Unberuehrt!

Der zum Idol erhobene Körper bleibt trotz oder wegen der sogenannten "Sexuellen Befreiung" unberührt. Es gibt eine Sexualität, die nur auf den Trieb fixiert ist und damit ohne Bindung und ohne wirklich menschliche Beziehung. Rein triebfixierte, nicht bindungsoriorientierte Sexualität macht den Menschen unfrei, weil sie den Menschen gar nicht meint, ihn jedoch als Beute für die Lust begreift. Man nimmt sich die "Sahne" und läßt den "Rest" stehen. Die Unfähigkeit zur treuen Beziehung steigt und erreicht nur den aufgepeitschten Trieb, nicht aber den Körper, der doch so sehr zum Mittelpunkt erhoben wird. Wirkliche Berührung erhält der Körper nur in der Liebe, bei reiner Triebfixiertheit bleibt er aber außen vor und wird nicht erreicht. Wir wollen Liebe "machen" und scheitern gänzlich an diesem gottlosen 68er Großprojekt. Denn auf die Liebe müßten wir uns zum 1. innerlich in Reinheit, der Fähigkeit zur Treue (und Reue und Umkehr bei persönlichem Fehlverhalten!!) und auch Selbsttreue vorbereiten und sodann nicht der Wahnidee verfallen, daß eine tiefere Begegnung zu einem persönlichen du auch ohne Gott denkbar sei, der doch die Liebe ist. In einem triebfixierten Leben herrscht also keine Befreiung, sondern eine geistige, seelische und auch körperliche Verkrampfung, eine permanente Unerlöstheit und Ungeborgenheit vor, die kein Mensch unbeschadet durchstehen kann. Es ist unglaublich, daß der Staat den gigantischen Wirtschaftsapparat Pornografie zuläßt, der nichts anderes kennt als den Trieb des Menschen anzustacheln und ihn in schwere Beziehungsgestörtheit ohne echte Liebe und echte Zuwendung zu führen. Die Tiefe Sehnsucht des Menschen nach echter Beziehung bis zur Sucht aufzuspalen, um dann möglichst viel Kapital aus ihm zu schlagen und ihn frei verfügbar als Objekt zu haben, das ist ein unermeßlicher Verrat am Herzen, am Körper und an der Seele des Menschen und bleibt nicht ohne bitterste Konsequenzen. Das merkwürdige Argument: Wenn zwei das Gleiche wollen, dann ist es ok und gezwungen wird ja übrigens niemand, entbehrt jeder tieferen Grundlage. Denn nur in einer guten und geschützten Atmösphäre hat der Mensch überhaupt erst eine Chance auf inneres Wachstum. Wenn diese Atmosphäre aber willentlich vergiftet wird, dann müßte man gegen die Vergifter vorgehen! Immer wieder wird man ermahnt gefälligst alles zu tolerieren, insbesondere wenn die Toleranz schweren Verführungen, schwerem Unrecht gilt. Toleranz gegenüber dem Unrecht ist aber automatisch Intoleranz gegenüber schützendem Recht. Die Bibel warnt uns davor einen Sünder zu verurteilen, weil wir ja ausnahmslos alle Sünder sind, aber das Wort Gottes verurteilt es sehr, daß Unrecht zu begünstigen und schwere Übertretungen des Gesetzes zu tolerieren und womöglich noch auszuzeichnen. Wenn Übertreter des Gesetzes von weltlichen Richtern verurteilt werden, dann bezieht sich das Urteil in erster Linie auf die Tat, die dann der Täter zu büßen hat. Es wird aber kein endgültiges Urteil über den Menschen selbst gefällt, sollte jedenfalls nicht so sein. Wenn ein Mensch Diebstahl begeht und dafür eine gerechte Strafe erhält, dann heiß das lange noch nicht das deswegen ein endgültiges Urteil über den "Dieb" ergehen muß, der sich ja wieder bessern kann und dann wieder zum Kind Gottes wird.

Der Mensch vor Gottes Gericht:

Darum bist du unentschuldbar - wer du auch bist, Mensch -, wenn du richtest. Den worin du den anderen richtest, darin verurteilst du dich selber, da du, der Rchtende, dasselbe tust. Wir wissen aber, daß Gottes Gericht über alle, die solche Dinge tun, der Wahrheit entspricht. Meinst du etwa, du könntest dem Gricht Gttes entrinnen, wenn du die richtest, die solche Dinge tun, und dasselbe tust wie sie? Verachtest du etwa den Reichtum seiner Güte, Geduld und Langmut? Weißt du nicht, daß Gottes Güte dirch zur Umkehr treibt? Weil du aber starrsinnig bis und dein Herz nicht umkehrt, sammelst du Zorn gegen dich für den "Tag des Zornes", den Tag der Offenbarung von Gottes Gericht. (...) Alle, die sündigen, ohne das Gesetz zu haben, werden auch ohne das Gesetz zugrunde gehen, und alle, die unter dem Gesetz sündigen, werden durch das Gesetz gerichtet werden. Nicht die sind vor Gott gerecht, die das Gesetz hören, sondern er wird die für gerecht erklären, die das Gesetz tun. Wenn Heiden, die das Gesetz nicht haben, von Natur aus das tun, was im Gesetz gefordert ist, so sind sie, die das Gesetz nicht haben, sich selbst Gesetz. Sie zeigen damit, daß ihnen die Forderungen des Gesetzes ins Herz geschrieben sind (...) Du nennst dich zwar Jude (oder Christ!) und verläßt dich auf das Gesetz, und rühmst dich deines Gottes, du kennst seinen Willlen, und du willst, aus dem Gesetz belehrt, beurteilen, worauf es ankommt; du traust dir zu Führer zu sein für Blinde, Licht für die in der Finsternis, Erzieher der Unverständigen, lehrer der Unmündigen, einer, für den im Gesetz Erkenntnis und Wahrheit feste Gestalt besitzen. Du belehrst andere Menschen, dich selbst aber belehrst du nicht. Du predigst: du sollst nicht stehlen!, aber du stiehlst. Du sagst: Du sollst nicht die Ehe brechen!, und brichst die Ehe. Du verabscheust Götzenbilder, begehst aber Tempelraub. Du rühmst dich des Gesetzes, entehrst aber Gott durch Übertretung des Gesetzes. Denn in der Schrift steht: "Euretwegen wird unter den Heiden der Name Gottes gelästert." Römer 2 Neues Testament

 

Nicht den Sünder, aber die Sünde sollen wir verurteilen!

Und wie Augustinus sagte:

"Gerechtigkeit ohne Liebe ist Grausamkeit, Liebe ohne Gerechtigkeit ist Auflösung."