Radio-Aktiv
Ein Sprecher im Radio, SWR, verkündete heute, daß Präsident Bush mal wieder die ganze Welt gegen sich habe. Jedenfalls hätten 500 000 Menschen in Amerika gegen sein Vorhaben demonstriert den Frauen das Recht auf Abtreibung zu behindern. Auf Bushs Seite stünden lediglich der Vatikan und extreme Islamisten.
So einfach kann man es sich mit der allgemeinen Meinungsbildung machen! Wer gegen Abtreibung ist, gilt schon als teuflisch und stellt sich außerhalb der Gesellschaft. Solche Worte bleiben natürlich nicht ohne Wirkung. Denn wer will schon mit Extremisten auf eine Stufe gestellt werden?! Außerdem könnte sich der Sprecher eines Radiosenders kaum eine andere Meinung leisten, weil er sonst wohl seine Arbeitsstelle verlöre. Also: Fleißig bekunden, daß man mit Abtreibungen keine Probleme hat, auch wenn Abtreibungen zu unlösbaren Problemen führen: Sowohl für das getötete Kind, als auch für die Mutter, die nichts mehr ungeschehen machen kann, als auch für die Menschen allgemein, die aus Feigheit und Gleichgültigkeit und Lieblosigkeit eine Atmosphäre des Todes als natürliches Menschenrecht bevorzugen. Kultur des Todes und nicht Kultur des Lebens? Ist Abtreibung etwa kein Extremismus am Kind? Wenn Abtreibung ein Menschenrecht ist, dann haben wir den Untergang verdient! Wir treiben uns ja selber ab!