Benedikt und Medien "Danke für Euren Besuch ..."

Erstmals vor internationalen Medienvertretern: Papst Benedikt XVI. (Foto: dpa) Rom/Hamburg - Papst Benedikt XVI. ist am Samstag erstmals mit internationalen Medienvertretern zusammengetroffen. Im folgenden Auszüge aus seiner Ansprache nach einer Übersetzung: "Mit wahrer Freude treffe und grüße ich ganz herzlich Euch Journalisten, Fotografen und Kameraleute. ... Danke für Euren Besuch und besonders für den Dienst, den ihr in diesen Tagen für den Heiligen Stuhl und die katholische Kirche geleistet habt. ... Man kann sagen, dass dank Eurer Arbeit die Aufmerksamkeit der ganzen Welt seit mehreren Wochen auf die Basilika, den Petersplatz und den apostolischen Palast gerichtet war, in dem mein Vorgänger - der unvergessliche Johannes Paul II. - heiter seine irdische Existenz beendet hat und wo mich später in der Sixtinischen Kapelle die Kardinäle zu seinem Nachfolger gewählt haben."

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"Dank Euch allen wurde weltweit über diese historisch wichtigen kirchlichen Ereignisse berichtet. Ich weiß, wie hart Ihr weit weg von Eurem Zuhause und Euren Familien für viele Stunden und manchmal unter schwierigen Bedingungen gearbeitet habt. ... Die Möglichkeiten, die sich uns durch die modernen Mittel sozialer Kommunikation geöffnet haben, sind in der Tat wunderbar und außergewöhnlich!"

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"Ohne Zweifel war Papst Johannes Paul II. der große Urheber dieses offenen und ehrlichen Dialogs. Er war es, der in mehr als 26 Jahren seines Pontifikats die konstanten und fruchtbaren Beziehungen mit Euch, die Ihr für die sozialen Kommunikationsmittel arbeitet, gepflegt hat."

Den folgenden Teil hielt der Papst in deutscher Sprache: "Damit die sozialen Kommunikationsmittel einen positiven Dienst am Gemeinwohl leisten können, braucht es den verantwortlichen Beitrag aller und jedes einzelnen. Dabei ist es notwendig, immer besser die Perspektiven und die Verantwortung zu begreifen, die die Entwicklung der Medien mit sich bringt - im Hinblick auf die tatsächlichen Auswirkungen auf das Gewissen und auf die Geisteshaltung der Menschen wie auch auf die Bildung der öffentlichen Meinung.

Ethische Verantwortung

Zugleich möchte ich die Notwendigkeit eines klaren Bezugs auf die ethische Verantwortung derer hervorheben, die im Mediensektor arbeiten, besonders hinsichtlich der aufrichtigen Suche nach der Wahrheit sowie des Schutzes der zentralen Stellung und der Würde der menschlichen Person. Nur unter diesen Voraussetzungen können die Medien dem Plan Gottes gerecht werden, der sie uns zur Verfügung gegeben hat - ich zitiere das letzte Papst-Schreiben - "um die Wahrheit zu entdecken, zu nutzen, bekannt zu machen, auch die Wahrheit über unsere Würde und unsere Bestimmung als seine Kinder, Erben seines Ewigen Reiches“. (dpa)