Ehe ohne Gott
Eine Ehe, die nicht den Weg zu Gott findet, ist eine tote Ehe, eine seelenlose Beziehung.
Denn es muß uns doch um das Reich der Liebe gehen das nur bei Gott zu finden ist.
Das Liebe nicht nur aus Gefühlen besteht lehrt uns jede Beziehung.
Denn weder können wir Menschen Liebe "machen", noch können wir Liebe vereinnahmen. Liebe
ist ein Geschenk aus dem Reich der Liebe. Liebe kann uns zwar zufallen, Liebe ist deswegen
aber kein Zufall!
Liebe kann zu jedem Menschen gelangen, aber wie soll Liebe in uns echte Aufnahme finden,
wenn wir innerlich nicht festlich
für die Liebe geschmückt sind durch Gebet, Demut, gute Werke und die notwendige Selbstanklage
des Gewissens? Jeder Mensch trägt in sich eine Sehnsucht nach ewiger, unendlicher Liebe.
Wenn wir diese Sehnsucht zulassen, dann schlägt sie einen Bogen der Hoffnung ins Reich der Liebe.
Wenn wir diese innere Sehnsucht aber aufspalten lassen bis zur Sucht nach Ersatzinhalten, dann
erbauen wir ein Gegenparadies, eine Art Schlaraffenland an dem wir letztlich zugrunde gehen.
Weil kein Mensch Liebe "machen" kann und nur Gott die Liebe ist, kann ein gemeinsamer Weg immer
nur
ein gemeinsamer Weg zu Gott sein. Ohne Gott geben wir uns einer schweren Selbstentwertung, einem
fürchterlichen Selbstbetrug hin und werden zu entäuschten Menschen, zu lebenden Toten, die keine
Hoffnung
mehr haben und das Leben höchstens noch als Spaß, als Genuß begreifen.
Eine Ehe soll ein Gottesdienst sein, denn die Ehegemeinschaft ist die kleinste Kirche Jesu Christi.
Wie leicht sind diese Worte ausgesprochen, doch wie schwer sind sie zu erfüllen, wenn wir
den Zeitgeist beknien und vom Zeitgeist
alleine alles erwarten. Gott will uns in diesem einmaligen Leben auf der Erde zur Liebe heranbilden,
aber lassen wir uns heranbilden zum Reich der Liebe?