Das Gesicht des 3. Reiches

von J.C. Fest

Auszüge:

Über Hitler: " ... teilte er immer verbissener nach allen Seiten hin Schläge aus, warf seine Armeen über immer neue Grenzen, unaufhörlich größere Räume erobernd, von denen doch keiner groß genug war seine Ichsucht zu behausen."

"Das Deutsche Volk", so entgegenete er (Hitler) 1938 in der ihm eigenen Art von Ironie öffentlich auf eine entsprechende Warnung, "hat einst die Kriege mit den Römern überstanden. Das Deutsche Volk hat die Völkerwanderung, ...die späteren großen Kämpfe des frühen und späten Mittelalters überstanden. Das Deutsche Volk hat dann die Glaubenskämpfe der neueren Zeit überstanden. Das deutsche Volk hat dann später die Napoleonischen Kriege, die Freiheitskriege, es hat sogar einen Weltkrieg überstanden, sogar die Revolution von 1918 - es wird auch mich überstehen!"

(Anmerkung: Wird das deutsche Volk auch die Dekadenz der Demokratie überstehen?!)

Zitate Joseph Goebbels:

"Lieber mit dem Bolschewismus den Untergang, als mit dem Kapitalismus die ewige Sklaverei" zu wählen, und nannte es "grauenhaft", daß "die Kommunisten und wir uns gegenseitig die Köpfe einschlagen." In einem offenen Brief, dessen Adressat "Mein Freund von der Linken" hieß, stellte er einen ganzen Katalog identischer Überzeugungen und Haltungen auf (...9 "Sie und ich", so schloß Goebbels sein Schreiben, "wir kämpfen gegeneinander, ohne daß wir wirkliche Feinde wären, und wir kommen nie zum Ziel. Vielleicht wird die letzte Not uns zusammenführen. Vielleicht..."

"Wenn einer zu mir sagt: "Eure Propaganda hat ja kein gesittetes Niveau", dann brauche ich mich mit ihm gar nicht zu unterhalten. Es kommt nicht darauf an, daß eine Propaganda Niveau hat, sondern darauf, daß sie zum Erfolge führt."

über Reinhard Heydrich:

"Ihm galt das eigene Seelenheil weniger als die Exaltation einer Macht, die nur noch sich selbst wollte."

Ernst Röhm: "Da ich ein unreifer und schlechter Mensch bin, sagt mir der Krieg und die Unruhe eben mehr zu als die brave bürgerliche Ordnung."

"so äußerte er noch im Jahre 1933 einem britischen Diplomaten gegenüber, daß er sich "eher mit einem gegnerischen Soldaten als mit einem deutschen Zivilisten verständigen würde; denn dieser ist ein Schwein, und ich verstehe seine Sprache nicht."

Schon im Januar 1937 Ludwig Beck, der Chef des Generalstabs, an seinen damaligen Vorgesetzen, den Generaloberst von Fritsch, geschrieben:

"Die Wehrmacht genießt in unserem militärfrommen Volk ein fast unbegrenztes Vertrauen... Auf der Armee liegt ganz ausschließlich die Verantwortung für diekommenden Dinge. Vor dieser Feststellung gibt es kein Ausweichen." Beck hat denn auch von seiner Stelle aus alles versucht, Hitlers Kriegsabsichten zu durchkreuzen oder zumindest zu verzögern, ohne indess mehr als die Verabschiedung zu erreichen. "Was macht der Hund aus unserem schönen Deutschland!" hat er damals ausgerufen"

Hitler bemerkt über den deutschen Generalstab:

"Als ich noch Reichskanzler war, habe ich gemeint, der Generalstab gleiche einem Fleischerhund, den man fest am Halsband haben müsse, weil er sonst jeden anderen Menschen anzufallen drohe. Nachdem ich Reichskanzler geworden war, habe ich feststellen müssen, daß der deutsche Generalstabnichts weniger als ein Fleischerhund ist. Dieser Generalstab (den Hitler auswechselte) hat mich immer gehindert, das zu tun, was ich für nötig hielt. Der Generalstab hat die Aufrüstung, die Rheimlandbesetzung, dem Einmarsch nach Österreich, der Besetzung der Tschechei und schließlich sogar dem Krieg gegen Polen widersprochen. Der Generalstab hat mir abgeraten gegen Rußland Krieg zu führen. Ich bin es, der diesen Fleischerhund immer erst antreiben muß."

"Wie Babeuf konnten sie fast alle von sich sagen, daß die revolutionäre Zeit sie "schrecklich verdorben" habe, so daß sie zu jedem anderen Beruf als dem des Politikers unfähig geworden seien."

Anmerkung: In unserer Demokratie betont man mit glatten Worten die Unmoral als Moral und darum gelangt die Demokratie an einen Punkt, der so gefährlich ist wie die überwundenen Staatsformen des Faschismus, Kommunismus, Feudalismus, sie entwickelt sich zum Sprengstoff. Aus der Geschichte zu lernen hieße doch ganz einfach Ungerechtigkeit zu übewinden und Gutes zu übernehmen. Die Demokratie benutzt die Vergangenheit aber in erster Linie, um von ihren eigenen Widersprüchen abzulenken und diese Widersprüche immer wieder neu zu legitimieren. Was nutzen mir denn Geschichstbücher, wenn ich dabei verdränge, daß das Böse auch das Gewand der dekadenten Demokratie trägt?! Was nutzt mir denn die Geschichte als Lehrbuch im Guten wie im Bösen, wenn ich die ganze Vergangenheit wegschütte und gleichzeitig nicht den Dreck und Schmutz im eigenen Bade zur Kenntnis nehme?! Wer dem deutschen Volk nur Schlechtes in der Vergangenheit anlastet, der schüttet das Kind mit dem Bade aus und läßt ihm keine Chance mehr. Was ich vom sogenannten "Bund der Anständigen" zu halten habe weiß ich mitlerweile aufs gründlichste!)