Sehnsucht

nach Reinheit

Glück ist ohne Reinheit undenkbar! Wer ein klares Bächlein sieht, wie es munter den Berg herunterspringt, der muß sich einfach dran erfreuen. Alles in der Natur ist auf Reinheit angewiesen, weil es ansonsten nicht wirklich leuchten und blühen kann und damit dem Untergang geweiht ist. Dem Menschen geht es nicht anders. Verunreinigungen, sie seien seelischer, geistiger oder körperlicher Art, töten. Verunreinigungen machen krank und sind Wegweiser des Todes. Nichts wird in dieser Welt aber mehr propagiert als die Unreinheit, weil man sich davon schnellen Gewinn verspricht. Somit steht Gott als Lügner da, der doch die Reinheit selber ist, ohne die es tiefes Glück und echte Begegnung nicht geben kann. Schützende Moral nennen wir Moralistentum und zitieren Jesus auf völlig falsche Weise, wenn wir an sein Wort erinnern: "Urteile nicht, damit du nicht verurteilt wirst! Hat er damit etwa gemeint wir sollen uns ruhig seelisch gegenseitig vergiften, weil ja niemand ein mahnendes Wort sagen darf?! Hat er wirklich gesagt, daß der Sünder die Sünde nicht verurteilen darf, weil er ja ein Sünder ist?! Wer so argumentiert, der macht es sich sehr einfach! Gerade weil wir alle Sünder sind, sollten wir auf die schlechten Früchte der inneren Verunreinigungen schauen und uns selbst und gegenseitig ermahnen den Weg der Unreinheit nicht weiter zu beschreiten. Das Reinheitsgebot gilt überall und erst recht in der Seele des Menschen, die heute mit soviel furchtbaren Müll, mit so viel glatten Worten und schweren Irrtümern zugeschüttet wird. Wie soll da noch Glück möglich sein?

Eine wirkliche Beichte, die Gott als ganz besonderes Gnadengeschenk anbietet, ist die wirkliche Klärgrube, ohne die es kein entrinnen aus dem Sumpf gibt. Warum sehnen wir uns so wenig nach Reinheit? Weil wir nicht mehr wissen was Reinheit bewirkt und wie gut sie der Seele tut!! Stattdessen laufen wir ungezählten Rattenfängern nach und lehnen uns bei denen an, obwohl sie unsere Verräter sind.

Wenn wir unsere Sehnsucht nach Glück aufspalten bis zur Sucht, den Bogen der Sehnsucht also quasi bis in den nächsten Sautrog spannen, dann geht echte Sehnsuchtsspannung verloren und der Bogen der Sehnsucht reicht nicht mehr bis ins Reich der Liebe, zu dem wir als Kinder der Liebe doch berufen sind.

Aus der Seligpreisung Jesu Christi:

"Selig sind, die reinen Herzens sind, denn sie werden Gott schauen!"