Gedanken zum Brotwunder
Als Jesus das Brotwunder gewirkt hatte, weil er sah, daß die Menge sehr hungrig war, da liefen sie ihm hinterher. Er aber tadelte die Menge und sagte ihnen, daß sie ihm nicht wegen des Wortes Gottes folgen würden, sondern weil er ihnen Brot gegeben habe. Jesus war selbstverständlich sozial eingestellt, aber er betrieb keinen Sozialrummel und stellte den sozialen Gedanken mit Sicherheit nicht über seinen eigentlichen Auftrag Seelen zu retten. Den Sozialstaat nach dem Muster Deutschlands hätte er mit Sicherheit scharf verurteilt, weil er in vielen Fällen Faulheit und Laster unterstützt und Menschen aus aller Welt dazu verführt, die "Fleischtöpfe Ägyptens" aufzusuchen, statt in der Heimat zu bleiben und dort das seinige zu tun.
Das "Brotwunder", das unser Sozialstaat wirkt, kommt nicht aus dem Nichts und es kostet uns etwa 60 % des Bruttoinlandsprodukts. Können wir uns das wirklich leisten? Wirklich bedürftigen, zumal wenn sie unverschuldet bedürftig werden, denen soll immer geholfen werden. Denn jeder von uns kann in so eine Situation kommen. Fakt ist aber, daß dieser Sozialstaat massiv zum Sozialmißbrauch Einladungen versendet und das müßte unter Berufung auf das Christentum unterbunden werden. Leider haben unsere Geistlichen, geschweige denn unsere Politiker und Medien, nicht verstanden was die Glocke geschlagen hat. Im Gegenteil, sie bereichern sich in besonders abstoßender Weise und sind keineswegs bereit ein gutes Beispiel abzugeben. Was soll man von Politikern halten, die fürstliche Diäten erhalten und gleichzeitig den Schwerpunkt ihrer Arbeit auf ihre Hauptberufe außerhalb der Politik legen, also Doppelverdiener sind, denen das Schicksal Detschlands eigentlich nichts mehr bedeutet? Was soll man von Geistlichen halten, die nicht im Ansatz Armut leben, sondern Gehälter erhalten, die für Jesus Christus nicht akzeptabel sind?