Verboten: Das Kreuz
Kruzifixerlaß 1941
Große Unruhen und Proteste löste der am 23. April 1941 von Gauleiter Adolf Wagner in seiner Eigenschaft als bayerischer Kultusminister verfügte sogenannte Kruzifix-Erlaß in der Bevölkerung, vor allem auf dem Lande, aus. Neben dem Schulgebet sollten die Kruzifixe in den Klassenzimmern verboten werden: "weiße ich darauf hin, daß kirchlicher Bildschmuck (...) sowie Kruzifixe in der Schule am falschen Platz sind; ich ersuche Sorge dafür zu tragen, daß solcher Wandschmuck allmählich entfernt wird oder durch zeitgemäße Bilder ersetzt wird." Als die Kinder nach den Ferien wieder in die Schule kamen und die Klassenzimmer ohne Kreuze vorfanden, kam es an vielen Orten zu größeren Tumulten und offener Auflehnung. Vor allem Mütter setzten sich verstärkt für die Wiederanbringung der christlichen Kreuze ein. So fanden sich z.B. in München am 27. September 1941 ca. 30 Mütter von Kindern der Gebelschule vor dem Schulgebäude ein und hängten in der Pause in den einzelnen Klassenzimmern mitgebrachte Kreuze auf. Auf behördliche Anweisung wurden die Kreuze noch am selben Tag entfernt. Die Frauen sollten bei der Gestapo angezeigt werden. Da es an einigen Orten zu unliebsamen Zwischenfällen gekommen war und um weitere Beunruhigung der Bevölkerung im Kriege zu vermeiden, sah sich Gauleiter Wagner in einem Geheimerlaß gezwungen, die weitere Entfernung der Kreuze aus dem Klassenzimmer zu stoppen: "Da ich von der förmlichen Aufhebung meiner Anordnungen aus Gründen der Staatsautorität Abstand nehmen möchte, zur Aufrechterhaltung des inneren Friedens aber eine weitere Durchführung meiner Anordnung derzeit weiter nicht verantworten kann, bitte ich (...) anzuweisen, weitere Maßnahmen ABZUSTOPPEN: Soweit die Entfernung der Kruzifixe aufgrund meiner ersten Entschließung bereits erfolgt ist, wird es im allgemeinen bei dieser Sachlage verbleiben können, soweit sie nicht nach der örtlichen Lage anders entscheiden." aus: "Zwischen den Fronten, Seite 300" Buchendorffer Verlag
Und heute?
Nach dem unseligen Kruzifixerlaß des Verfassungsgerichtes darf heute ein Einzelner, der sich vom Kreuz "belästigt", "gekränkt" oder "ungünstig beeinflusst" fühlt dessen Verschwinden auch gegen die Mehrheit fordern und durchsetzen. Wie sehr ist das Verfassungsgericht aus der Verfassung geraten und wie weit hat sich dieses Volk, seine Politiker, ja sogar die Geistlichen von den schützenden Geboten Gottes entfernt, daß man der öffentlichen Vernichtung des Kreuzes ungerührt zuschaut. Keine 10 Personen würden heute wie die genannten mutigen Frauen handfest protestieren!
Wir brauchen eine sittliche Erneuerung!
Keinen Mut für die Wahrheit zu kämpfen!?
Heimatschutz ist ohne das Kreuz undenkbar!
Denn Christus mußte bis ans Kreuz für die Wahrheit und Liebe und Gerechtigkeit leiden und er hat uns auf einen ähnlichen Weg eingestimmt.