Fatima ruft

Schwester Lucias letztes Buch:

"Die Aufrufe von Fatima"

1917 erschien die Mutter Gottes in Fatima

(Portugal) drei Hirtenkindern und bat die

Menschen umzukehren.

Das einzig noch lebende Seherkind von Fatima,

die heute über 90jährige Schwester Lucia hat

noch einmal ein Buch geschrieben:

Wenn sie an diesem Buch interessiert sind

schreiben Sie bitte an:

Fatima Aktion e.V.

Fr. - Wirth - Str. 4,

88353 Kissleg

Oder telefonisch bzw. per Fax:

07563/92003

Fax: 3381

 

 

Das schicksalsträchtige Jahr 1917


Portugal ist seit einem Jahr in das blutige Ringen des ersten Weltkrieges hineingezogen.
Die USA greift ein und wird zur bedeutendsten militärischen Macht des Westens.
Im Oktober bricht die Revolution in Russland aus, die dem Kommunismus zum Siege verhilft.
Portugal ist in dieser Zeit innenpolitisch zerrissen. Die neuen Machthaber sind Freimaurer und

geben dem Katholizismus die Schuld für ihre Misere. Die Beziehungen zum Vatikan werden

abgebrochen, der Religionsunterricht abgeschafft und viele Kirchen und Klöster geschlossen.

Schulkinder ziehen mit Spruchbänder durch die Strassen: "Weder Gott noch Religion"!

Vom 13. Mai bis 13. Oktober greift - von der Welt kaum beachtet, eine andere Macht sichtbar

in die Geschichte der Menschheit ein. Maria erscheint unter Zeichen, die einmalig in der

Kirchengeschichte sind, sechsmal in Fatima. Sie verheisst das Ende des 1. Weltkrieges, ruft

auf zum Rosenkranz-Gebet, zum Gebet um den Frieden und bittet um Umkehr. Auch bittet

sie Papst und Bischöfe, Russland ihrem Unbefleckten Herzen zu weihen, damit es sich bekehre.

Während die Grossen Kampfespläne schmieden, wählt Maria drei kleine, ungebildete Kinder

aus und erscheint in der Cova da Iria, einer verlassenen Talmulde, die zur Zeit der Lusitaner

der Göttin Iria geweiht war, um ihre Botschaft der Liebe, des Friedens und der Hoffnung zu

bringen. Während die Weltmächte lautstark zum Untergang rüsten und ihre Todeswaffen

einsetzen, greift Maria zur Waffe des Rosenkranzes und lehrt die Menschen wieder beten

und lieben.

Sind Sie an der Fortsetzung dieser Geschichte interessiert?
Wir erzählen Sie Ihnen gerne auf einer unserer Fatima-Wallfahrten

 

MARIENERSCHEINUNGEN

– F A T I M A 3.12.03

Referat von Jenny Reimer

Im zeitgeschichtlichen Rahmen liegen die Ergeignisse von Fatima in einer Zeit niederdrückender Umständen für Portugal.

Nachdem am 4. Februar 1908 der damalige König Karl und der Kronprinz Ludwig Phillip ermordet wurden, bahnten sich

Verschwörungen an, die schließlich zu einer Revolution führten, die am 4. Oktober 1910 in Lissabon ausbrach. Dies führte

zu einem sowohl politischem, als auch wirtschaftlichem und moralischem Niedergang der Herrschaftstümer.

Der Vorgänger des Papstes Pius kommentierte 1942 die damalige Situation durch eine Radioansprache mit folgenden Worten:

"In einer tragischen Stunde von Finsternis und Verwirrung, da das portugiesische Schiff abgeirrt war von dem Kurs der Traditionen

und wie verloren im antichristlichen und antinationalen Wettersturm dem Schiffbruch entgegenzutreiben schien, da griff der Himmel

helfend ein. Und aus der Finsternis strahlte Licht auf, aus dem Chaos tauchte die Hoffnung empor..."

Mit den letzten Sätzen bezeichnete er die Wunder von Fatima.

Die Erscheinungen von Fatima fanden am 13. eines jeden Monats von März bis Oktober 1917 statt. Nur drei Personen hatten das Glück diese zu sehen.

Lucia de Jesus, deren Eltern Landarbeiter waren und daher ein sehr bescheidenes und ärmliches Leben führten, war die Hauptperson, denn ihr reichte

Maria in einer ihrere Erscheinungen die heilige Kommunion. Sie sah nach eigenen Angaben auch schon ein Jahr zuvor die Vision des Engels des

Friedens. Bei den Erscheinungen wurde sie begleitet von ihrer 7 jährigen Cousine Jacinta und ihrem 8 Jahre alten Vetter Francisco, die ebenfalls aus

einfachen Verhältnissen stammten.

Die Aufgabe von Lucia war es, täglich das Vieh auf die Felder zu treiben und es zu hüten. Oft begleiteten Jacinta und Francisco sie dabei, so auch am

13. Mai 1917, dem Tag der ersten marianischen Erscheinung.

Während die Kinder das Vieh hüten und spielten, erschien plötzlich ein weißer Glanz über einer Eiche nicht weit von ihnen. Lucia beschreibt das Geschehen:

"Ich sah über einer Steineiche eine ganz in weiß gekleidete Frau schweben, die einen herrlichen Duft verströmte. Sie war leuchtender als die Sonne und strahlte

ein Licht aus, das heller und stärker schien als ein Kristallglas voll glasklarem Wasser, wenn die heißeste Sonne darauf scheint." Zuletzt befahl Maria

ihnen noch, je am 13. aller folgenden Monate wieder am selben Ort zu erscheinen, um Gebote zu empfangen.

Bei dieser ersten Begegnung zwischen den Kindern und Maria bat diese die Kindern, ihre Botschaft zu vermitteln, die besagte, dass die Menschen ihre Sünden

nicht genügend bereuten und sich zu wenig Gedanken über die himmlischen Konsequenzen dafür machten.

Von tiefer Erfurcht gebeugt einigten sich Lucia, Jacinta und Francisco zuhause nichts von dem Geschehen zu berichten, da sie alle drei fürchteten, dass niemand

ihnen glauben und man sie verspotten würde. Dennoch nahm sich jeder fest vor, die Worte Marias ernstzunehmen.

Nachdem sie schließlich den Anweisungen gefolgt waren und weitere Erscheinungen erlebt hatten, hielten sie es nicht mehr aus. Sie waren sich nun einig,

dass sie berichten würden, was sie gesehen hatten damit andere Menschen an Marias Herrlichkeit teilhaben konnten. Trotz aller Entschlossenheit berichtet

Lucia, dass es unmöglich sei, das Gesehene mit menschlichen Worten zu beschreiben.

Zunächst glaubte niemand, was die drei Kinder erzählten. Doch diese ließen davon nicht ab und baten ihre Familien immer wieder, sie am folgenden 13.

zu der Stelle zu begleiten, an der Maria erscheinen würde. Schließlich kamen die Eltern ihren Bitten nach und folgten ihnen. Kaum dass Maria erschien,

warfen sich Lucia, Jacinta und Francisco auf die Knie und begannen zu beten, doch niemand außer ihnen konnte etwas von der Erscheinung sehen.

Die Geschichte der Seherkinder sprach sich dennoch herum, so dass viele religiöse Menschen anreisten und hofften, am folgenden 13. Maria zu begegnen.

So kam es, dass schließlich zehntausende Menschen am Ort der Erscheinung waren, aber wieder erschien Maria nur den drei Kindern.

Die Botschaft, die Maria, welche als Prophetin auftritt, überbringt, ist bei jeder Erscheinung die selbe. Sie fordert die Umkehr zu stärkerem Glauben,

stärkt die Hoffnung, fordert zum Gebet (des Rosenkranzes) auf und ruft die Macht der Sünde zurück in die Erinnerung des Menschen (...das Böse sei

nicht zu unterschätzen...).

Lucia zitierte Maria: "Betet, betet, betet, tut Buße, bringt Opfer für die Sünder, die Leute sollen sich bessern und um Verzeihung ihrer Sünden bitten,

sie sollen den Herrn nicht mehr beleidigen, der schon genug beleidigt wurde."

Um ihre Botschaft bedeutsamer zu gestalten, zeigte Maria den Kindern in ihrer dritten Erscheinung eine Vision der Hölle, in denen die Kinder Furchtbares

sahen und die sie in Angst und Schreck versetzte.

Die bekannteste und bedeutendste Erscheinung Mariens ist ihre letzte am 13. Oktober 1917. Sie gilt als das sogenannte Sonnenwunder, welches als Sieg

gegen die Übel der damaligen Zeit gedeutet wurde. Maria erscheint als "Frau, mit der Sonne bekleidet, den Mond zu ihren Füßen und einer Krone von 12

Sternen auf ihrem Haupt." Die Botschaft dieses Wunders appellierte an den mangelnden Glauben, an die Ernsthaftigkeit unserer Freiheit, die Leugnung der

Sünde, der Hölle und des Bösen und dass diese Dinge bedrohliche Außmaße nehmen können.

Die Seherkinder der Erscheinungen in Fatima sind schließlich die drei jüngsten Menschen in der katholischen Kirche, die offiziell anerkannt heilig

gesprochen wurden. Zur Zeit ihre Heiligsprechung waren sie noch Kinder.