Sündenvergebung

Das Sakrament der Buße

Köln - Papst Benedikt XVI. verspricht den WJT-Pilgern, beim Weltjugendtag einen vollständigen Ablass zu gewähren. Voraussetzungen für die Tilgung aller Sünden-Strafen: Beichte, Kommunion, Gebete und die entschlossene Abkehr von allen Sünden, so das Papst-Dekret. Mit einem Ablass werden gläubige Christen von den Strafen aller Sünden befreit. Die vorherige Beichte bereinigt die Seele von begangenen Sünden. Einen Teilablass erhält, wer während des Weltjugendtages für seine jungen Mit-Katholiken betet. Die Entscheidung zu diesem Dekret fällte Papst Benedikt XVI. auf Bitten zahlreicher Pfarrer. Zuletzt hatte Papst Johannes-Paul im Jahr 2000 einen Ablass für die gesamte katholische Kirche gewährt. Quelle : express.de August 1995

"Wer seine Sünden verheimlicht, dem wird es nicht wohl ergehen; wer sie aber bekennt und unterlässt, der wird Barmherzigkeit erlangen."

Sprüche 28,13 Bibel Christus bezeichnet die Menschen als verlorene Schafe, die sich im Dickicht von Verführungen, schweren Irrtümern und Sünden verfangen haben und aus eigener Kraft nicht mehr den Weg zu ihm, zum guten Hirten zurückfinden. So macht er sich also selbst auf den Weg und gibt keine Ruhe bis er die Schafe, die sich retten lassen wollen, zurückgebracht hat zu seiner Herde. Beachten wir die Worte von Papst Benedikt, der beim Weltjugendtag bereit ist allen Teilnehmern einen vollkommenen Ablass zu gewähren. Er gibt diesen Ablass aber nicht pauschal, sondern er verlangt eine vollgültige Beichte, Kommunion und Gebet. Welch ein Papst, dass er den Mut hat unserem gottlosen Zeitgeist zu widersprechen, den Menschen aber die Hand hinhält, um sie durch Jesus Christus zu retten! Die Vergebung der Sünde knüpft sich unmissverständlich an Buße und Umkehr. Wer aber von uns Menschen kann von sich sagen Busse zu tun und umzukehren? Haben wir also nicht allen Grund schwer beunruhigt zu sein? Weil wir selbst als Christen unser Leben Gott nicht wirklich übergeben und von der Verlustangst der Sünde beherrscht werden, gelingt uns die eigene Heiligung nicht wirklich. Wer hat schon Sehnsucht nach Reinheit? In Lukas 15,4 ff sagt Christus zu uns Sündern: "

Ich sage euch, ebenso wird im Himmel mehr Freude sein über einen Sünder, der Buße tut, als über neunundneunzig Gerechte, die der Buße nicht bedürfen." <br>
Lukas 15,4 ff Als Jesus den Tod erlitt wurden gleichzeitig mit ihm zwei Verbrecher gekreuzigt. Während der eine Verbrecher Gott lästert, erkennt der andere die Sohnschaft Gottes in Jesus und bittet ihn um Vergebung. Jesus schaut ihn liebevoll an und spricht: "Wahrlich, ich sage dir: Noch heute wirst du mit mir im Paradiese sein!" Er ist das "Lamm Gottes, das hinweg nimmt, die Sünden der Welt." Das Sündenbewusstsein unserer Tage ist leider schwer verdunkelt, wird doch die Sünde als eine Art Befreiung und die schützenden Gebote Gottes als eine unzumutbare Bevormundung angesehen.

Viele behaupten, dass nur Gott alleine die Sünden vergeben kann und dass ein Priester dazu keine Autorität von ihm hat. Was für ein schwerer Irrtum! Christus sagte doch deutlich zu seinen Jüngern: "Denen ihr die Sünden nachlasst, denen sind sie nachgelassen, denen ihr die Sünden behalten werdet, denen sind sie behalten!" Die ganze Welt ist heute beschmutzt von Sünde und jeder Mensch mit halbwegs wachem Gewissen kann unschwer auch an sich selbst tiefe Schuld entdecken. Statt aber nun diese Schuld zu bekennen und ihren alles vergiftenden Charakter der Unreinheit erschrocken wahrzunehmen, gehen wir lieber hin und parfümieren unsere Schuld damit sie täuschenden Wohlgeruch verbreitet und uns gegen jegliches Unrecht einschläfert, während man natürlich überall betont für das Recht einzutreten. Wir haben keine Sehnsucht nach Reinheit, weil wir den betäubenden, parfümierten Verwesungsgeruch der Sünde zu sehr lieben! Genau deswegen aber nimmt das seelische Frieren immer erschreckender zu. Bedenken wir, dass jeder Mensch in sich eine unsichtbare Jauchegrube der Schuld trägt. Wenn diese Jauchegrube nicht durch eine regelmäßige Müllabfuhr entsorgt wird, dann gärt und brodelt es im inneren, bis die sprichwörtlichen Gespenster der Fremdbestimmung aufsteigen und aus uns Menschen eine Art "lebende Tote" machen, moderne Menschen, die vor sich hinmodern ohne es zu merken.

Jesus Christus warnt uns streng davor Menschen zu verurteilen, weil wir 1. alle Sünder sind und 2. niemandem so tief ins Herz sehen können, dass uns eine Objektive Beurteilung möglich wäre. Gleichzeitig fordert Jesus aber unmissverständlich wachsam zu sein: "Was ich sage, das sage ich allen: Seid wachsam! Denn euer Widersacher, der Teufel, geht herum wie ein brüllender Löwe und sucht wen er verschlingen kann." Nicht den Sünder, aber die Sünde sollen wir verurteilen und Verbrechen öffentlich anklagen! Wenn wir nämlich die schützenden Gebote Gottes nicht mehr verteidigen, dann kommen über uns die Gegengebote zur Gerechtigkeit und Liebe Gottes und das ist eine zunehmende Diktatur der Perversen, die die ganze Welt in den Abgrund reissen. Was gibt es wichtigeres im Leben als die Beichte? Wer keine Sehnsucht mehr nach Reinheit hat, der hat auch die innere Liebe verloren und versteht nicht mehr. Solche Menschen nennt Christus Tote, die sich nicht mehr retten lassen wollen. Wie tief sind wir selber schon in der Verhärtung gegen die Liebe Gottes, der uns jeden Tag neu seine Gnade auf dem Weg der Beichte, Buße und Umkehr anbietet. Es geht doch immer um die Umkehr zur Liebe!! Ist uns die Liebe weniger wert als das Sklaventum vor schwerer Sünde, die ein Todfeind der Liebe ist und nur Früchte des Todes aufzuweisen hat? Kein Kamel wäre so dumm verdurstend an einer echten Oase vorbeizulaufen, um sich an einer Fata Morgana (der Sünde) mit Leere zu betrinken und so die eigene Seele verdursten zu lassen! Bekannt ist, dass sich kein Mensch an den eigenen Haaren aus dem Sumpf herausziehen kann und dass wir darum also Gott brauchen. Es gibt keine Umkehr aus eigener Kraft ohne Gott! Christus sagt, dass es mit einem Menschen doppelt so schlimm steht wie vorher, wenn ihn ein Dämon verlässt, dieser aber später mit weiteren Dämonen in seine frühere Behausung einkehrt.

"Viele falsche Propheten werden auftreten, und sie werden viele irreführen.12 Und weil die Missachtung von Gottes Gesetz überhand nimmt, wird die Liebe bei vielen erkalten.13 Wer jedoch bis zum Ende standhaft bleibt, der wird gerettet.14 Aber dieses Evangelium vom Reich wird auf der ganzen Welt verkündet werden, damit alle Völker es hören; dann erst kommt das Ende."

Matthäus 23 Warnende Worte Jesu Christi: Denn wie es in den Tagen des Noach war, so wird es bei der Ankunft des Menschensohnes sein.38 Wie die Menschen in den Tagen vor der Flut aßen und tranken und heirateten, bis zu dem Tag, an dem Noach in die Arche ging,39 und nichts ahnten, bis die Flut hereinbrach und alle wegraffte, so wird es auch bei der Ankunft des Menschensohnes sein.40 Dann wird von zwei Männern, die auf dem Feld arbeiten, einer mitgenommen und einer zurückgelassen.41 Und von zwei Frauen, die mit derselben Mühle mahlen, wird eine mitgenommen und eine zurückgelassen.42 Seid also wachsam! Denn ihr wißt nicht, an welchem Tag euer Herr kommt.43 Bedenkt: Wenn der Herr des Hauses wüßte, zu welcher Stunde in der Nacht der Dieb kommt, würde er wach bleiben und nicht zulassen, daß man in sein Haus einbricht.44 Darum haltet auch ihr euch bereit! Denn der Menschensohn kommt zu einer Stunde, in der ihr es nicht erwartet.45 Wer ist nun der treue und kluge Knecht, den der Herr eingesetzt hat, damit er dem Gesinde zur rechten Zeit gibt, was sie zu essen brauchen?46 Selig der Knecht, den der Herr damit beschäftigt findet, wenn er kommt!47 Amen, das sage ich euch: Er wird ihn zum Verwalter seines ganzen Vermögens machen.48 Wenn aber der Knecht schlecht ist und denkt: Mein Herr kommt noch lange nicht!,49 und anfängt, seine Mitknechte zu schlagen, wenn er mit Trinkern Gelage feiert,50 dann wird der Herr an einem Tag kommen, an dem der Knecht es nicht erwartet, und zu einer Stunde, die er nicht kennt;51 und der Herr wird ihn in Stücke hauen und ihm seinen Platz unter den Heuchlern zuweisen. Dort wird er heulen und mit den Zähnen knirschen. Kapitel 25 Dann wird es mit dem Himmelreich sein wie mit zehn Jungfrauen, die ihre Lampen nahmen und dem Bräutigam entgegengingen.2 Fünf von ihnen waren töricht, und fünf waren klug.3 Die törichten nahmen ihre Lampen mit, aber kein Öl,4 die klugen aber nahmen außer den Lampen noch Öl in Krügen mit.5 Als nun der Bräutigam lange nicht kam, wurden sie alle müde und schliefen ein.6 Mitten in der Nacht aber hörte man plötzlich laute Rufe: Der Bräutigam kommt! Geht ihm entgegen!7 Da standen die Jungfrauen alle auf und machten ihre Lampen zurecht.8 Die törichten aber sagten zu den klugen: Gebt uns von eurem Öl, sonst gehen unsere Lampen aus.9 Die klugen erwiderten ihnen: Dann reicht es weder für uns noch für euch; geht doch zu den Händlern und kauft, was ihr braucht. 10 Während sie noch unterwegs waren, um das Öl zu kaufen, kam der Bräutigam; die Jungfrauen, die bereit waren, gingen mit ihm in den Hochzeitssaal, und die Tür wurde zugeschlossen.11 Später kamen auch die anderen Jungfrauen und riefen: Herr, Herr, mach uns auf!12 Er aber antwortete ihnen: Amen, ich sage euch: Ich kenne euch nicht.13 Seid also wachsam! Denn ihr wißt weder den Tag noch die Stunde.14 Es ist wie mit einem Mann, der auf Reisen ging: Er rief seine Diener und vertraute ihnen sein Vermögen an.15 Dem einen gab er fünf Talente Silbergeld, einem anderen zwei, wieder einem anderen eines, jedem nach seinen Fähigkeiten. Dann reiste er ab. Sofort16 begann der Diener, der fünf Talente erhalten hatte, mit ihnen zu wirtschaften, und er gewann noch fünf dazu.17 Ebenso gewann der, der zwei erhalten hatte, noch zwei dazu.18 Der aber, der das eine Talent erhalten hatte, ging und grub ein Loch in die Erde und versteckte das Geld seines Herrn.19 Nach langer Zeit kehrte der Herr zurück, um von den Dienern Rechenschaft zu verlangen.20 Da kam der, der die fünf Talente erhalten hatte, brachte fünf weitere und sagte: Herr, fünf Talente hast du mir gegeben; sieh her, ich habe noch fünf dazugewonnen.21 Sein Herr sagte zu ihm: Sehr gut, du bist ein tüchtiger und treuer Diener. Du bist im Kleinen ein treuer Verwalter gewesen, ich will dir eine große Aufgabe übertragen. Komm, nimm teil an der Freude deines Herrn!22 Dann kam der Diener, der zwei Talente erhalten hatte, und sagte: Herr, du hast mir zwei Talente gegeben; sieh her, ich habe noch zwei dazugewonnen.23 Sein Herr sagte zu ihm: Sehr gut, du bist ein tüchtiger und treuer Diener. Du bist im Kleinen ein treuer Verwalter gewesen, ich will dir eine große Aufgabe übertragen. Komm, nimm teil an der Freude deines Herrn!24 Zuletzt kam auch der Diener, der das eine Talent erhalten hatte, und sagte: Herr, ich wußte, daß du ein strenger Mann bist; du erntest, wo du nicht gesät hast, und sammelst, wo du nicht ausgestreut hast;25 weil ich Angst hatte, habe ich dein Geld in der Erde versteckt. Hier hast du es wieder.26 Sein Herr antwortete ihm: Du bist ein schlechter und fauler Diener! Du hast doch gewußt, daß ich ernte, wo ich nicht gesät habe, und sammle, wo ich nicht ausgestreut habe.27 Hättest du mein Geld wenigstens auf die Bank gebracht, dann hätte ich es bei meiner Rückkehr mit Zinsen zurückerhalten.28 Darum nehmt ihm das Talent weg und gebt es dem, der die zehn Talente hat!29 Denn wer hat, dem wird gegeben, und er wird im Überfluß haben; wer aber nicht hat, dem wird auch noch weggenommen, was er hat.30 Werft den nichtsnutzigen Diener hinaus in die äußerste Finsternis! Dort wird er heulen und mit den Zähnen knirschen.31 Wenn der Menschensohn in seiner Herrlichkeit kommt und alle Engel mit ihm, dann wird er sich auf den Thron seiner Herrlichkeit setzen.32 Und alle Völker werden vor ihm zusammengerufen werden, und er wird sie voneinander scheiden, wie der Hirt die Schafe von den Böcken scheidet.33 Er wird die Schafe zu seiner Rechten versammeln, die Böcke aber zur Linken.34 Dann wird der König denen auf der rechten Seite sagen: Kommt her, die ihr von meinem Vater gesegnet seid, nehmt das Reich in Besitz, das seit der Erschaffung der Welt für euch bestimmt ist.35 Denn ich war hungrig, und ihr habt mir zu essen gegeben; ich war durstig, und ihr habt mir zu trinken gegeben; ich war fremd und obdachlos, und ihr habt mich aufgenommen;36 ich war nackt, und ihr habt mir Kleidung gegeben; ich war krank, und ihr habt mich besucht; ich war im Gefängnis, und ihr seid zu mir gekommen.37 Dann werden ihm die Gerechten antworten: Herr, wann haben wir dich hungrig gesehen und dir zu essen gegeben, oder durstig und dir zu trinken gegeben?38 Und wann haben wir dich fremd und obdachlos gesehen und aufgenommen, oder nackt und dir Kleidung gegeben?39 Und wann haben wir dich krank oder im Gefängnis gesehen und sind zu dir gekommen?40 Darauf wird der König ihnen antworten: Amen, ich sage euch: Was ihr für einen meiner geringsten Brüder getan habt, das habt ihr mir getan.41 Dann wird er sich auch an die auf der linken Seite wenden und zu ihnen sagen: Weg von mir, ihr Verfluchten, in das ewige Feuer, das für den Teufel und seine Engel bestimmt ist!42 Denn ich war hungrig, und ihr habt mir nichts zu essen gegeben; ich war durstig, und ihr habt mir nichts zu trinken gegeben;43 ich war fremd und obdachlos, und ihr habt mich nicht aufgenommen; ich war nackt, und ihr habt mir keine Kleidung gegeben; ich war krank und im Gefängnis, und ihr habt mich nicht besucht.44 Dann werden auch sie antworten: Herr, wann haben wir dich hungrig oder durstig oder obdachlos oder nackt oder krank oder im Gefängnis gesehen und haben dir nicht geholfen?45 Darauf wird er ihnen antworten: Amen, ich sage euch: Was ihr für einen dieser Geringsten nicht getan habt, das habt ihr auch mir nicht getan.46 Und sie werden weggehen und die ewige Strafe erhalten, die Gerechten aber das ewige Leben." Matthäus 24 und 25 In jener Stunde kamen die Jünger zu Jesus und fragten: Wer ist im Himmelreich der Größte? 2 Da rief er ein Kind herbei, stellte es in ihre Mitte3 und sagte: Amen, das sage ich euch: Wenn ihr nicht umkehrt und wie die Kinder werdet, könnt ihr nicht in das Himmelreich kommen.4 Wer so klein sein kann wie dieses Kind, der ist im Himmelreich der Größte.5 Und wer ein solches Kind um meinetwillen aufnimmt, der nimmt mich auf.6 Wer einen von diesen Kleinen, die an mich glauben, zum Bösen verführt, für den wäre es besser, wenn er mit einem Mühlstein um den Hals im tiefen Meer versenkt würde.7 Wehe der Welt mit ihrer Verführung! Es muss zwar Verführung geben; doch wehe dem Menschen, der sie verschuldet.8 Wenn dich deine Hand oder dein Fuß zum Bösen verführt, dann hau sie ab und wirf sie weg! Es ist besser für dich, verstümmelt oder lahm in das Leben zu gelangen, als mit zwei Händen und zwei Füßen in das ewige Feuer geworfen zu werden.9 Und wenn dich dein Auge zum Bösen verführt, dann reiß es aus und wirf es weg! Es ist besser für dich, einäugig in das Leben zu gelangen, als mit zwei Augen in das Feuer der Hölle geworfen zu werden.10 Hütet euch davor, einen von diesen Kleinen zu verachten! Denn ich sage euch: Ihre Engel im Himmel sehen stets das Angesicht meines himmlischen Vaters.11 []12 Was meint ihr? Wenn jemand hundert Schafe hat und eines von ihnen sich verirrt, läßt er dann nicht die neunundneunzig auf den Bergen zurück und sucht das verirrte?13 Und wenn er es findet - amen, ich sage euch: er freut sich über dieses eine mehr als über die neunundneunzig, die sich nicht verirrt haben.14 So will auch euer himmlischer Vater nicht, daß einer von diesen Kleinen verlorengeht.15 Wenn dein Bruder sündigt, dann geh zu ihm und weise ihn unter vier Augen zurecht. Hört er auf dich, so hast du deinen Bruder zurückgewonnen.16 Hört er aber nicht auf dich, dann nimm einen oder zwei Männer mit, denn jede Sache muß durch die Aussage von zwei oder drei Zeugen entschieden werden.17 Hört er auch auf sie nicht, dann sag es der Gemeinde. Hört er aber auch auf die Gemeinde nicht, dann sei er für dich wie ein Heide oder ein Zöllner.18 Amen, ich sage euch: Alles, was ihr auf Erden binden werdet, das wird auch im Himmel gebunden sein, und alles, was ihr auf Erden lösen werdet, das wird auch im Himmel gelöst sein.19 Weiter sage ich euch: Alles, was zwei von euch auf Erden gemeinsam erbitten, werden sie von meinem himmlischen Vater erhalten.20 Denn wo zwei oder drei in meinem Namen versammelt sind, da bin ich mitten unter ihnen.21 Da trat Petrus zu ihm und fragte: Herr, wie oft muß ich meinem Bruder vergeben, wenn er sich gegen mich versündigt? Siebenmal?22 Jesus sagte zu ihm: Nicht siebenmal, sondern siebenundsiebzigmal.23 Mit dem Himmelreich ist es deshalb wie mit einem König, der beschloß, von seinen Dienern Rechenschaft zu verlangen.24 Als er nun mit der Abrechnung begann, brachte man einen zu ihm, der ihm zehntausend Talente schuldig war.25 Weil er aber das Geld nicht zurückzahlen konnte, befahl der Herr, ihn mit Frau und Kindern und allem, was er besaß, zu verkaufen und so die Schuld zu begleichen.26 Da fiel der Diener vor ihm auf die Knie und bat: Hab Geduld mit mir! Ich werde dir alles zurückzahlen.27 Der Herr hatte Mitleid mit dem Diener, ließ ihn gehen und schenkte ihm die Schuld.28 Als nun der Diener hinausging, traf er einen anderen Diener seines Herrn, der ihm hundert Denare schuldig war. Er packte ihn, würgte ihn und rief: Bezahl, was du mir schuldig bist!29 Da fiel der andere vor ihm nieder und flehte: Hab Geduld mit mir! Ich werde es dir zurückzahlen.30 Er aber wollte nicht, sondern ging weg und ließ ihn ins Gefängnis werfen, bis er die Schuld bezahlt habe.31 Als die übrigen Diener das sahen, waren sie sehr betrübt; sie gingen zu ihrem Herrn und berichteten ihm alles, was geschehen war.32 Da ließ ihn sein Herr rufen und sagte zu ihm: Du elender Diener! Deine ganze Schuld habe ich dir erlassen, weil du mich so angefleht hast.33 Hättest nicht auch du mit jenem, der gemeinsam mit dir in meinem Dienst steht, Erbarmen haben müssen, so wie ich mit dir Erbarmen hatte?34 Und in seinem Zorn übergab ihn der Herr den Folterknechten, bis er die ganze Schuld bezahlt habe.35 Ebenso wird mein himmlischer Vater jeden von euch behandeln, der seinem Bruder nicht von ganzem Herzen vergibt." Matthäus Evangelium