Vergewaltigung des Kunstparagraphen

 


Daß viele Nazigrößen, wie Beispielsweise Dr. Goebbels, jene Kunst am meisten liebten und sammelten, die sie zugleich am rücksichtslosesten verfolgten, dürfte bekannt sein. Und daß mit dem Verbrennen von Büchern auf kurz oder lang auch Menschen beseitigt wurden, die mißliebiges produzierten, bleibt ein so erschreckendes Zeitdokument unserer Geschichte, daß folgerichtig  Kunst, Kultur, Wissenschaft und Aufklärung  unter ganz besonderen Schutz der Verfassungsväter gestellt wurden. Dies machen sich aber immer mehr Verleger  zunutze, um sich jede Art der Menschenverachtung zu leisten und daraus Kapital zu schlagen. Leidtragende sind insbesondere Kinder, Jugendliche, aber auch  Frauen und Männer, die mittel oder unmittelbar vom infektiösen Gift skrupelloser Geschäftemacher  betroffen werden. Niemand kann übersehen, daß sich Pornografie und Gewalt wie Giftgas in alle Bereiche des gesellschaftlichen Lebens hineinräkeln und echtes Leben verhindern Leider findet auf diesem Weg in unserer Gesellschaft ein schwerer Abstumpfungsprozeß statt,  der den natürliche Selbstschutz, das Schamgefühl, zerstört,  und somit das Gegenteil von dem erreicht was das Grundgesetz verheißt: „Die Würde des Menschen ist unantastbar.“ Im sogenannten Mutzenbacher Beschluß, 1990, hat das Bundesverfassungsgericht festgelegt, daß selbst schwer sittlich gefährdende Schriften auch dann einer Abwägung mit dem Kunstparagraphen bedürfen, wenn sich auf Kunst berufen wird. Um nun bloß keine Zensur aufkommen zu lassen, die zu sehr an die Nazizensur erinnern würde, darf eine Atmosphäre verbreitet werden, die den Untergang der Demokratie und das geschützten Menschenbildes planmäßig betreibt, oft genug unter dem Schweigen oder gar Beifall  von Politikern,  Journalisten, Geistlichen und „mündigen Bürgern“. Um keine „Nazi-Zensur“ aufkommen zu lassen, wird eine Atmosphäre verbreitet, die den Untergang der Demokratie und des geschützten Menschenbildes beschleunigt. Ein folgenschwerer Widerspruch  in sich! An dieser Stelle müßte sich eigentlich die Erkenntnis aufdrängen, daß Kunst, Wissenschaft, Wirtschaft und Aufklärung dort ihre Grenzen gesetzt bekommen müßten, wo dem geschützten Menschen und Tierbild massiver und skrupelloser  Schaden zugefügt wird. Bezüglich der Kunst wäre es nicht nachvollziehbar wenn z.B. Bilder von Dali, Josef Boys oder Chagall verboten würden, weil sie als „entartet“ gelten. Kein vernünftiger Mensch könnten so etwas nachvollziehen und würde zu Recht auf die Barrikaden gehen und für die Freiheit der Kunst kämpfen. Wenn jedoch sogenannte „Künstler“ hingehen und selbst extremste Menschenverachtung als Kunst hinstellen, dann wäre doch endlich ein Punkt gekommen, wo wir widersprechen müßten. Um der Demokratie und des untrennbar damit verbundenen geschützten Menschenbildes willen müssen den Perversen natürliche Grenzen gezogen werden! Es ist unsere Pflicht wachsam zu sein und vom Beschwerderecht Gebrauch zu machen, wenn es notwendig ist! Es zeigt sich nämlich, daß gerade auch Behörden in ihren Reaktionen immer mehr erlahmen, weil sie keinen Öffentlichen Handlungsbedarf erkennen, weil ihnen der „öffentliche Friede“ durch die Menschenverachtung in den Medien „nicht gestört“ erscheint. Fauler Friede und Grabesruhe sollen also die Grundlage für innere Stabilität und Sicherheit, für Glück und Wohlergehen sein!? Positive Indiskretion gegenüber der Menschenverachtung auf dem Markt unserer Möglichkeiten ist niemals Denunziantentum, auch wenn es die Gegner der Zensur gerne so darstellen! Zu registrieren ist leider eine allgemeine Schläfrigkeit und Lauheit und vollkommene Verkennung unserer gefährlichen Situation. Die Argumente für die Menschenverachtung werden immer dreister: Demnach kann überhaupt keine Menschenverachtung auf dem Papier, sondern nur im Kopf des Menschen stattfinden, der damit also allein verantwortlich dafür ist wie er Bilder und Worte in sich wirken läßt. Gewalt und Pornografie, so heißt es, habe in Wirklichkeit noch niemandem geschadet, da der Mensch doch schon von Kindesbeinen an zum selektieren befähigt sei, gerade so als ob er jeden Dreck so schnell wieder unbeschadet aus sich herauslassen könne. Selbst noch so berechtigter Protest gegen extreme Gewalt und Pornografie wird automatisch in die Zensurzeiten von 1933 eingereiht und dementsprechend als Faschistisch abgestempelt und ausgegrenzt. Genau genommen können sich die Verleger der Menschenverachtung also bei Adolf Hitler bedanken, da sie sich unter Berufung auf den Faschismus nahezu alles leisten können. (Folgender Ausspruch Martin Humers drängt sich mir auf: „Zur Diktatur zu brutal, zur Demokratie zu blöde!“) In einer Fernsehsendung auf TM3 sagte mir einmal ein sogenannter Künstler im Streit, daß ich ein Kulturfaschist sei und daß meine Schrebergartenmentalität mit dem Traum von einer heileren Welt sattsam bekannt sei. Ich fragte den „Künstler“ (der sich mit seiner Rockgruppe durch  besonders perverse Lieder über Kinder einen Namen machen wollte) ob wir etwa nicht mehr auf eine heilere Welt und entsprechende Beiträge dazu angewiesen wären? Einfache Fragen können eine hohe Wirkung erzielen: Dem Künstler viel darauf keine Antwort ein, er schaute mich nur verdutzt an. Gerade Kinder und Jugendliche (auch Erwachsene können davon auch nicht ausgenommen werden), brauchen so sehr ein Stück heile Welt, damit sie geistig, seelisch und körperlich ungehindert und unverkrampft und liebevoll leben und wachsen können und Gewalt vermieden werden kann. Wenn jedoch, wie das bei uns zweifellos der Fall ist, Gewalt und Pornografie (da wäre natürlich noch einiges mehr zu nennen) zunehmend viele Menschen manipuliert, beherrscht und versklavt, beginnt die totale Zerstörung der seelischen Bindungsfähigkeit und damit das Grauen. Selbst der gepflegteste Betrug, selbst die glatteste (verlogenste) Betroffenheitskultur sollte uns nicht darüber hinwegtäuschen. Menschenverachtung ist Verfassungsfeindlich, die Verfassung wird durch skrupellose Geschäftemacher  erheblich untergraben. Warum geben wir so ohne weiteres unsere Sicherheit auf? Bedenkt bitte wie ohnehin so dünn der natürliche Selbstschutz beim Menschen (den Tieren und der Natur) ist. Wenn dieser Selbstschutz durch rücksichtsloses Objektdenken und Gewinninteressen bombardiert, beschädigt und womöglich ganz zerstört wird, ist eine tödliche Entwertung erreicht, die so viele einzelne Menschen und letztlich ganze Völker in Abgründe reißt. Das Objektdenken ist so gefährlich, weil man Objekte nicht meinen und nicht lieben kann. Wo wir uns nicht mehr meinen und nicht mehr zu lieben fähig sind, beginnt immer das Grauen, das verführte Menschen oftmals nicht abschreckt, sondern in den Bann zieht, solange sie selber nicht ganz unmittelbar betroffen werden, sondern Zuschauer sind.   Es erschreckt mich immer wieder wie sehr ich für gute und richtige Gedanken angegriffen, verleumdet, ins lächerliche gezogen werde, während die Freunde des Perversen sich selbst bei billigsten Ausreden des Applauses sicher sein können. Wir liefern uns selber dem Grauen aus!

(Zumindest theoretisch) wünschen wir dem Wasser, der Erde, der Luft, den Bäumen und den Tieren Reinheit, weil wir wissen, daß das die Voraussetzung für unverfälschtes Leben ist. Nur ein Wahnsinniger würde der Vergiftung Beifall zollen! Warum wünschen wir nicht dem Menschen innere Reinheit und Lauterkeit als unabdingbare Voraussetzung für Gottes Liebe? Warum muten wir dem Menschen jeden Dreck zu und lehnen noch so nachvollziehbare Moral als Moralistentum und Prüderie ab? Wir machen uns ja zu Schergen, zu Handlangern des Todes, zu Typen die Leben und Liebe verhindern, statt es zuzulassen!! Der Spott und die Arroganz gegenüber Gottes Liebe und seinen Schutzgeboten nimmt zu, aber die Abrechnung wird jeden erreichen der die Gebote Gottes mit Füßen tritt.       Michael Brenner, Neckargemünd

 

„Sie führen mein Volk in die Irre und verkünden Heil, wo es kein Heil gibt, und wenn das Volk eine Mauer aufrichtet, dann übertünchen sie sie. Deshalb sag denen, die sie übertünchen, sie wird einstürzen. Es kommt ein Wolkenbruch, Hagel fällt wie Steine vom Himmel, ein Sturm bricht los, und schon stürzt die Mauer ein. Wird man dann nicht zu euch sagen: Wo ist jetzt eure tünche? Darum – so spricht Gott, der Herr: Ich lasse in meinem Zorn einen Sturm losbrechen, in meinem Groll schicke ich einen Wolkenbruch, in meinem Zorn einen verheerenden Hagelschlag. Ich reiße die Wand ein, die ihr übertüncht habt, ich lasse sie zu Boden stürzen, und ihr Fundament wird bloßgelegt. Und wenn sie einstürzt, werdet ihr in ihren Trümmern umkommen. Dann werdet ihr erkennen, daß ich der Herr bin. Ich lasse meinen Zorn an der Mauer aus und an denen die sie übertüncht haben“   Ezechiel 13, Bibel

 

„Wer im dunkeln lebt und wem kein Licht leuchtet, der vertraue auf den Namen des Herrn und verlasse sich auf seinen Gott. Ihr alle aber, die ihr Feuer legt und Brandpfeile entzündet, sollt in die Glut eures eigenen Feuers laufen und in die Brandpfeile geraten, die ihr entflammt habt. Durch meine Hand kommt das über euch; am Ort der Qualen werdet ihr liegen. Hört auf mich, die ihr der Gerechtigkeit nachjagt und die ihr den Herrn sucht. Blickt auf den Felsen, aus dem ihr gehauen seid, auf den Schacht, aus dem ihr herausgebohrt wurdet.      Jesaja 50/Bibel

 

„Ein tödlicher Pfeil ist ihre Zunge, trügerisch redet ihr Mund; „Friede“ sagt man zum nächsten, doch im Herzen plant man den Überfall. Sollte ich sie dafür nicht bestrafen und an einem solchen Volk keine Rache nehmen? Erhebt über die Berge hin Weinen und Klagen, über die Weideplätze der Steppe ein Totenlied.“   Jeremia 9/7-9

 

„Klagt, ihr Hirten, und schreit; wälzt euch im Staub, ihr Herren der Herde! Denn die Zeit ist gekommen, daß ihr geschlachtet werdet; ich zerschmettere euch, daß ihr berstet wie ein Prunkgefäß. es gibt keine flucht mehr für die Hirten, kein entrinnen für die Herren der Herde. Horcht, wie die Hirten schreien und die Herren der Herde wehklagen, weil der Herr ihre Weide verwüstet. verdorrt sind die friedlichen Wiesen vor dem glühenden Zorn des Herrn. er verläßt sein Versteck wie ein Löwe; ihr Land ist zu einem Bild des Entsetzens geworden durch sein rasendes Schwert und durch die Glut seines Zorns.“

                                                                 Jeremia 25

 

„Sie betören euch nur; sie verkünden Visionen, die aus dem eigenen Herzen stammen, nicht aus dem Mund des Herrn. Immerzu sagen sie denen, die das Wort des Herrn verachten: Das Heil ist euch sicher!; und jedem, der dem Trieb seines Herzens folgt, versprechen sie: Kein Unheil kommt über euch.“

                                                                 Jeremia 23

 

„Denn seht, bei der Stadt, über der mein Name ausgerufen ist, beginne ich mit dem Unheil, und da sollt ihr ungestraft bleiben? Nein, ihr werdet nicht ungestraft bleiben; denn ich rufe das Schwert gegen alle Bewohner der Erde – Spruch des Herrn der Heere.“

Niemand verachtet das Wort Gottes ungestraft - Denke daran!

 
                                               Jeremia 25/29