Unglaublich!

Es ist unglaublich, daß so viele Priester die Gläubigen nicht mehr an die Wichtigkeit der Beichte erinnern und daß so viele Gläubige davon nichts hören wollen. Aber: Ob man es hören will oder nicht, die Kirche ist verpflichtet die Menschen an das wichtige Skrament der Buße zu erinnern! Denn wenn ein Mensch unbußfertig stirbt läuft er Gefahr das ewige Leben zu verlieren. Und wenn er mit nur geringer Buße stirbt, so muß er gegenwärtig sein an den Ort der Läuterung zu kommen, der der Hölle sehr nahe sein kann.

Text aus einem kath. Gebetbuch zur Beichte:

"Barmherziger Gott, du willst nicht den Tod des Sünders, sondern, daß er sich bekehre und lebe. Du hast mich am Leben erhalten und mich nicht in meinen Sünden hinsterben lassen. Ich danke dir für deine große Langmut und Güte. ich bitte Dich, hilf mir jetzt, damit ich mich aufrichtig bekehre; denn für Dich, oh Gott, hast Du uns geschaffen, und ruhelos ist unser Herz, bis es ruht in Dir. O Jesus, Heiland der Welt, Du hast alle Sünden in der ganzen Welt, auch meine Sünden, auf Dich genommen und sie durch dein bitteres Leiden und Sterben gesühnt. Du hast den Aposteln und ihren Nachfolgern im Priesteramt die Vollmacht gegeben, die Sünden nachzulassen. Ich danke dir für Deine große Liebe zu uns armen Sündern und bitte Dich, wende mir die Kraft Deines heiligen Leidens zu, damit ich das heilige Bußsakrament würdig empfange und Deinen Frieden erlange, den die Welt nicht geben kann. Heiliger Geist, erleuchte mich, damit ich meine Sünden recht erkenne, sie wahrhaft bereue, aufrichtig beichte und mich ernstlich bessere. Heilige Maria, du Zuflucht der Sünder, bitte für mich; versöhne mich mit deinem Sohne, empfiehl mich deinem Sohne, stelle mich vor deinem Sohne. Heiliger Schutzengel, mein guter Freund und Begleiter im Leben, sei auch jetzt an meiner Seite, wenn ich mein Leben prüfe, und erinnere mich an alles, wodurch ich Gott beleidigt habe. Amen."

Die zehn schützenden Gebote Gottes,

an denen wir uns orientieren können:

Ich bin der Herr, dein Gott.

  1. Du sollst keine falschen Götter neben mir haben!
  2. Du sollst den Namen Gottes nicht verunehren!
  3. Du sollst den Tag des Herrn heilig halten!
  4. Ehre deinen Vater und deine Mutter!
  5. Du sollst nicht töten!
  6. Du sollst nicht die Ehe brechen!
  7. Du sollst nicht stehlen!
  8. Du sollst nicht lügen!
  9. Du sollst nicht begehren deines Nächsten Weib!
  10. Du sollst nicht begehren deines Nächsten Hab und Gut!

Ob wir es wahrhaben wollen oder nicht: Jeder Mensch trägt in sich eine Art Jauchegrube in der sich alle Fremd- und Eigenschuld ansammelt. Wenn diese Grube nicht geklärt wird, dann gärt und brodelt der innere Morast und es steigen sprichwörtlich die entsprechenden Gespenster auf, die unser ganzen Leben fremdbestimmen und uns sozusagen zu lebenden Toten machen, die nur noch funktionieren, die sich ständig betäuben, berieseln und verblenden und so ein vegetieren auch noch Leben nennen. Wenn wir vor lauter falschem Trost echten Trost vergessen und uns im Schlechten einzementieren, wie soll uns Gott dann noch helfen können? Wenn das Angebot der Beichte schon unser verhärtetes Herz nicht anrührt, sollten wir doch wenigsten theoretisch zustimmen und Gott bitten uns wieder ein echtes Herz zu geben, damit wir uns nach innerer Reinheit als Voraussetzung zum Glück sehnen. Wir befinden uns wahrhaftig im Netz der Spinne, die uns mit ihrem Gift so sehr vollgespritzt hat, daß wir die Angebote auf dem Gabentisch des Konsums weit mehr beachten als die Angebote Gottes zum ewigen Heil und zum Frieden der Seele!

Wenn unser Leben zu Ende ist werden wir uns unweigerlich auf der Waagschale der Gerechtigkeit Gottes sehen, der unsere guten und bösen Tage und insbeosndere unsere Tage innerer Gleichgültigkeit beurteilt. Wohl keinem von uns bleibt der schmerzhafte Ort der Läuterung erspart. Aber wie viele müssen dann in die ewige Verbannung Gottes!? Wie beschämt stehen wir da, wenn Gott uns zeigt wie wir die Zeit auf Erden verplempert haben und wieviel falsche Nahrung wir unserem Herzen, unserer Seele, unserem Geist zumuteten?! Wieviele sogenannte Christen, die Gott dem Zeitgeist untergeordnet haben und sich was auf ihren Sozialrummel einbildenund auf ihr Ja zur Abtreibung werden dann entsetzt sein, wenn Christus spricht: "Fort mit euch, ich kenne euch nicht!" Die Beichte, wenn sie echt ist, ist die große Gelegenheit sich vor Gott als Sünder zu bekennen, ihm also die Ehre zu geben. Wohl dem, der seine Schuld vor Gott ungeschminkt bekennt! Wehe dem, der seine Schuld ignoriert oder gar kultiviert, er/sie hat keine Gnade mehr zu erwarten!

Ich habe viele Geistliche kennengelernt, die von Gerechtigkeit reden, aber nicht dafür kämpfen und sogar das Böse gut und das Gute schlecht nennen. Sie predigen nicht vom Geist Gottes sondern von ihrem Intellekt her, den sie Jesus nennen. Sie begünstigen mit ihrer großen Liberalität her das Unrecht und glauben gleichzeitig dem Frieden zu dienen. Ein guter Priester soll auch ein guter Kämpfer für schützendes Recht sein und nicht immer wieder sagen: "Wer ohne Sünde ist, der werfe den ersten Stein!" Denn dieser Ausspruch Jesu Christi leidet großen Mißbrauch. Zwar sollen wir den Sünder nicht verurteilen, weil wir ja alle Sünder sind, aber wir sollen die Sünde in die Schranken weisen, weil sie sonst immer mehr Toleranz fordert, die sie dem schützenden Recht nicht zu geben bereit ist und somit die Voraussetzung zum Leben erstickt. Ein Priester darf nicht klüger sein wollen als Gott und er hat kein Recht seine Worte zu unterschlagen und zu verdrehen! Erinnert die Priester Eurer Gemeinde daran!