwandeln und die Gerechtigkeit zu Boden schlagen. Bei Gericht hassen sie den, der zur Gerechtigkeit mahnt, und wer wahres redet, den verabscheuen sie. Amos 5/7

Darum - so spricht der Herr, der Gott der Heere: Auf allen Plätzen herrscht Trauer, und auf allen Gassen schreit man: Wehe! Wehe! Den Ackerknecht holt man zur To-tenklage, den Kenner der Totenlieder ruft man zum Kla-gen. In allen Weinbergen herrscht Trauer; den ich schrei-te durch deine Mitte, spricht der Herr. Weh denen, die den Tag des Herrn herbeisehnen. Was nützt euch denn der Tag des Herrn? Finsternis ist er, nicht Licht. Es ist, wie wenn jemand einem Löwen entflieht und ihn dann ein Bär überfällt; kommt er nach Hause und stützt sich mit der Hand auf eine Mauer, dann beißt ihn eine Schlange. Ja, Finsternis ist der Tag des Herrn, nicht Licht, ohne Helligkeit ist er und dunkel. Amos 5/16-20 Ihr, die ihr den Tag des Unheils hinausschieben wollt, führt die Herrschaft der Gewalt herbei. Ihr liegt auf Betten aus Elfenbein und faulenzt auf euren Polstern. Amos 6/3-4

Hört dieses Wort, die ihr die Schwachen verfolgt und die Armen im Land unterdrückt. Ihr sagt: Wann ist das Neu-mondfest vorbei? Wir wollen Getreide verkaufen. Und wann ist der Sabbat vorbei? Wir wollen den Kornspeicher öffnen, das Maß kleiner und den Preis größer machen und die Gewichte fälschen. Wir wollen mit Geld die hilflosen kaufen , für ein paar Sandalen die Armen. Sogar den Abfall des Getreides machen wir zu Geld. Beim Stolz Jakobs hat der Herr geschworen: Keinen ihrer Taten wer-de ich jemals vergessen. Sollte deshalb die Erde nicht beben, sollten nicht all ihre Bewohner voll Trauer sein? Sollte nicht die ganze Erde sich heben wie der Nil (auf-gewühlt sein) und sich wieder senken wie der Strom von Ägypten? An jenem Tag - Spruch Gottes, des Herrn - lasse ich am Mittag die Sonne untergehn und breite am hellichten Tag über die Erde Finsternis aus. Ich verwand-le eure Feste in Trauer und all eure Lieder in Totenklage. Ich lege allen ein Trauergewand um und schere alle Köpfe kahl. Ich bringe Trauer über das Land wie die Trauer um den einzigen Sohn, und das Ende wird sein wie der bittere Tag (des Todes) Seht es kommen Tage - Spruch Gottes, des Herrn -, da schicke ich den Hunger ins Land, nicht den Hunger nach Brot, nicht Durst nach Wasser, sondern nach einem Wort des Herrn. Dann wanken die Menschen von Meer zu Meer, sie ziehen von Norden nach Osten, um das Wort des Herrn zu suchen; doch sie finden es nicht. An jenem Tag werden die schönen jungen Mädchen und die jungen Männer ohnmächtig vor Durst, alle, die beim Götzenbild von Samaria schwören und sagen: So war dein Gott lebt, Dan, so war dein Geliebter lebt, Beerscheba!, sie werden zu Boden stürzen und sich nicht mehr erheben. Amos 8/4-14 Ich sah den Herrn beim Altar stehen. Er sagte: Zerschlag den Knauf der Säule, so daß die Tragbalken zittern. Ich zerschmettere allen den Kopf. Was dann noch von ihnen übrig ist, töte ich mit dem Schwert. Keiner von ihnen kann entfliehen, keiner entrinnt, keiner entkommt. Wenn sie in die Totenwelt einbrechen: meine Hand packt sie auch dort. Und wenn sie zum Himmel aufsteigen: ich hole sie von dort herunter. Amos 9/1-3 Micha Würde sich einer nach dem Wind drehen und dir vorlü-gen: Ich prophezeie dir Wein und Bier!, das wäre ein Prophet für dieses Volk. Micha 2/11 Sie fressen mein Volk auf, sie ziehen den Leuten die Haut ab und zerbrechen ihnen die Knochen; sie zerlegen sie wie Fleisch für den Kochtopf, wie Braten für die Pfanne. Darum zieht man auch ihnen die Haut ab und reißt ihnen das Fleisch von den Knochen. Dann werden sie zum Herrn schreien; er aber wird ihnen nicht antworten. Er wird sein Angesicht vor ihnen verbergen; denn ihre Taten sind böse. Micha 3/3-4 Soll ich meinen Erstgeborenen hingeben für meine Ver-gehen, die Frucht meines Leibes für meine Sünde? Es ist dir gesagt worden, Mensch, was gut ist und was der Herr von dir erwartet: nichts anderes als dies: Recht tun, Güte und Treue lieben, in Ehrfurcht den Weg gehen mit dei-nem Gott. Micha 6/7-8 Verschwunden sind die Treuen im Land, kein Redlicher ist mehr unter den Menschen. Alle lauern auf Blut, einer macht Jagd auf den andern. Sie trachten nach bösem Gewinn und lassens sich gut gehen: Die hohen Beamten fordern Geschenke, die Richter sind für Geld zu haben, und die Großen entscheiden nach ihrer Habgier - so ver-drehen sie das Recht. Noch der Beste unter ihnen ist wie eine Distel, der Redlichste ist schlimmer als Dornenge-strüpp. Doch der Tag deiner Bestrafung kommt; dann werden alle bestürzt sein. Traut eurem Nachbarn nicht, verlaßt euch nicht auf den Freund! Hüte deinen Mund vor der Frau in deinen Armen! Denn der Sohn verachtet den Vater, die Tochter stellt sich gegen die Mutter, die Schwiegertochter gegen die Schwiegermutter; jeder hat die eigenen Hausgenossen zum Feind. Ich aber schaue nach dem Herrn, ich warte voll Vertrauen auf Gott, mei-nen Retter. Mein Gott wird mich erhören. Micha 7/2-7

Die Völker mit all ihrer Macht sollen sich schämen, wenn sie es sehen. Sie sollen die Hand auf den Mund legen, ihre Ohren sollen taub werden. staub sollen sie fressen Micha 7/16-17

Nahum Der Herr ist langmütig und von großer Macht; doch läßt der Herr gewiß keinen ungestraft. Nahum 1/3 Habakuk Deine Augen sind zu rein, um böses mit anzusehen, du kannst der Unterdrückung nicht zusehen, warum also siehst du den Treulosen zu und schweigst, wenn der Ruchlose den Gerechten verschlingt? Habakuk 1/13

Weh dem, der für sein Haus unrechten Gewinn sucht und sich hoch droben sein Nest baut, um dem drohenden Un-heil zu entgehen. Habakuk 2/9 Denn dich erdrückt dein Verbrechen gegen den Libanon-wald, und die Vernichtung des Großwildes lastet auf dir, wegen des Blutes, das du vergossen hast unter den Men-schen, wegen der Gewalttaten, die du verübt hast an Län-dern und Städten und an allen Bewohnern Habakuk 2/17

Er leuchtet wie das Licht der Sonne, ein Kranz von Strah-len umgibt ihn, in ihnen verbirgt sich seine Macht. Die Seuche zieht vor ihm her, die Pest folgt seinen Schritten. Wenn er kommt, wird die Erde erschüttert, wenn er hin-blickt, zittern die Völker. Da zerbersten die ewigen Berge, versinken die uralten Hügel. Habakuk ¾-5 Zefanja Ich raffe alles vom Erdboden weg, ich raffe es weg - Spruch des Herrn. Mensch und -vieh raffe ich weg, die Vögel des Himmels raffe ich weg und die Fische im Meer, (nämlich alles, was die Frevler zu Fall gebracht hat, und ich rotte die Menschen auf der Erde aus - Spruch des Herrn. (..) - alle, die sich auf den Dächern niederwerfen vor dem Heer des Himmels, auch alle, die sich vor dem Herrn niederwerfen, zugleich aber bei ihrem Moloch schwören und alle, die dem Herrn den Rücken kehren, die ihn nicht suchen und nicht nach ihm fragen. Schweigt vor Gott, dem Herrn! Denn der Tag des Herrn ist nahe. Ja, der Herr hat ein Schlachtopfer bereitet, er hat die eingelade-nen Gäste schon (dem Tod) geweiht. (..) an jenem Tag rechne ich ab mit jedem, der über die Schwelle springt, mit allen, die das Haus ihres Herrn mit Betrug und Ge-walt anfüllen. An jenem Tag - Spruch des Herrn - hört man vom Fischtor her Geschrei und aus der Neustadt lautes Jammern und von den Hügeln her großes Getöse. Jammert, ihr Bewohner der Senke! Denn das ganze Krä-mervolk verstummt, alle Geldwechsler sind ausgerottet. In jener zeit durchsuche ich Jerusalem mit der Laterne und rechne ab mit den Herren, die dick geworden sind auf ihrer Hefe und denken: Der Herr tut weder Gutes noch Böses. Zefanja ½-12 Der Tag des Herrn ist nahe, der gewaltige Tag, er ist nahe, schnell kommt er herbei. Horch, der Tag des Herrn ist bitter, da schreit sogar der Kriegsheld auf. Ein Tag des Zorns ist jener Tag, ein Tag der Not und Bedrängnis, ein Tag des Krachens und Berstens, ein Tag des Dunkels und der Finsternis, ein Tag der Wolken und der schwarzen Nacht, ein Tag des Widderhorns und des Kriegsgeschreis in den befestigten Städten und auf den hohen Zinnen. Da jage ich den Menschen Angst ein, so daß sie wie blind umherlaufen; denn sie haben sich gegen den Herrn ver-sündigt. Ihr Blut wird hingeschüttet wie Schutt und ihr fettes Mark wie Kot. Weder ihr Silber noch ihr Gold kann sie retten am Tag des Zorns des Herrn. Vom Feuer seines leidenschaftlichen Eifers wird die ganze Erde verzehrt. Denn er bereitet alle Bewohnern der Erde eine Ende, ein schreckliches Ende. Zefanja 1/14-18

Sucht Gerechtigkeit, sucht Demut! Vielleicht bleibt ihr geborgen am Tag des Zorns des Herrn. Zef. 2/3 Haggai So spricht der Herr der Heere: dieses Volk sagt: Noch ist die Zeit nicht gekommen, das Haus des Herrn aufzubauen. Da erging das Wort des Herrn durch den Propheten Hag-gai: Ist etwa die Zeit gekommen, daß ihr in euren getäfel-ten Häusern wohnt, während das Haus des Herrn in Trümmern liegt Nun aber spricht der Herr der Heere: Überlegt doch, wie es euch geht. Ihr sät viel und erntet wenig; ihr eßt und werdet nicht satt; ihr trinkt, aber zum betrinken reicht es euch nicht; ihr zieht Kleider an, aber sie halten nicht warm, und wer etwas verdient, verdient es für einen löchrigen Beutel. So spricht der Herr der Heere: Überlegt also, wie es euch geht. Haggai ½ -7 Sacharja So spricht der Herr der Heere: Kehrt um zu mir - Spruch des Herrn der Heere -, dann kehre ich um zu euch, spricht der Herr der Heere. Sach. 1/3 So spricht der Herr der Heere: Mit großem Eifer trete ich für Jerusalem und Zion ein; aber ich bin voll glühendem Zorn gegen die Völker, die sich in falscher Sicherheit wiegen. Sach. 14

Danach ließ er mich den Hohenpriester Jeschua sehen, der vor dem Engel des Herrn stand. Der Satan aber stand rechts von Joschua, um ihn anzuklagen. Der Engel des Herrn sagte zum Satan: Der Herr weise dich in die Schranken, Satan; ja, der Herr weise dich in die Schran-ken. Ist dieser Mann nicht ein Holzscheit, das man aus dem Feuer gerissen hat? Jeschua hatte nämlich schmutzi-ge Kleider an, als er vor dem Engel stand. Der Engel wandte sich an seine diener und befahl: Zieht ihm die schmutzigen Kleider aus! Zu ihm aber sagte er: Hiermit nehme ich deine Schuld von dir und bekleide dich mit festlichen Gewändern. Sach. 3/1-5 Schwert, erheb dich gegen meinen Hirten, gegen den Mann meines Vertrauens - Spruch des Herrn der Heere. Schlag den Hirten, dann werden sich die Schafe zerstreu-en. Ich richte meine Hand gegen die Kleinen. Im ganzen Land - Spruch des Herrn - werden zwei Drittel vernichtet, sie werden umkommen, nur der dritte Teil wird übrig bleiben. Dieses Drittel will ich ins Feuer werfen, um es zu läutern, wie man Silber läutert, um es zu prüfen , wie man Gold prüft. Sie werden meinen Namen anrufen, und ich werde sie erhören. Ja, ich werde sagen: Es ist mein Volk. Und das Volk wird sagen: Jahwe ist mein Gott. Sach. 13/7-9

Ich liebe euch, spricht der Herr. Doch ihr sagt: Worin zeigt sich deine Liebe? Maleachi 1/ 2

Jetzt ergeht über euch dieser Beschluß, ihr Priester: Wenn ihr nicht hört und nicht von Herzen darauf bedacht seid, meinen Namen in Ehren zu halten - spricht der Herr der Heere -, dann schleudere ich meinen Fluch gegen euch und verfluche den Segen, der auf euch ruht., ja ich verflu-che ihn, weil ihr nicht von Herzen darauf bedacht seid. Seht, ich schlage euch den Arm ab und werfe euch Unrat ins Gesicht, den Unrat eurer Feste, und man wird euch zu ihm hinausschaffen. (..) Er sollte mich fürchten und vor meinem Namen erschrecken. Zuverlässige Belehrung kam aus seinem Mund, nichts verkehrtes fand sich auf seinen Lippen, in Frieden und Aufrichtigkeit ging er mit mir seinen Weg, und viele hielt er davon ab, schuldig zu wer-den. Denn die Lippen des Priesters bewahren Erkenntnis, und aus seinem Mund erwartet man Belehrung; denn er ist der Bote des Herrn der Heere. Ihr aber, ihr seid abge-wichen vom Weg und habt viele zu Fall gebracht durch eure Belehrung; ihr habt den Bund Levis zunichte ge-macht, spricht der Herr der Heere. Darum mache ich euch verächtlich und erniedrige euch vor dem ganzen Volk, weil ihr euch nicht an meine Wege haltet und auf die Person seht bei der Belehrung. Sach. 2/ 1-9 Doch wer erträgt den Tag, an dem er kommt? Wer kann bestehen, wenn er erscheint? Sach. 3/2

Dem Fluch seid ihr verfallen, doch ihr betrügt mich wei-ter, ihr, das ganze Volk. Sach. 3/ 9

Was ihr über mich sagt, ist kühn, spricht der Herr. Doch ihr fragt: Was sagen wir denn über dich? Ihr sagt: Es hat keinen Sinn, Gott zu dienen. Was haben wir davon, wenn wir auf seine Anordnungen achten und vor dem Herrn der Heere in Trauergewändern umhergehen? Darum preisen wir die Überheblichen glücklich, denn die Frevler haben Erfolg; sie stellen Gott auf die Probe und kommen doch straflos davon. - Darüber reden die miteinander, die den Herrn fürchten. Der Herr horchte auf und hörte hin, und man schrieb vor ihm ein Buch, das alle in Erinnerung hält, die den Herrn fürchten und seinen Namen achten. Sie werden an dem Tag, den ich herbeiführe - spricht der Herr der Heere - mein besonderes Eigentum sein. Ich werde zu ihnen sein, wie ein Mann gut ist zu seinem Sohn, der ihm dient. Dann werdet ihr wieder den Unter-schied sehen zwischen dem Gerechten und dem, der Un-recht tut, zwischen dem, der Gott dient, und dem, der ihm nicht dient. Denn seht, der Tag kommt, er brennt wie ein Ofen: Da werden alle Überheblichen und Frevler wie Spreu, und der Tag, der kommt, wird sie verbrennen, spricht der Herr der Heere. Weder Wurzel noch Zweig wird ihnen bleiben. Für euch aber, die ihr meinen fürch-tet, wird die Sonne der Gerechtigkeit aufgehen, und ihre Flügel bringen Heilung. Ihr werdet hinausgehen und Freudensprünge machen, wie Kälber, die aus dem Stall kommen. An dem Tag, den ich herbeiführe, werdet ihr die ruchlosen unter euren Füßen zertreten, so daß sie zu A-sche werden, spricht der Herr der Heere. Mal. 3/ 13-22

Sprichwörter: Mein Sohn, geh nicht mit ihnen, halte deinen Fuß fern von ihrem Pfad! Denn ihre Füße laufen dem Bösen nach, sie eilen, Blut zu vergießen. Umsonst wird das Netz aus-gespannt vor den Augen aller Vögel; sie aber lauern auf ihr eigenes Blut, sie trachten sich selbst nach dem Leben. So enden alle, die sich durch Raub bereichern: Wer ihn an sich nimmt, dem raubt er das Leben. Sprüche 1/15-19 Als ich rief, habt ihr euch geweigert, meine drohende Hand hat keiner beachtet; jeden Rat, den ich euch gab, habt ihr ausgeschlagen, meine Mahnung gefiel euch nicht. Darum werde auch ich lachen, wenn euch Unglück trifft, werde spotten, wenn Schrecken über euch kommt, wenn der Schrecken euch wie ein Unwetter naht und wie ein Sturm euer Unglück über euch hereinbricht, wenn Not und Drangsal euch überfallen. Dann werden sie nach mir rufen, doch ich höre sie nicht; sie werden mich suchen, aber nicht finden. Weil sie die Einsicht haßten und nicht die Gottesfurcht wählten, meinen Rat nicht wollten, mei-ne ganze Mahnung mißachteten, sollen sie nun essen von der Frucht ihres Tuns und von ihren Plänen sich sättigen. Denn die Abtrünnigkeit der Haltlosen ist ihr Tod, die Sorglosigkeit der Toren ist ihr Verderben. Wer aber auf mich hört, wohnt in Sicherheit, ihn stört kein böser Schrecken. Sprüche 1/23-33

Nie sollen Liebe und Treue dich verlassen; binde sie dir um den Hals, schreib sie auf die Tafel deines Herzens! Dann erlangt du Gunst und Beifall bei Gott und den Men-schen. Mit ganzem Herzen vertrau auf den Herrn, bau nicht auf eigene Klugheit; such ihn zu erkennen auf all deinen Wegen, dann ebnet er selbst deine Pfade. Halte dich nicht selbst für weise, fürchte den Herrn, und fliehe das Böse! Sprüche 3/3-7 Trägt man den Feuer in seinem Gewand, ohne daß die Kleider in Brand geraten? Kann man über glühende Koh-len schreiten, ohne sich die Füße zu verbrennen? So ist es mit dem, der zur Frau sein Nächsten geht. Keiner bleibt ungestraft, der sie berührt. (..) Wer Ehebruch treibt, ist ohne Verstand, nur wer sich selbst vernichten will, läßt sich darauf ein. Sprüche 6 /27-32 Rüge den Zuchtlosen nicht; sonst haßt er dich. Rüge den Weisen, dann liebt er dich. Sprüche 9/8

Die Güte eines Menschen kommt ihm selbst zugute, der Hartherzige schneidet sich ins eigene Fleisch. Sprüche 11/17 Der Gerechte weiß, was sein Vieh braucht, doch das Herz des Frevlers ist hart. Sprüche 12/10

Wer geradeaus seinen Weg geht, fürchtet den Herrn, wer krumme Wege geht, verachtet ihn. Sprüche 14/2

Gewiß geht in die Irre, wer Böses plant; Liebe und Treue erlangt, wer Gutes plant. Sprüche 14/22

Die Gottesfurcht ist ein Lebensquell, um den Schlingen des Todes zu entgehen. Sprüche 14/27

Totenreich und Unterwelt liegen offen vor dem Herrn, wieviel mehr die Herzen der Menschen. Sprüche 15/11

Manch einem scheint sein Weg der rechte, am ende aber sind es Wege des Todes. Sprüche 16/25

Gottesfurcht erzieht zur Weisheit und Demut geht der Ehre voran. Sprüche 15/33

Jeder meint sein Verhalten sei Fehlerlos, doch der Herr prüft die Geister. Sprüche 16/2

Besser ein trockenes Stück Brot und Ruhe dabei als ein Haus voll Braten und dabei Streit. Sprüche17/1

Der Übeltäter achtet auf böse Lippen, der Lügner horcht hin auf eine verderbte Zunge. Sprüche 17/4

Für den Reichen ist sein Vermögen wie eine feste Stadt, wie eine hohe Mauer - in seiner Einbildung. Sprüche 18/11 Die Torheit verdirbt dem Menschen den Weg, und dann grollt sein Herz gegen den Herrn. Sprüche 19/3

Wer nach Gerechtigkeit und Güte strebt, findet Leben und Ehre. Sprüche 21/21

Wer zum Schuldigen sagt: Unschuldig bist du!, den ver-fluchen die Menschen, verwünschen die Leute. Sprüche 24/24

Denn siebenmal fällt der Gerechte und steht wieder auf, doch die Frevler stürzen ins Unglück Sprüche 24/16

Siehst du jemand, der sich selbst für weise hält - mehr Hoffnung gibt es für den Toren als für ihn. Sprüche 26/12

Wer die Lehre preisgibt, rühmt den Frevler, wer die Lehre beachtet, bekämpft ihn. Sprüche 28/4

Ohne prophetische Offenbarung verwildert das Volk; wohl ihm, wenn es die Lehre bewahrt. Durch Worte wird kein Sklave gebessert, er versteht sie wohl, aber er kehrt sich nicht daran. Sprüche 29/18-19

Um zweierlei bitte ich dich, versage es mir nicht, bevor ich sterbe: Falschheit und Lügenwort halte fern von mir; gib mir weder Armut noch Reichtum, nähre mich mit dem Brot, das mir nötig ist, damit ich nicht, satt gewor-den, dich verleugne und sage: Wer ist denn der Herr?, damit ich nicht als Armer zum Dieb werde und mich am Namen meines Gottes vergreife. Sprüche 30/7-9 Trügerisch ist die Anmut, vergänglich die Schönheit, nur eine gottesfürchtige Frau verdient Lob. Sprüche 31/30

Weisheit Die Frevler aber holen winkend und rufend den Tod her-bei und sehnen sich nach ihm wie nach einem Freund; sie schließen einen Bund mit ihm, weil sie es verdienen, ihm zu gehören. Sie tauschen ihre verkehrten Gedanken aus und sagen: Kurz und traurig ist unser Leben; für das Ende des Menschen gibt es keine Arznei, man kennt keinen, der aus der Welt des Todes befreit. Durch Zufall sind wir geworden, und danach werden wir sein, als wären wir nie gewesen. Der Atem in unserer Nase ist Rauch, und das Denken ist ein Funke, der vom Schlag des Herzens ent-facht wird; verlöscht er, dann zerfällt der Leib zu Asche, und der Geist verweht wie dünne Luft. Unser Name wird bald vergessen, niemand denkt mehr an unsere Taten Unser Leben geht vorüber wie die Spur einer Wolke und löst sich auf wie ein Nebel, der von den Strahlen der son-ne verscheucht und von ihrer Wärme zu Boden gedrückt wird. Unsere Zeit geht vorüber wie ein Schatten, unser Ende wiederholt sich nicht; es ist versiegelt, und keiner kommt zurück. Auf, laßt uns die Güter des Lebens genie-ßen und die Schöpfung auskosten, wie es der Jugend zu-steht. Erlesener Wein und Salböl soll uns reichlich flie-ßen, keine Blume des Frühlings darf uns entgehn. Be-kränzen wir uns mit Rosen, ehe sie verwelken; keine Wiese bleibe unberührt von unserem ausgelassenen Trei-ben. Überall wollen wir Zeichen der Fröhlichkeit zurück-lassen; das ist unser Anteil, der fällt uns zu. Laßt uns den Gerechten unterdrücken, der in Armut lebt, die Witwe nicht schonen und das graue Haar des Betagten nicht scheuen! Unsere Stärke soll bestimmen, was Gerechtigkeit ist; denn das Schwache erweist sich als unnütz. Laßt uns dem Gerechten auflauern! Er ist uns unbequem und steht unserem Tun im Weg. Er wirft uns Vergehen gegen das Gesetz vor und beschuldigt uns des Verrats an unserer Erziehung. Er rühmt sich, die Erkenntnis Gottes zu besit-zen, und nennt sich einen Knecht des Herrn. Er ist unse-rer Gesinnung ein lebendiger Vorwurf, schon sein An-blick ist uns lästig; denn er führt ein Leben, das dem der anderen nicht gleicht, und seine Wege sind grundver-schieden. Als falsche Münze gelten wir ihm; von unseren Wegen hält er sich fern wie von Unrat. . Das Ende des Gerechten preist er glücklich und prahlt, Gott sei sein Vater. Wir wollen sehen, ob seine Worte wahr sind, und prüfen, wie es mit ihm ausgeht. Ist der Gerechte wirklich Sohn Gottes, dann nimmt sich Gott seiner an und entreißt ihn der Hand seiner Gegner. Roh und grausam wollen wir mit ihm verfahren, um seine Sanftmut kennenzulernen, seine Geduld zu erproben. Zu einem ehrlosen Tod wollen wir ihn verurteilen; er behauptet ja, es werde ihm Hilfe gewährt. So denken sie, aber sie irren sich; denn ihre Schlechtigkeit macht sie blind. Sie verstehen von Gottes Geheimnissen nichts, sie hoffen nicht auf Lohn für die Frömmigkeit und erwarten keine Auszeichnung für unta-delige Seelen. Weisheit 2/1-21

Gott hat den Menschen zur Unvergänglichkeit erschaffen und ihn zum Bild seines eigenen Wesens gemacht. Doch durch den Neid des Teufels kam der Tod in die Welt, und ihn erfahren alle, die ihm angehören. Weisheit 2/23-24

Die Seelen der Gerechten sind in Gottes Hand und keine Qual kann sie berühren. In den Augen der Toren sind sie gestorben, ihr Heimgang gilt als Unglück, ihr Scheiden von uns als Vernichtung; sie aber sind in Frieden. In den Augen der Menschen wurden sie gestraft; doch ihre Hoff-nung ist voll Unsterblichkeit. Ein wenig nur werden sie gezüchtigt; doch sie empfangen große Wohltat. Denn Gott hat sie geprüft und fand sie seiner würdig. Wie Gold im Schmelzofen hat er sie erprobt und sie angenommen als ein vollgültiges Opfer. Beim Endgericht werden sie auf-leuchten wie Funken, die durch ein Stoppelfeld sprühen. Weisheit 3/1-8

Der Gerechte aber, kommt auch sein Ende früh, geht in Gottes Ruhe ein. Denn ehrenvolles Alter besteht nicht in einem langen Leben und wird nicht an der Zahl der Jahre gemessen. Mehr als graues Haar bedeutet für die Men-schen die Klugheit, und mehr als Greisenalter wiegt ein Leben ohne Tadel. Er gefiel Gott und wurde von ihm entrückt. Er wurde weggenommen, damit nicht Schlech-tigkeit seine Einsicht verkehrte und Arglist seine Seele täuschte. Denn der Reiz des Bösen verdunkelt das Gute, und der Taumel der Begierde verdirbt den arglosen Sinn. Früh vollendet, hat der Gerechte doch ein volles Leben gehabt; da seine Seele dem Herrn gefiel, enteilte sie aus der Mitte des Bösen. Weisheit 4/7-13 Die Frevler sehen das Ende des Weisen, verstehen aber nicht, was der Herr mit ihm wollte und warum er ihn in Sicherheit brachte. Sie sehen es und gehen darüber hin-weg; doch der Herr lacht über sie. Dann werden sie ver-achtete Leichen sein, ewiger Spott bei den Toten. Sie werden verstummen, wenn er sie kopfüber hinabstürzt und aus ihren Grundfesten reißt. Sie werden völlig ver-nichtet und erleiden Qualen; die Erinnerung an sie ver-schwindet. Weisheit 4/17-19 Zitternd kommen sie zum Gericht über ihre Sünden; ihre Vergehen treten ihnen entgegen und überführen sie. Dann wird der Gerechte voll Zuversicht dastehn vor denen, die ihn bedrängt und seine mühen verachtet haben. Wenn sie ihn sehen, packt sie entsetzliche Furcht, und sie geraten außer sich über seine unerwartete Rettung. Jetzt denken sie anders; seufzend und voll Angst sagen sie zueinander: Dieser war es, den wir einst verlachten, verspotteten und verhöhnten, wir Toren. Sein Leben hielten wir für Wahn-sinn und sein ende für ehrlos. Jetzt zählt er zu den Söhnen Gottes, bei den Heiligen hat er sein Erbteil. Also sind wir vom Weg der Wahrheit abgeirrt; das Licht der Gerechtig keit strahlte uns nicht, und die Sonne ging nicht für uns auf. Bis zum Überdruß gingen wir die Pfade des Unrechts und des Verderbens und wanderten durch weglose Wüs-ten, aber den Weg des Herrn erkannten wir nicht. Was nützte uns der Übermut, was brachte uns Reichtum und Prahlerei? Weisheit 5 Hört also, ihr Könige, und seid verständig, lernt, ihr Ge-bieter der ganzen Welt. Horcht, ihr Herrscher der Massen, die ihr stolz seid auf Völkerscharen! Der Herr hat euch die Gewalt gegeben, der Höchste die Herrschaft, er, der eure Taten prüft und eure Pläne durchforscht. Ihr seid Diener seines Reichs, aber ihr habt kein gerechtes Urteil gefällt, das Gesetz nicht bewahrt und die Weisungen Got-tes nicht befolgt. Schnell und furchtbar wird er kommen, denn über die Großen ergeht ein strenges Gericht. Weisheit 6